75 Jahre Berufsfeuerwehr

Erinnerungen an einen der ersten Berufsfeuerwehrmänner

Günter Schumacher hat die Ernennungsurkunde seines Vaters Friedrich Wilhem Schumacher aufbewahrt.
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Günter Schumacher hat die Ernennungsurkunde seines Vaters Friedrich Wilhem Schumacher aufbewahrt.

Die Berufsfeuerwehr feiert ihr 75-jähriges Bestehen mit einem Festakt am Samstag in der Ohligser Festhalle.

Von Lucas Hackenberg

Solingen. Er war einer der ersten: Friedrich Wilhelm Schumacher, 1920 geboren, schloss unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg die Grundausbildung im erst zweiten Lehrgang zum Berufsfeuerwehrmann ab. Günter Schumacher erinnert sich gerne an Anekdoten seines Vaters zurück. Fein säuberlich geordnet behielt er neben den Geschichten auch Dokumente sowie Urkunden und Zeitungsartikel, in denen die Arbeit seines Vaters gleich mehrfach Erwähnung und höchste Beachtung findet.

Ein Jahr, bevor sich Schumacher beworben hatte, war es auf Anordnung der britischen Besatzungsmacht zur Bildung der Berufsfeuerwehr gekommen. Als Gründungsdatum gilt der 10. September 1947. Heute, 75 Jahre und sieben Tage später, wird dieses Jubiläum mit einem Festakt in der Festhalle Ohligs gewürdigt.

Schumacher konnte sich vom Feuerwehrmann über den Brandmeister bis hin zum Brandoberinspektor arbeiten. „Die ersten Jahre machte er sehr viele 24-Stunden-Dienste und kümmerte sich an seinen freien Tagen zusätzlich noch liebevoll um die Familie und die Landwirtschaft“, erinnert sich Sohn Günter. Aus Leichlingen sei sein Vater zehn Jahre lang täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit und wieder zurück gefahren. „Ab 1959 haben wir dann in Solingen gewohnt.“

Manche Einsätze vergisst man nie

Die letzten Jahre vor seiner Pensionierung 1980 verbrachte Friedrich Wilhelm Schumacher im gehobenen Dienst. Unter anderem leitete er die Abteilung für Elektro- und Nachrichtentechnik. „Mein Vater kannte sich sehr gut mit Funkgeräten aus und reagierte stets mit Neugier auf die Neuerungen in diesem immer moderner werdenden Sektor“, sagt Günter Schumacher. Doch auch emotionale Geschichten aus seiner Anfangszeit hatte er von seinem Vater immer wieder erzählt bekommen. Im Gerüst der Müngstener Brücke hängengebliebene Menschen oder der Brand der Stadthalle 1957 – Erfahrungen, die einen prägenden Eindruck hinterließen.

Am 11. Juni 2014 starb Friedrich Wilhelm Schumacher mit 93 Jahren. Seiner Familie und seinen zahlreichen Wegbegleitern blieb er stets als das in Erinnerung, was Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen noch heute sind: als Held des Alltags.

Lesen Sie auch: Das ist der Stand bei der neuen Feuerwache in Ohligs

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