Nachhaltigkeit

Erste BOB-Solobusse kommen Ende 2021

Die Solinger Stadtwerke investieren in Elektroantriebe.
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Die Solinger Stadtwerke investieren in Elektroantriebe.

Die Solinger Stadtwerke investieren in Elektroantriebe.

Von Andreas Tews

Solingen. Die Stadtwerke haben erstmals gelenklose Zwölf-Meter-O-Busse bestellt. Die 16 Fahrzeuge sollen ab Ende 2021 Dieselbusse auf solchen Linien ersetzen, die bisher noch nicht von Oberleitungsbussen bedient werden. Bei der Ausschreibung setzte sich das Firmen-Konsortium um Kiepe Electric durch, das auch die bisherigen Batterie-O-Busse (BOB) geliefert hat.

Die Fahrzeuge sind Teil der Stadtwerke-Strategie, langfristig den gesamten Solinger Linienbusverkehr mit Elektrobussen zu bewältigen. Vier BOBs sind schon auf Solinger Straßen unterwegs, 16 weitere waren bereits bestellt. Bei diesen 20 Fahrzeugen handelt es sich um knapp 19 Meter lange Gelenkbusse. Die Batterie-Oberleitungsbusse laden ihre Akkus auf Streckenabschnitten unter den Oberleitungen auf. Wenn sie diese Abschnitte verlassen fahren sie batteriebetrieben. Die Kapazität reicht dann für bis zu 30 Kilometer

Mit den jetzt neu bestellten gelenklosen Solo-BOBs kann der Verkehrsbetrieb auch engere Straßen auf Nebenstrecken anfahren. Im Blick habe man dabei unter anderem die Linie 691 (Ohligs-Aufderhöhe-Höhscheid) erklärt Geschäftsführer Conrad Troullier. Derzeit decken die Stadtwerke mit ihren O-Bussen – einschließlich der BOB-Linie 695 – 70 Prozent ihrer gesamten Fahrleistung ab. Mit den zusätzlichen Bussen will der Verkehrsbetrieb diese Quote laut Troullier auf etwa 80 Prozent steigern.

Solingen: Hersteller erwartet Signalwirkung für den O-Bus-Weltmarkt

Das Volumen des neuen Auftrags liegt nach Angaben der Vertragspartner im „hohen einstelligen Millionenbereich“. Genauere Zahlen will auch Troullier nicht nennen. Die Wahl sei auf das Konsortium mit Kiepe Electric (Düsseldorf) und Solaris (Owinska/Polen) gefallen, weil dessen Technik sowohl einen Betrieb unter, als auch abseits der Oberleitungen gewährleiste. Laut Alexander Ketterl, Geschäftsführer von Kiepe Electric, könnte der Auftrag eine Signalwirkung im weltweiten Markt der O-Busse haben. Im Bereich des umweltfreundlichen Öffentlichen Personennahverkehrs sei Solingen seit Jahrzehnten ein Pionier.

Bei den vorhandenen und den neu bestellten BOBs setzt Kiepe Electric nach eigenen Angaben identische Baugruppen ein. So könnten die Stadtwerke als Betreiber Wartungs- und Instandhaltungskosten einsparen und ihr Ersatzteillager möglichst klein halten.

Angesichts des Klimawandels und der Verkehrswende hin zu mehr Elektromobilität mag manche Kommune sogar etwas neidisch auf die Solinger Infrastruktur sein.

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