Ferien

Ferien(s)pass 2023: Es warten mehr als 300 Aktionen - und einige Besonderheiten

Stellten das Ferien(s)pass-Programm 2023 vor (v. l.): Daniel Hermanns, Julian Prete, Felizitas Marx und Martin Idelberger.
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Stellten das Ferien(s)pass-Programm 2023 vor (v. l.): Daniel Hermanns, Julian Prete, Felizitas Marx und Martin Idelberger.

So sieht das Programm in diesem Jahr aus. Alles zum Vorverkauf.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Die vergangenen drei Jahre waren zu weiten Teilen von Isolation und wenigen Kontakten geprägt. „Wie gelingt es uns jetzt, die Menschen wieder zusammenzubringen, Erfahrungen und Erlebnisse zu schaffen?“, fragt Felizitas Marx. Die Geschäftsführerin der Katholischen Jugendagentur Wuppertal ist überzeugt: Der Ferien(s)pass kann einen Beitrag dazu leisten.

Nun fiel der Startschuss für den Verkauf des beliebten Passes. Darüber hinaus warten in dem Sommerferien über 5000 Plätze in mehr als 300 geplanten Aktionen.

Gesammelt sind sie in einem 152 Seiten starken Programmheft. Das Auftakt- und Familienfest findet am Sonntag, 30. April, zwischen 13 und 18 Uhr auf dem Gelände der katholischen Gemeinde St. Engelbert an der Sandstraße statt.

Und zwar ohne jedwede Corona-Einschränkungen, kündigt Julian Prete an. Er ist Fachbereichsleiter der Katholischen Jugendagentur Wuppertal, die den Ferien(s)pass mit dem Regionalverband Remscheid und Solingen des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend veranstaltet.

Was ist im Programmheft zu finden?

Das Programmheft ist in mehrere Abschnitte gegliedert. Einer gibt eine Übersicht der Sommerferienprogramme von 23 Solinger Vereinen, Verbänden und Institutionen. „Dieser Kooperationsgedanke macht den Ferien(s)pass aus, er vernetzt die Aktionen unterschiedlicher Träger in Solingen“, betont Prete.

Der Großteil des Inhalts entfällt jedoch auf das vom Ferien(s)pass-Team geplante und begleitete Programm. Es ist in sechs Kategorien aufgeteilt. „Viele Ideen haben unsere Ehrenamtler initiiert, wir profitieren von ihrer Kreativität“, betont Daniel Hermanns. Der Leiter des Solinger Ferien(s)passes hofft auf weitere Engagierte, die die Ausflüge und Aktionen begleiten.

Welche besonderen Aktionen bietet der Ferien(s)pass 2023?

Die versprechen Spannung. Hermanns freut sich etwa, hinter die Kulissen des Amtsgerichts zu blicken. Das Angebot ist ebenso neu wie eine Entdeckungstour durch den Kölner Hauptbahnhof, ein DJ-Workshop sowie ein Besuch der Straußenfarm Emminghausen.

Im Herbst ist zudem erstmals ein einwöchiger Ferienzirkus geplant. Das Programm ergänzen bewährte Events wie Besuche in Museen und Freizeitparks sowie Offene Zeltstadt (29. Juli bis 5. August) und Kinder-Oase (10. bis 14. Juli sowie 17. bis 21. Juli).

Wie teuer ist der Ferienpass - und gibt es Ermäßigungen?

Wer lieber etwas auf eigene Faust erleben möchte, hat dazu mit dem Ferienpass die Möglichkeit. Er ermöglicht für einmalig 14 Euro freien oder ermäßigten Eintritt zu Schwimmbädern, Museen sowie anderen Freizeitmöglichkeiten. Geschwisterpässe kosten 5 Euro. Für Bürgergeld- oder Sozialhilfe-Empfänger ist das Angebot kostenfrei.

Angesichts der wirtschaftlich angespannten Situation vieler Familien könnte sich Julian Prete vorstellen, dass Ferienaktionen in der Region in diesem Jahr einen höheren Stellenwert einnehmen. Gleichzeitig macht die Lage den Ferien(s)pass-Verantwortlichen zu schaffen. Zwar konnte man die Preise konstant halten, zeigt sich Felizitas Marx zufrieden. Das sei jedoch eine Herausforderung gewesen. Allein für die Kinder-Oase hätten sich die Ausgaben innerhalb weniger Jahre verdoppelt. Auf lange Sicht brauche es weitere Spender und Unterstützer, um die wachsenden Budgets aufzufangen.

Das ist eine der wichtigsten Einrichtungen der Stadt.

Martin Idelberger, Stadt-Sparkasse

Dass dies bislang gelungen ist, nötigt Martin Idelberger Respekt ab. „Das ist eine Meisterleistung“, sagt der Sprecher der Stadt-Sparkasse. Das Geldinstitut hat den Ferien(s)pass im Laufe der Jahre als Hauptsponsor bislang mit mehr als 720 000 Euro unterstützt. Aus gutem Grund. „Das ist eine der wichtigsten Einrichtungen in Solingen“, betont Idelberger.

Das gelte insbesondere vor dem Hintergrund der Pandemie. „Die sozialen Kompetenzen der Kinder haben während Corona gelitten“, bestätigt Julian Prete. Deshalb seien die Angebote der Jugendhilfe wichtiger denn je.

So läuft der Verkauf

Hier sind die Ferienpässe erhältlich: Ferien(s)pass-Büro (Eiland 10), Filialen der Stadt-Sparkasse, Jugendförderung (Dorper Straße 10), Pfarrbüros St. Sebastian (Hackhauser Straße 10) und St. Clemens (Goerdelerstrße 80), Coppelstift (Wupperstraße 80), Awo-Stadtteilbüro (Kuller Straße 4-6), Awo JOBiT (Keldersstraße 6) und beim Solinger Tageblatt.

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