Ab 1. April

Fachkrankenhaus Bethanien hat jetzt zwei Chefärzte

Wollen die Entwicklung des Krankenhauses Bethanien vorantreiben: Privatdozent Dr. Lars Hagmeyer (v. l), Chefarzt Dr. Winfried Randerath und Matthias Ruf, Vorsitzender der Geschäftsführung. Foto: Tim Oelbermann
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Wollen die Entwicklung des Krankenhauses Bethanien vorantreiben: Privatdozent Dr. Lars Hagmeyer (v. l), Chefarzt Dr. Winfried Randerath und Matthias Ruf, Vorsitzender der Geschäftsführung.

Privatdozent Dr. Lars Hagmeyer ist seit 2009 in Aufderhöhe.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Die Lungenfachklinik Bethanien hat ab sofort zwei Chefärzte: Privatdozent Dr. Lars Hagmeyer leitet das Krankenhaus ab 1. April gemeinsam mit dem ärztlichen Direktor Prof. Dr. Winfried Randerath. Der 49-Jährige ist bereits seit 2009 in Aufderhöhe, zuletzt als leitender Oberarzt. Mit der Schaffung eines zweiten Chefarzt-Postens wolle Bethanien ein Zeichen für neues Wachstum setzen, sagte Matthias Ruf, Vorsitzender der Geschäftsführung der Diakonie Bethanien gGmbH. Die Personalie sei wesentlich von Prof. Randerath vorangetrieben worden. Der lobte die seit Jahren gewachsene, intensive Zusammenarbeit mit seinem Kollegen.

Der gebürtige Böblinger Hagmeyer hat Medizin in Tübingen studiert und unter anderem Stationen in Frankreich und in den USA absolviert. 2021 schloss er seine Habilitation an der Uni Köln ab. Zu seinen Schwerpunkten zählt die thorakale Endoskopie, die Untersuchung der Atemwege via Sonde, bei der auch Proben entnommen werden können. Die Endoskopie in Bethanien sei großzügig ausgestattet, Patienten würden auch überregional zugewiesen, sagt Hagmeyer.

Zusammen mit der Uniklinik Köln ist Bethanien zudem als Lungenkrebszentrum zertifiziert. Hagmeyer, der 2020 mit dem Wissenschaftspreis der Westdeutschen Gesellschaft für Pneumologie ausgezeichnet wurde, behandelt in Köln zudem junge Mukoviszidose-Patienten. Auch die Therapie seltener Lungenerkrankungen zählt zu seinen Spezialgebieten. Als weiteren Schwerpunkt nennt er die chronisch-obstruktive Atemwegserkrankung COPD: „Das ist inzwischen eine Volkskrankheit, die stationären Behandlungen nehmen deutlich zu.“

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Bethanien strebt Anerkennung als Lungenzentrum an

Verstärkt in den Blick nehmen will man in Bethanien auch die Altersmedizin, wenn ältere Patienten etwa nach einem Schlaganfall Probleme bei der Einnahme von Asthma-Sprays haben. Dabei arbeite man mit dem Städtischen Klinikum zusammen, betonte Randerath. Für die Krankenhausplanung des Landes sieht er die Klinik gut aufgestellt. „Wir wollen die gesamte Pneumologie machen und streben die Anerkennung als Lungenzentrum an.“

Die Entwicklung wollen die beiden Chefärzte nun gemeinsam vorantreiben: „Wie zwei Pferde vor einer Kutsche“, sagt Hagmeyer. Er fühle sich in Aufderhöhe („ein kleines, aber extrem dynamisches Haus“) sehr wohl. Privat lebt er mit seiner Frau und zwei Kindern (8 und 12) in Haan. In seiner Freizeit spiele er gerne Tennis – wie seine Söhne – und Klavier.

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