Schwimmen

Familienbad Vogelsang könnte für Schulen öffnen

Bei einer gemeinsamen Nutzung des Bades durch Öffentlichkeit und Schulen fürchtet die Bädergesellschaft Konflikte.
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Bei einer gemeinsamen Nutzung des Bades durch Öffentlichkeit und Schulen fürchtet die Bädergesellschaft Konflikte.

Für andere Nutzer müsste das Bad während des Schwimmunterrichts schließen.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Die Corona-Pandemie hat das Problem verschärft: Viele Kinder und Jugendliche können nicht schwimmen. Der Schwimmunterricht der Schulen findet bislang ausschließlich im Klingenbad statt. Weil diese Wasserzeiten nicht ausreichten, forderten die Solinger Schulleiter und Lehrerverbände im Frühjahr, auch das Familienbad Vogelsang für das Schulschwimmen zu öffnen. Für den Sportausschuss hat die Bädergesellschaft das auf einen Antrag der FDP hin geprüft.

Ergebnis: Das Familienbad könnte an einem oder zwei Tagen in der Woche von 8 bis 13 beziehungsweise 16 Uhr ausschließlich von Schulklassen genutzt werden. Damit wären jedoch „nicht unerhebliche Einnahmeverluste durch entgangene Eintrittsgelder verbunden“, heißt es. Und: Für andere Schwimmer müsse das Bad in diesen Zeiten geschlossen bleiben, da Nutzungskonflikte wegen begrenzter Flächen unvermeidbar wären.

Im Vogelsang finden laut Belegungsplan vormittags und am frühen Nachmittag zwölf Rehasport-Kurse und Wassergymnastik (acht Kurse) statt. Die Angebote zählten insgesamt rund 420 Teilnehmer, teilt die Solinger Bädergesellschaft mit. Auch Familien, Kindergärten und Gruppen der Lebenshilfe besuchten das Bad in dieser Zeit. „Eine parallele Nutzung vom Lehrschwimmbecken für Reha-Maßnahmen und Schulschwimmen ist nicht möglich.“

Schwimmbad Vogelsang: Zu wenig Sammelumkleiden

Schwierigkeiten sieht die Bädergesellschaft auch bei den Umkleiden. Da es nur zwei Sammelumkleiden gibt, könnten diese – getrennt für Jungen und Mädchen – nur von einer Klasse genutzt werden. Kommen mehrere Klassen, müssten auch die Einzelkabinen hinzugenommen werden. Die Teilnehmer von Rehakursen bräuchten in den Umkleiden jedoch Ruhe und Zeit.

„Sollten die Kapazitäten für das Schulschwimmen im Sportbad Klingenhalle nicht mehr ausreichen, wäre es daher die beste Lösung, bestimmte Zeiten festzulegen, an denen das Familienbad Vogelsang ausschließlich für Schulen zur Verfügung stehen würde. Für andere Nutzergruppen wäre es dann geschlossen“, heißt es weiter. Laut Bädergesellschaft gibt es jedoch im Klingenbad noch freie Schwimmzeiten.

Öffnung des Familienbads als vorübergehende Lösung

Eine Aussage, die den sportpolitischen Sprecher der FDP, Dr. Robert Weindl, wundert: „Ich höre aus den Schulen immer nur, dass Klassen nicht drankommen.“ Er habe bereits das Gespräch mit dem Sprecherrat der Schulleiter gesucht. Der hatte im Juni mitgeteilt, die Schwimmzeiten im Variobecken des Klingenbads reichten nicht aus, um allen Kindern das Schwimmen beizubringen. Auch Weindl sieht dringenden Handlungsbedarf. „Wir haben eine hohe Quote von Nichtschwimmern.“

Das Familienbad Vogelsang zusätzlich für das Schulschwimmen zu nutzen, könne eine vorübergehende Lösung sein. „Ich habe aber das Gefühl, die Verwaltung will das nicht.“ Kurse könnten zeitlich anders gelegt werden, schlägt er vor. „Ich finde es nicht gut, Rehasportgruppen gegen Schulgruppen auszuspielen.“

Der Sportausschuss tagt am Mittwoch, 7. Dezember, 17 Uhr, im Theater und Konzerthaus.

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