Bergische Symphoniker

Familienkonzert verbindet Musik und Umweltschutz

Schauspieler Malte Arkona entpuppt sich im Solinger Theater und Konzerthaus als Umweltdetektiv. Foto: Moritz Alex
+
Schauspieler Malte Arkona entpuppt sich im Solinger Theater und Konzerthaus als Umweltdetektiv.

Videoprojekt der Symphoniker bringt Klassik ins Wohnzimmer.

Von Susan Jörges

Solingen. Der Text sitzt, Streicher und Bläser sind bereit, der Dirigent hebt den Taktstock, die Kamera läuft: Zwei Tage dauerten die Aufnahmen zum neuen Familienkonzert der Bergischen Symphoniker, welches ab Sonntag, 20. Juni als Videoveröffentlichung zu sehen sein wird. Das zweite Stück der neuen Konzertreihe ist in Kooperation mit dem Schauspieler und TV-Moderator Malte Arkona entstanden, der aus dem ARD-Tigerentenclub und der Kika-Sendung Die beste Klasse Deutschlands bekannt ist.

Darum geht es: Während die Symphoniker Beethovens sechste Symphonie, die sogenannte Pastorale, spielen, streifen die Umwelt-Detektive Anna (Anna-Maria Arkona) und Malte (Malte Arkona) alias „Lauscher“ und „Riecher“ durch die Natur und finden lauter Gegenstände, die die Menschen seit Beethovens Lebenszeit vor 250 Jahren unbedacht in die Umwelt geworfen haben. Die Natur schützen, das wollte nicht nur der Naturliebhaber Ludwig van Beethoven, dessen Symphonie mit instrumentellen Mitteln Vogelrufe, ein Gewitter oder das Plätschern eines Baches nachahmt. Auch Detektivin Anna hat sich der Natur verschrieben und erklärt ihrem Kollegen Riecher, weshalb Umweltschutz so wichtig ist.

Beethovens Pastorale gipfelt in einer Ode an die Natur

Zum Stück inspiriert wurde der Klassik-Liebhaber Arkona von Demonstrationsplakaten der Klimabewegung Fridays for Future. Seit 2018 machen Umweltschützer auf klimapolitische Missstände aufmerksam und fordern globale Klimagerechtigkeit. Zwischen den schauspielerischen und instrumentellen Abschnitten des Konzertes lernen große und kleine Zuschauer das Orchester kennen und werden zu musikalischen Spürnasen. Beethovens Pastorale gipfelt in einer Ode an die Natur: „Schützt unsere Erde, es gibt sie nur einmal“, singt Arkona, der auf gesangliche Unterstützung aus den Wohnzimmern seiner jungen Konzertbesucher hofft.

Für Generalmusikdirektor Daniel Huppert und sein Orchester ist die Aufzeichnung eines Konzertes eine ungewohnte Arbeitsweise: „Bis alle Sätze geprobt und eingespielt sind und die Kameras richtig fokussiert sind, braucht es Zeit und höchste Konzentration von allen. Das ist wie bei einer CD-Produktion.“

www.theater-solingen.de

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Nach dem Hochwasser kehrt der Alltag nicht zurück
Nach dem Hochwasser kehrt der Alltag nicht zurück
Nach dem Hochwasser kehrt der Alltag nicht zurück
Corona: Solingen wieder mit landesweit höchsten Wert - Impfungen in Burg und Südpark
Corona: Solingen wieder mit landesweit höchsten Wert - Impfungen in Burg und Südpark
Corona: Solingen wieder mit landesweit höchsten Wert - Impfungen in Burg und Südpark
Rückkauf der Ohligser Festhalle erntet Zustimmung
Rückkauf der Ohligser Festhalle erntet Zustimmung
Rückkauf der Ohligser Festhalle erntet Zustimmung
Brückensteig: Die Kletterer gehen an den Start
Brückensteig: Die Kletterer gehen an den Start
Brückensteig: Die Kletterer gehen an den Start

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare