Auszeichnung gilt drei Jahre lang

Fahrradfreundlicher Arbeitgeber: ADFC zertifiziert Stadt-Sparkasse

Andrea Honermeyer und Stefan Grunwald (r.) nahmen die Zertifizierung von Andreas K. Bittner entgegen. Foto: Michael Schütz
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Andrea Honermeyer und Stefan Grunwald (r.) nahmen die Zertifizierung von Andreas K. Bittner entgegen.

Die Auszeichnung wurde erstmals im Bergischen Land vergeben.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Mindestens für die kommenden drei Jahre darf sich die Stadt-Sparkasse Solingen offiziell als fahrradfreundlicher Arbeitgeber bezeichnen. Als erstes Unternehmen im Bergischen hat das Kreditinstitut die Zertifizierung durch den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) abgeschlossen.

Die Initiative der Europäischen Union und des ADFC gibt es in 15 europäischen Staaten. Deutschlandweit haben bislang rund 200 Betriebe die Auszeichnung erhalten. „Wir möchten immer mehr Menschen aufs Rad bringen“, erklärte Andreas K. Bittner am Freitag bei einem Pressetermin die Zielsetzung.

Der ADFC-Mann hat die Stadt-Sparkasse als Auditor unter die Lupe genommen. Fahrradfreundliche Arbeitgeber müssen einige Kriterien erfüllen. Nach einer Selbstevaluierung des Betriebs überzeugt sich der ADFC vor Ort von den durchgeführten Maßnahmen – und vergibt eine Zertifizierung in Bronze, Silber oder, wie im Falle der Sparkasse, Gold.

63 Angestellte haben bislang ein Fahrrad geleast

„Wir sind stolz, dass das Fahrrad bei den Mitarbeitenden zunehmend an Akzeptanz gewinnt“, betonte Stefan Grunwald, Vorstandsvorsitzender der Stadt-Sparkasse. Seit Anfang 2021 hat die Belegschaft die Möglichkeit zu einem bezuschussten (E-)Bike-Leasing. „63 Kollegen haben dieses Angebot bislang angenommen“, berichtete Andrea Honermeyer. Der stellvertretenden Abteilungsleiterin Personalmanagement zufolge wurden mit den geleasten Rädern bisher rund 30.000 Kilometer zurückgelegt, etwa ein Drittel davon auf dem Arbeitsweg.

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Damit ist es allerdings nicht getan, betonte Andrea Honermeyer. Deshalb habe die Stadt-Sparkasse unter anderem für zahlreiche Stellplätze sowie Umkleide- und Aufbewahrungsmöglichkeiten gesorgt. Gleichzeitig habe das Audit Verbesserungspotenzial aufgezeigt, das in der neuen Sparkassen-Hauptstelle berücksichtigt werde. Beispielhaft nennt Honermeyer Duschmöglichkeiten für diejenigen, die zur Arbeit radeln. Die Förderung des Radverkehrs ist Teil des „Health Concepts“ der Stadt-Sparkasse. Mit den Maßnahmen sind Honermeyer zufolge drei Hoffnungen verbunden. Da sind zum einen die Gesundheitsförderung der Belegschaft sowie Umwelt- und Klimaschutz. „Letztlich“, ergänzte Honermeyer, „wird es von Arbeitgebern heutzutage erwartet, sich neuen Themen zu stellen.“

Das stößt auf Zustimmung. „Wir hoffen, dass diese Auszeichnung auch andere Arbeitgeber ermutigt“, sagte Joachim Bruns vom ADFC Solingen. Damit Radfahren in der Klingenstadt weiter Fuß fasst, müsse die Infrastruktur verbessert werden. Vor allem die Ost-West-Verbindung sei verbesserungswürdig.
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