Waschbären-Anlage wurde umgestaltet

Großes Erneuerungsprogramm: Fauna nutzt Winterzeit für Umbauarbeiten

Die Waschbären erhielten nicht nur zwei neue Wohnhäuser. . .
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Die Waschbären erhielten nicht nur zwei neue Wohnhäuser. . .

Auch Frösche, Echsen und Schlangen erhalten ein neues Zuhause.

Von Jutta Schreiber-Lenz

. . . sondern auch Regentonnen als Rückzugsmöglichkeit.

Solingen. Im „Bärenloch“ schläft an diesem Winternachmittag keiner der sechs Bewohner der Anlage. Dabei ist das hübsche Holzhäuschen ein neues Angebot für die Pelztiere mit der originellen Gesichtszeichnung. Verschlafen blinzeln die schwarzen Augen der Fauna-Waschbären aus den Baumhöhlen oder den blauen Regentonnen: Man ist faul heute, nicht einmal das von Tierpark- Leiterin Linda Bunzenthal hingehaltene frische Obst ermuntert die sechs Tiere zum Beenden des Schlummers.

Die neuen Unterschlupfe sind nur ein Teil des großen Erneuerungsprogramms, das derzeit in der Fauna läuft. „Das begann bei den WC-Anlagen, denen man ihre 80 Jahre sehr ansah“, sagt Bunzenthal. „Die sind nun generalsaniert und bis auf die nicht zu verändernden Quadratmeter, ist dort nun alles neu: Trichter, Waschbecken, Fliesen und Boden.“

„Die einzelnen Wohnräume sind neu eingerichtet und bieten den Tieren Sichtschutz, aber auch den Besuchern die Chance, sie zu entdecken.“

Linda Bunzenthal, Tierpark-Leiterin
Selbst Obst lockt die Tiere bei usseligem Winterwetter nicht raus.

Im Warmhaus, das wegen der Corona-Regeln aktuell geschlossen ist, wird dagegen noch fleißig gewerkelt. Alle Vögel seien jetzt dort ausgezogen, sagt Bunzenthal. „Wir haben alle Gehege aufwendig zu großen Terrarien umgebaut. Überall ist eine moderne Beleuchtung installiert worden. Die einzelnen Wohnräume für Echsen, Frösche, Schlangen und Co. sind neu eingerichtet und bieten sowohl den Tieren Sichtschutz als aber auch den Besuchern die Chance, sie zu entdecken.“

Cosima Dettmer und Waltraud Odendahl sind seit zwei Jahren ehrenamtliche Helferinnen im Tierpark.

„Wir haben das Interieur selbst gebaut, aus Yton-Steinen, Styropor und anderem Material. Dazu spezieller Bodenbelag und in den Terrarien viele Pflanzen, manche davon aus dem Botanischen Garten“, berichtet Linda Bunzenthal.

Ganz neu ins Warmhaus ist eine Blattschneiderameisen-Kolonie eingezogen: Besucher können nun fasziniert den Weg der Krabbeltiere beobachten, den ihnen die Fauna-Mitarbeiter hoch über den Köpfen der Gäste angelegt haben: Es geht für die Tierchen über dicke Äste von einer Seite des Warmhauses zur anderen – ein Weg, den sie emsig bewältigen, vielfach mit Blättern oder anderem Essbaren bepackt.

Blattschneiderameisen nutzen Äste im Warmhaus als Transportstrecke.

Oberhalb der Waschbärenanlage, neben dem Gehege des inzwischen 22-jährigen Luchs-Katers, entsteht gerade ein Ottergehege. „Das ist seit dem Frühjahr in der Mache und wir hoffen, es im April fertig zu haben“, sagt die Fauna-Chefin. Dort, wo früher unter anderem Nasenbären über Baumstämme balancierten, ist aktuell eine Baustelle, die momentan nur ahnen lässt, was dort einmal entstehen soll. Immerhin gebe es die beiden Otter schon sicher, sagt Bunzenthal.

„Aber vor dem nächsten Frühling dürfen die beiden noch nicht von ihrer Familie weg.“ Es handele sich um ein männliches Tier aus Dortmund und ein weibliches aus Kleve. „Otter müssen erst einmal als große Geschwister von ihren Eltern lernen, wie man mit Nachwuchs umgeht“, sagt die Expertin. „Erst dann sind sie kompetent für eigenen Nachwuchs.“

Der ist in der Fauna erhofft. Dann, wenn sich das künftige Pärchen im dann fertigen Zuhause eingewöhnt hat.

Öffnungszeiten

Die Fauna ist in der Winterzeit (November bis Februar) täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Es gilt 2G. Tickets und Preise: www.tierpark-fauna.de/Besucherinformation

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