Bildung

Eltern wehren sich gegen Pläne für Erika-Rothstein-Schule

Der Standort Deller Straße der Erika-Rothstein-Schule wurde ein Jahr lang energetisch saniert. Foto: Christian Beier
+
Der Standort Deller Straße der Erika-Rothstein-Schule wurde ein Jahr lang energetisch saniert.

Schüler sollen ab August auf drei Standorte verteilt werden.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Ein Jahr lang wurde das Gebäude Deller Straße der Erika-Rothstein-Schule in Wald energetisch saniert. Seit Sommer 2019 waren Klassen im Gebäude der ehemaligen Hauptschule Ohligs am Rennpatt untergebracht. Doch bei der Rückkehr aller Klassen nach Wald gibt es nun Probleme. Bei einer Schulpflegschaftssitzung am Montagabend hätten die Eltern erfahren, dass etliche Räume nicht mehr genutzt werden könnten, berichtet Birgit Tijssens. Ihr elfjähriger Sohn ist ebenfalls betroffen. Da der Platz an der Deller Straße nicht mehr ausreiche, sollen die Schüler künftig auf drei verschiedene Gebäude verteilt werden: „Das ist für uns Eltern nicht tragbar“, sagt Birgit Tijssens.

Solingen: Man suche nach Lösungen, heißt es aus dem Rathaus

Demnach könnten die Klassen künftig an der Deller Straße, am Standort Fritz-Reuter-Straße sowie ersatzweise im ehemaligen Grundschulgebäude an der Wittkuller Straße unterrichtet werden. Die Eltern sorgen sich zudem um die offene Ganztagsbetreuung. „Ob nach den Sommerferien die Ganztagsbetreuung stattfindet, weiß man nicht“, berichtet Tijssens von der Schulpflegschaftssitzung: „Wenn, dann in sehr abgespeckter Form.“ An der Deller Straße stünden zudem der bisherige Konfliktraum sowie Therapieräume nicht mehr wie vorher zur Verfügung, sagt sie. Nach ST-Informationen wurden früher Räume genutzt, die nicht dafür vorgesehen waren.

Die Stadtverwaltung antwortet auf Anfrage, dass „mit Nachdruck an einer Lösung“ für die Erika-Rothstein-Schule gearbeitet werde. Gestern habe es dazu ein Gespräch zwischen Rektorin Susanne Baratti und Schuldezernentin Dagmar Becker gegeben, erklärt Stadtsprecherin Birgit Wenning. An der Erika-Rothstein-Schule gebe es Platzprobleme, weil die Schülerzahlen an den Förderschulen steigen. „Es mussten deshalb auch Schüler abgelehnt werden.“ Eine mögliche Variante sei deshalb tatsächlich, die Wittkuller Straße als dritten Standort für die Förderschule zu nutzen, bestätigt Wenning. „Die offene Ganztagsbetreuung wird aber ganz sicher angeboten werden.“

Der Übergangsstandort am Rennpatt kommt als Ausweichquartier nicht mehr in Frage. Dort muss die Schule definitiv ausziehen, weil das Gebäude im kommenden Schuljahr von der Grundschule Uhlandstraße genutzt wird. Diese wird auch energetisch saniert.

Die Eltern fürchten, dass nach der coronabedingten Pause erneut Einschränkungen auf ihre Kinder zukommen. „Und die Lehrer müssen zwischen drei Gebäuden wechseln“, sagt Birgit Tijssens.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Solinger nach Vulkanausbruch auf La Palma in Sicherheit gebracht
Solinger nach Vulkanausbruch auf La Palma in Sicherheit gebracht
Solinger nach Vulkanausbruch auf La Palma in Sicherheit gebracht
Coronavirus: Chefs in Solingen fordern Fragerecht für Impfstatus
Coronavirus: Chefs in Solingen fordern Fragerecht für Impfstatus
Coronavirus: Chefs in Solingen fordern Fragerecht für Impfstatus
Corona: Inzidenzwert unter 50 - Impfzentrum schließt am 30. September
Corona: Inzidenzwert unter 50 - Impfzentrum schließt am 30. September
Corona: Inzidenzwert unter 50 - Impfzentrum schließt am 30. September
Bussche-Kessel-Weg: Grüne wollen Sicherheit für Kleingärtner und Unterstützung der SPD
Bussche-Kessel-Weg: Grüne wollen Sicherheit für Kleingärtner und Unterstützung der SPD
Bussche-Kessel-Weg: Grüne wollen Sicherheit für Kleingärtner und Unterstützung der SPD

Kommentare