58 Millionen Euro für neue Wachen

Feuerwachen-Neubau beginnt mit Abriss

Die Feuer- und Rettungswache an der Brunnenstraße wird demnächst durch einen Neubau ersetzt. Foto: Christian Beier
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Die Feuer- und Rettungswache an der Brunnenstraße wird demnächst durch einen Neubau ersetzt.

Arbeiten beginnen im Frühjahr 2020 in Ohligs. Dort werden zunächst sechs alte Häuser abgebrochen.

Von Andreas Tews

Solingen. Mit dem Abriss von sechs Wohnhäusern beginnt in Ohligs der großangelegte Neu- und Umbau der drei Solinger Feuerwehrwachen. Die Stadtverwaltung kündigte jetzt an, dass die Bagger voraussichtlich ab dem Frühjahr 2020 an der Brunnen-, Pfeil- und Saturnstraße rollen sollen. Dort ist in zwei Bauabschnitten die Errichtung einer modernen Feuer- und Rettungswache sowie eines Gebäudes für die freiwilligen Löscheinheiten Ohligs und Merscheid geplant. Aktuell steht die Vergabe der Projektsteuerung an ein externes Planungsbüro an.

Die Stadt investiert rund 58 Millionen Euro in die Wachen

Insgesamt rund 58 Millionen Euro will die Stadt in den kommenden Jahren in ihre Feuerwachen in Solingen-Mitte, Wald und Ohligs investieren. Die größte Einzelinvestition (rund 30 Millionen Euro) soll demnach die Erweiterung der Wache am Frankfurter Damm (Wald) werden. Dort soll auch die Branddirektion unterkommen, die derzeit noch an der Katternberger Straße ihren Sitz hat. Langfristig erhofft sich die Stadt durch modernere und effizientere Standorte Einsparungen von geschätzt 420 000 Euro pro Jahr.

So laufen die Arbeiten in Ohligs ab

Standpunkt von Andreas Tews

Bevor es am Frankfurter Damm losgeht, wird in Ohligs gebaut. In Nachbarschaft der jetzigen Feuerwache wird zunächst eine Interimswache errichtet. Eigentlich sollte dies auf einem Grundstück an anderer Stelle geschehen. Die Suche nach einer solchen Fläche blieb nach Angaben der Stadtverwaltung aber ergebnislos. Darum werden jetzt in direkter Nachbarschaft der jetzigen Wache an Brunnen-, Pfeil- und Saturnstraße sechs Wohnhäuser abgerissen. Fünf von ihnen stehen zwar unter Denkmalschutz. Die Denkmalbehörde hat dem Abbruch aber wegen des schlechten Zustands der Häuser unter der Bedingung zugestimmt, dass der jetzige Zustand der Gebäude dokumentiert wird. Die sechs Häuser machen Platz für einen Neubau, der zunächst als Interimswache dient.

Ist diese fertig, wird die bestehende Ohligser Feuer- und Rettungswache abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Diese Arbeiten werden nach den derzeitigen Planungen des Rathauses im Jahr 2023 abgeschlossen sein und – zusammen mit dem benachbarten Neubau – rund 10,5 Millionen Euro kosten.

Feuerwache und Gerätehaus der Freiwilligen direkt nebeneinander

Wenn am Ohligser Standort alles fertig ist, wird die Merscheider Löscheinheit der Freiwilligen Feuerwehr – sie ist derzeit vorübergehend in der Brunnenstraße 9 und der bestehenden Feuer- und Rettungswache untergebracht – in das Gebäude einziehen, das zunächst als Interims-Wache gebaut wird. Gleiches gilt für die Ohligser Löscheinheit, die ihren Behelfsstandort derzeit an der Hildener Straße hat. Diese beiden Einheiten werden den Neubau direkt neben der neuen Feuerwache dann als Gerätehaus nutzen.

In den kommenden Wochen wird das von der Stadtverwaltung beauftragte Projektsteuerungsbüro weitere Vergabeverfahren für den Standort in Ohligs angehen. Bis Anfang Juli soll die Suche nach Firmen vorankommen, die Planungen für Brand- und Schallschutz sowie Wärmedämmung und Akustik übernehmen. Gleiches gilt für die statischen Planungen. Die Entscheidungen sollen im September fallen.

2023 geht es in Wald weiter, ab 2027 an der Katternberger Straße

KOSTEN

PLANUNG Obwohl die Fläche um fast die Hälfte wächst, sollen die Bewirtschaftungskosten der Wachen auf Dauer von 1,2 Millionen auf 800 000 Euro sinken. Basis hierfür ist eine Modellrechnung für 2036. Für ihr Investitionsprogramm hat die Stadt mögliche Kostensteigerungen von 6,5 Millionen Euro eingerechnet.

Nach 2023 sind die Arbeiten an der Walder Wache geplant. Weitere vier Jahre später wird die Feuer- und Rettungswache an der Katternberger Straße umgebaut. Sie wird nicht nur modernisiert, sondern wegen des Wegzugs der Branddirektion auch verkleinert. Dort sollen rund 17,8 Millionen Euro investiert werden.

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