Spende

Fals-Schüler erlaufen 50.000 Euro für die Ukraine

Ebenfalls 25 000 Euro übergaben Schulleiter Dr. Olaf Noll (l.) und die Schüler, die den Sponsorenlauf organisiert haben, an Dr. Christoph Zenses und Ilona Fiedler von Solingen hilft.
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Ebenfalls 25 000 Euro übergaben Schulleiter Dr. Olaf Noll (l.) und die Schüler, die den Sponsorenlauf organisiert haben, an Dr. Christoph Zenses und Ilona Fiedler von Solingen hilft.

Erlös des Spendenlaufs der Friedrich-Albert-Lange-Schule wurde an zwei Solinger Organisationen übergeben.

Von Jonathan Hamm

Solingen. Laufen für einen guten Zweck – das war die Idee der Jahrgangsstufe 13 der Friedrich-Albert-Lange-Schule (Fals) in Wald. Die Resonanz: überwältigend. Das Resultat: über 50 000 Euro an Spendengeldern für lokale Hilfsorganisationen, die die Menschen im Ukraine-Krieg unterstützen.

„Das haben die 13er im Prinzip alleine auf die Beine gestellt“, berichtet Schulleiter Dr. Olaf Noll stolz. „Das war, fand ich, ein ganz toller Tag.“ Unterstützung kam von allen Seiten: Sponsoren spendeten, Schüler organisierten und die Haaner Felsenquelle versorgte die Läufer mit Wasser. Die Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 13 und selbstverständlich auch die Lehrer sind gelaufen und sammelten so eine beachtliche Summe, mit der zu Beginn so noch keiner gerechnet hatte.

Solingen zeigt sich solidarisch mit der Ukraine - So können Sie jetzt helfen

Die Nachrichten und Bilder aus der Ukraine hätten sie alle sehr bewegt: „Alle waren fassungslos und daher sehr bereit zu helfen“, stellt Dr. Olaf Noll fest. Die eine Hälfte des erlaufenen Geldes geht an den Verein Solingen hilft und die andere Hälfte an den Verein Trans-Europa. Für die Schule sei es wichtig gewesen, dass das Geld an lokale Hilfsorganisationen geht, erklärt der Schulleiter. „So sind wir sicher, dass das Geld in guten Händen ist und auch ankommt.“

Zwei Solinger Vereine erhalten je 25.000 Euro

25 000 Euro nahm Josef Neumann (r.) für den Verein Trans-Europa von (v.l.) Rieke Olesen, Dr. Olaf Noll, Henrik Pohl, Agatha Bonk, Marvin Krüger und Marlene Thoms entgegen.

Trans-Europa, der Verein zur Förderung der europäischen Entwicklung, wurde 1993 gegründet und hat somit „die Möglichkeit, auf 30 Jahre Erfahrung zurückzugreifen“ und verfüge über ein großes Netzwerk, erläutert der Vorsitzende des Vereins und Gründungsmitglied Josef Neumann. Man unterstütze hauptsächlich Menschen mit besonderen Bedürfnissen und vulnerable Gruppen, wie Behinderte und Waisen aus der Ukraine und organisiere Transporte und Unterbringungen. Besonders junge Menschen würden sich europaweit engagieren, hebt Josef Neumann im Hinblick auf die Aktion der Schülerinnen und Schüler der Fals hervor.

Auch die 25 000 Euro für Solingen hilft wurden begeistert entgegengenommen – und sind schon fest eingeplant erzählen Dr. Christoph Zenses und Ilona Fiedler von Solingen hilft. Die eine Hälfte werde für medizinische Ausrüstung für die Bevölkerung der Ukraine und die Menschen an der Front verwendet. Tourniquets zum Abdrehen von Arterien, Spezialverbände zum Behandeln von Schüssen oder Granatsplittern – „Kriegsmedizin“.

Die andere Hälfte sei für überlebenswichtige Medikamente und Hygieneartikel bestimmt. Bereits elf Transporte in die Ukraine habe man schon durchführen können berichtet Zenses. Das sei nur möglich, weil man mit sechs Krankenhäusern und einem Kinderkrankenhaus vor Ort zusammenarbeite, die die Organisation solcher Hilfslieferungen unterstützen. Die Lieferungen würden präzise geplant und zum Teil aufgrund der zerstörten Infrastruktur in der Ukraine sogar zu Fuß mit Rucksäcken umgesetzt. „Es ist eine perfekte Zusammenarbeit mit den Ukrainern“, stellt Dr. Christoph Zenses fest. Umso dankbarer sei man für die Aktion der Friedrich-Albert-Lange-Schule, denn auf jeden Euro komme es an und das wichtigste: „Jeder Euro kommt da an“.

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Vereine

Solingen hilft: Ehrenamtliche Organisation, die internationale und lokale Projekte unterstützt.

Trans-Europa: Der Verein engagiert sich für ein gegenseitiges Verständnis zwischen Ost- und Westeuropa und arbeitet aktiv am Austausch von Begegnungen junger Menschen, aktuell auch in der Ukrainehilfe.

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