Anonyme Spende

Erstausgabe der Schülerzeitung erinnert an frühere Zeiten

Joachim Blümer, Leiter der Theodor-Heuss-Schule, und sein Team haben mit viel Interesse und großer Freude die 56 Jahre alte Schülerzeitung, die ihnen per Zufall zugespielt wurde, gelesen. Foto: Christian Beier
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Joachim Blümer, Leiter der Theodor-Heuss-Schule, und sein Team haben mit viel Interesse und großer Freude die 56 Jahre alte Schülerzeitung, die ihnen per Zufall zugespielt wurde, gelesen.

„Schülerpost“ von 1965 lag als anonyme Spende im Briefkasten

Solingen. Völlig überraschend lag sie vor ein paar Tagen im Briefkasten der Theodor-Heuss-Realschule an der Felder Straße. „Wir haben uns sehr gefreut, als wir die Ausgabe ,Nr. 1‘ unserer Schülerzeitung aus dem Jahr 1965 in Händen hielten“, erzählt Schulleiter Joachim Blümer. Ein Unbekannter hatte sie eingeworfen. „Vielleicht ein ehemaliger Schüler, der sie beim Aufräumen gefunden hat. Wir würden uns sehr freuen, wenn sich derjenige bei uns melden würde und wir ihn oder sie bei nächster Gelegenheit in die Schule einladen könnten“, so Blümer.

Die „Schülerpost“ ist mit ihrer Erstausgabe bereits im ersten Schuljahr der neuen THS, die 1964 gegründet wurde, erschienen. „Wenn man die Zeitung liest, taucht man ein in eine Welt, die wir heute so nicht mehr kennen“, so Blümer.

Unter dem Titel „Unsere neue „HEUSS-lichkeit“ wurden beispielsweise Fotos von dem damals todschicken und modernen Neubau veröffentlicht. Auch die Hausordnung der Schule wurde abgedruckt – Ordnung musste sein.

Solingen: Von Tanz-Nachmittagen und „Sportsgeist“ beim Wettkampf

Neben vielen Anzeigen von Solinger Firmen, die es heute teilweise nicht mehr gibt – gehörte auch der Auszug aus der Schulchronik der jungen Schule zum Zeitungsinhalt. „Wenn man im Artikel über die Bundesjugendspiele 1965 Begriffe wie ,Sportsgeist‘ liest, dann merkt man schon, dass das alles noch in einer anderen Zeit verhaftet war“, so Blümer.

Auch Schüler der Schule, die aus der Gerhard-Hauptmann-Schule hervorgegangen war, haben eigene Artikel geschrieben. So etwa über den Tanz-Nachmittag der Abschlussklassen im Musiksaal: „Getanzt wurde zu Tonband- und Plattenklängen“ – „das muss man Kindern von heute erstmal erklären“, lacht Blümer. Auf der „Humor“-Seite des sepiafarbenen Heftes sind lustige Lehrerzitate und Stilblüten in Aufsätzen zu finden.

Und offensichtlich war die THS-Schülerzeitung schon damals ein Vorzeige-Produkt. Denn auch ein Tageblatt-Artikel ist abgedruckt, in dem berichtet wird, dass der damalige ST-Verleger Dr. Bernhard Boll die besten Schülerzeitungen ausgezeichnet hat.

„Wir haben zwar eine handgeschriebene Schulchronik, aber diese Schülerzeitung besaßen wir tatsächlich nicht. Die findet jetzt einen Ehrenplatz im Schularchiv“, betont Joachim Blümer.

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