Analyse

Fast alle Feuerwehr-Gerätehäuser weisen Sicherheitsmängel auf

Das Gerätehaus an der Brunnenstraße soll demnächst durch einen Neubau ersetzt werden. Foto: Christian Beier
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Das Gerätehaus an der Brunnenstraße soll demnächst durch einen Neubau ersetzt werden.

Brandschutzplan sieht unter anderem einen Neubau in Rupelrath vor.

Von Andreas Tews

Solingen. Etliche Standorte der Berufsfeuerwehr und der freiwilligen Löscheinheiten erfüllen nicht mehr die aktuell gültigen Standards und müssen modernisiert werden. Bei der Berufsfeuerwehr hat die Infrastruktur unter anderem Auswirkung auf die Ausrückzeiten, andere Mängel stellen eine Unfallgefahr für die Einsatzkräfte dar. Besonders gravierend stellt sich die Situation im Gerätehaus Rupelrath dar. Darum sieht der neue Brandschutzbedarfsplan der Stadt dort einen Neubau vor. Auch das geplante neue Feuerwehrhaus für die Löscheinheit Merscheid-Ohligs ist darin aufgeführt.

In dem Plan wird der Ist-Zustand der Feuerwehr analysiert. Daraus leiten die Verantwortlichen Handlungsempfehlungen ab. Erarbeitet hat das gut 200-seitige Dokument ein Bonner Fachbüro. Der städtische Hauptausschuss hat den Plan jetzt einstimmig befürwortet. Der notwendige Beschluss am Donnerstag im Rat gilt damit als sicher.

Die Experten kommen in dem Bedarfsplan zu dem Schluss, dass die Standorte der Berufsfeuerwehr im Stadtgebiet gut verteilt sind. Unter anderem dadurch gelinge es, dass in den vergangenen Jahren die Einsatzorte in 93,5 Prozent der Fälle – oft allerdings auch mit Hilfe der freiwilligen Löscheinheiten – innerhalb der angestrebten acht Minuten erreicht worden seien. Gemäß dem städtischen Masterplan empfehlen die Experten, die Gebäude an den jetzigen Standorten zu sanieren. Auf der Agenda steht hier zunächst der Neubau des Gerätehauses an der Brunnenstraße.

Der soll auch den bereits fusionierten freiwilligen Löscheinheiten von Ohligs und Merscheid zugutekommen. Darum sollen an ihrem jetzigen Standort nur noch die wichtigsten Mängel beseitigt werden.

Teils erhebliche Mängel weisen aber auch die anderen Gerätehäuser auf. Vor allem das in Rupelrath sei im jetzigen Zustand nicht mehr arbeitsfähig, heißt es im Entwurf für den Brandschutzbedarfsplan. Darum sei hier ein Neubau anzustreben, für den jetzt die Suche nach einem Grundstück beginnen soll. Ein möglicher Standort wäre demnach im Bereich von Aufderhöher, Nußbaum- und Gillicher Straße. Renovierungen oder Nachrüstungen seien aber auch in den Feuerwehrhäusern Mangenberg, Böckerhof, Gräfrath und Burg notwendig. Lediglich das Gebäude in Wald erfülle die Anforderungen an ein Gerätehaus „nahezu vollständig“.

Zu verzögerten Ausrückzeiten führen laut Bericht auch Mängel an den Meldeempfängern der Feuerwehrleute. Ein Viertel von ihnen hat Probleme gemeldet. Diese Apparate sollen jetzt durch moderne Geräte ersetzt werden.

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