Busanschlüsse in den Abendstunden

Müssen Umstiege von Fahrgästen tatsächlich angekündigt werden?

Bisher wirkt sich Omikron nicht auf den Busverkehr aus. Archivfoto: cb
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Nicht funktionierende Anschlüsse bei den SWS werden kritisiert.

ST-Leser Stephan Mertens hatte in den vergangenen Wochen nach eigenen Angaben drei Anschlüsse in verkehrsarmen Zeiten, die nicht klappten.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Nicht funktionierende Anschlüsse bei den Solinger Verkehrsbetrieben (SWS) kritisiert ST-Leser Stephan Mertens. Er nennt ein Beispiel: An einem Samstagabend sei er mit der 681 von Ohligs zum Graf-Wilhelm-Platz gefahren. Dort sei die 684, die er nehmen wollte, aber bereits weg gewesen. Ebenso zwei weitere Buslinien. „Als ich dann den Fahrer meines Busses darauf ansprach, war seine erste Begründung, dass wir eben 2,5 Minuten zu spät gewesen wären. Auf meinen Hinweis, dass die Busse doch hätten warten können, sagte er mir, ich hätte ja Bescheid sagen können.“ Dass fahrplanmäßige Anschlüsse nur klappen, wenn sie angemeldet würden, sei kundenunfreundlich, ärgert sich Mertens.

Müssen Umstiege tatsächlich angekündigt werden? „Können ja, müssen nicht“, antwortet Sascha Schmidtke vom Resonanzmanagement der SWS auf Anfrage. Der Fahrplan der Linien sei in den späten Abendstunden so erstellt, dass hier ein „Rendezvous-Verkehr“ zustande komme. Das heißt, die Linien treffen sich jeweils zur vollen und zur halben Stunde am Graf-Wilhelm-Platz. Damit die Fahrgäste umsteigen können, seien die Fahrer und Fahrerinnen so geschult, dass die Busse erst abfahren, wenn alle Linien vor Ort angekommen sind, erläutert Schmidtke. „Da die Mitarbeiter dies aber baulich nicht vollständig beobachten können, wäre es hilfreich, wenn der Fahrgast dem Fahrpersonal zuvor eine Info über den Umsteigewunsch zu den anderen Linien ankündigt.“ So könne der Umsteiger per Funk „angekündigt“ werden. Mit dem Fahrer wolle man ein Gespräch führen.

Fahrgäste können sich absetzen lassen

In den Abendstunden können sich Fahrgäste auch entlang der Strecke absetzen lassen. Ein „Halt auf Zuruf“ sei möglich, sagt Sascha Schmidtke. „Der Fahrgast kann den Fahrdienstmitarbeiter fragen, ob ein Halt an einer gewünschten Stelle zwischen den Haltestellen möglich wäre.“ Dieser entscheide, ob dies im Rahmen der Sicherheit verantwortbar sei.

Stephan Mertens hatte in den vergangenen Wochen nach eigenen Angaben drei Anschlüsse in verkehrsarmen Zeiten, die nicht geklappt hätten. „Wenn die SWS dieses Problem für die Übergänge in den Tagesrandstunden nicht in den Griff bekommen, dann werden weiter nur Menschen den Bus benutzen, die keine andere Möglichkeit haben.“

Passend zum Thema: Nahverkehr - Bundestagsabgeordneter Jürgen Hardt (CDU) plädiert für 365-Euro-Pflichtticket

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