Im ehemaligen Croatia

Das „Esszimmer“ geht in Ohligs an den Start

Bis zur Eröffnung des Esszimmers hat Gerd König noch einiges zu tun. Foto: Michael Schütz
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Bis zur Eröffnung des Esszimmers hat Gerd König noch einiges zu tun.

Betreiber Gerd König setzt in seinem neuen Lokal auf Gemütlichkeit.

Von Alexandra Dulinski 

Solingen. In der Ohligser Gastronomie tut sich was. Im ehemaligen Croatia am Markt wird momentan schwer gearbeitet. Gerd König hat Anfang Juli den Pachtvertrag für das Restaurant unterschrieben, in dem viele Jahre lang ein Kroate ansässig gewesen ist. 

„Die Lage ist super, das Haus hat echt Charme“, sagt der neue Betreiber. In etwa acht Wochen soll sein „Esszimmer“ eröffnen, für das er ein simples Konzept hat: Es soll gemütlich sein. „Ich möchte eine Stimmung vermitteln, bei der man sich hier wie zu Hause fühlt“, sagt König. Dafür seien einige Renovierungsarbeiten nötig. Die Wände müssen komplett neu verputzt werden, in Weiß, damit viel Licht in den Raum fällt, der Dielenboden werde aufgearbeitet, abgeschliffen und neu versiegelt. Alte, robuste Tische, Stühle und Bänke im Vintage-Stil sollen einziehen und dem „Esszimmer“ das heimische Flair verleihen, sagt König. Der Windfang im Eingangsbereich werde restauriert, gestrichen und verglast. Auch von Außen wird sich das Restaurant verändern. Der Eigentümer des Hauses plane Renovierungsarbeiten und wolle das Gebäude neu verschiefern.

Am Tresen verzichtet König auf eine Zapfanlage. Gerade in der jetzigen Zeit gebe es den Gästen ein Gefühl von Sicherheit, wenn Getränke in Flaschen angeboten werden. Auf dem Speiseplan steht demnächst „alles, was man mit zu Hause verbindet, nur etwas ausgefallener“, sagt König. Saisonalität und Nachhaltigkeit stehen dabei im Fokus. 

Fünf Jahre lang hat Gerd König einen Gastronomiebetrieb in Solingen gehabt. Als sein Pachtvertrag im Al B’Andy Ende 2018 auslief, habe er nach anderthalb Jahren gemerkt, dass er wieder in die Gastronomie einsteigen möchte. Es gebe zwar viele Angebote auf dem Markt, vieles sei aber ein Kompromiss. „Bei dem Croatia hatte ich das erste Mal überhaupt keine Bedenken. Die Lage ist top, mittendrin und nebenan entstehen neue Wohnungen“, erklärt König seine Standortwahl

Nebenbei baut König seit drei Jahren seine Cateringfirma „Cook-Inc“ auf. „Mit dem Cateringservice, dem ,Esszimmer‘ und der Vermietung der Räume für Veranstaltungen ist man gut aufgestellt“, erklärt der 44-Jährige. In Ohligs gebe es keinen Konkurrenzkampf, vielmehr seien er und die anderen Gastronomen Mitbewerber.

Brigitte Kiekenap, Vorsitzende der Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft sieht in der Eröffnung des Esszimmers großes Potenzial: „Dass sich jemand in Zeiten, in denen die Gastronomie so gelitten hat, nach vorne wagt und in die Zukunft investiert, ist wirklich positiv.“ Durch die entstehende Wohnanlage könne sie sich gut vorstellen, dass sich weitere Gastronomen ansiedeln, vor allem, wenn sich das Konzept unterscheide.

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