Wupperverband hat Unterlagen eingereicht

Ermittlungen zu Hochwasser dauern an

Der Wupperverband hat der Staatsanwaltschaft freiwillig weitere Unterlagen zur Verfügung gestellt.

Von Kristin Dowe

Solingen. Im Zuge der Ermittlungen um die Hochwasserkatastrophe am 14. Juli 2021 hat der Wupperverband laut Angaben der Staatsanwaltschaft Wuppertal der Behörde freiwillig „umfangreiche weitere Unterlagen“ zu dem Unglück zur Verfügung gestellt. Rund 400 Seiten umfassen die Dokumente laut Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert: „Weitere Unterlagen sind – aufgrund ihrer Dateigröße – in elektronischer Form auf einem USB-Stick auf dem Weg zu uns.“ Auch die Untere Wasserbehörde der Stadt Wuppertal und die Feuerwehr hätten Dokumente mit weitergehenden Informationen eingereicht.

Hintergrund ist die Klage von Frank Adolphs, Rechtsanwalt bei einer Duisburger Kanzlei, der dem Wupperverband im Nachgang zu den tragischen Ereignissen unter anderem den Straftatbestand des Herbeiführens einer Überschwemmung vorgeworfen hatte. Konkret kritisiert er, dass die Talsperren zum Zeitpunkt der Katastrophe zu stark gefüllt gewesen und die Anwohner zu spät über die Gefahr informiert worden seien. Die Stadt Solingen teilt diese Vorwürfe bislang nicht. „Gegen den Wupperverband wurde bisher noch kein Strafverfahren eingeleitet“, betont Baumert – es handele sich lediglich um Vorermittlungen, ob dieser Schritt geboten ist. Die Auswertung der Unterlagen könne noch einige Wochen in Anspruch nehmen.

Der klagende Rechtsanwalt, der als Sprecher der IG Kohlfurth Hochwasserbetroffene auf Solinger und Wuppertaler Seite vertritt, bleibt bei seinem Vorwurf, dass die Staatsanwaltschaft bislang zu wenig Engagement bei den Ermittlungen gezeigt habe. „Da wurde bisher gar nichts unternommen.“ Bei einem Schaden dieser Größenordnung hätte die Behörde von sich aus tätig werden und beispielsweise eine Hausdurchsuchung beim Wupperverband anstrengen müssen, so Adolphs. Die Staatsanwaltschaft hatte die Vorwürfe in der Vergangenheit mit der Begründung zurückgewiesen, dass der Wasserwirtschaftsverband sich bei den Ermittlungen von Anfang an kooperativ verhalten und mit allen Informationen sehr transparent umgegangen sei. In Solingen hatte das Unwetter vor allem im Stadtteil Unterburg massive Schäden angerichtet.

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