Sportausschusssitzung

Eissporthalle verlangt höchsten Einsatz

Der Haupteingang zur Eissporthalle, die voraussichtlich am 15. Oktober mit dem Eisbetrieb beginnt.
+
Der Haupteingang zur Eissporthalle, die voraussichtlich am 15. Oktober mit dem Eisbetrieb beginnt.

Im Sportausschuss erläutert der zukünftige Betreiber den Zustand.

Von Jürgen König

Solingen. Die Eissporthalle stand im Mittelpunkt der Sportausschusssitzung – seit langem ein Dauerbrenner unter den brisanten Themen der Solinger Sportpolitik. Wolfgang Lingen, Vorsitzender des EC Bergisch Land und Geschäftsführer der neuen Trägergesellschaft „Solingen Eissport gGmbH“, sorgte mit seiner Präsentation für ein parteiübergreifendes Staunen. „Es ist ein Trauerspiel, über viele Jahre hinweg ist einfach nichts gemacht worden“, erklärte Lingen. Bisheriger Betreiber war die Lebenshilfe, als Anschubfinanzierung erhielt der zukünftige Hausherr 163.000 Euro aus der Sportpauschale.

Der Chef der Eishockey-Raptors, die zusammen mit der Eiskunstlaufabteilung des Turnerbundes die Halle im Südpark sportlich nutzen, war mit einem Bündel an durchgeführten oder geplanten Maßnahmen in den Ausschuss gekommen. So war der zu erledigende Katalog mit Tauchmotorpumpe, Verdichter, Kältemittel Ammoniak, Lüftungs- und Notlichtanlage noch einmal gewachsen, die Eisaufbereitungsmaschine war defekt. „Wir haben ein gutes Netzwerk, die Eismeister kennen sich“, erzählte Lingen vom intensiven Kontakten nach Wiehl, von wo aus eine gebrauchte Maschine (Neupreis rund 100 000 Euro) erworben wurde. Und die ist rund zehn Jahre jünger als die zuletzt an der Birkerstraße im Dienst befindliche. All dies gehört zum ersten Baustein des Wirkens, fällt unter den Oberbegriff Instandsetzung 2022 und kann allen ehrenamtlichen Bemühungen zum Trotz doch nicht den gewünschten Start zum 1. Oktober ermöglichen. Wahrscheinlich steht das Eis am 15. Oktober bereit.

Wie dünn das Eis im Überlebenskampf der kleineren Hallen ist, zeigt das Beispiel Unna, wo im Januar der Abriss der nahezu baugleichen Halle erfolgen soll. Verdichter, Elektromotor, Ventile, Pumpen, 200 Sitzschalen – all das wandert jetzt kostenlos in die Klingenstadt. Und hier soll es noch lange Eissport geben, was in Sanierungsmaßnahmen ab 2023, einem aufgepeppten Programm und der deutlichen Verbesserung des gastronomischen Angebots im Bistro Niederschlag findet.

Damit sind Wolfgang Lingen und seine Mitstreiter noch längst nicht bei den Dingen angekommen, die in Phase Zwei angepackt werden sollen. Hallenbeleuchtung, Sanierung der maroden Flachdächer oder die Heizung, bei der nur einer von vier Kesseln läuft, verdeutlichen den notwendigen Tatendrang. Und dann steht da in den nächsten Jahren natürlich das Thema Energie, zum Beispiel über Wärmerückgewinnung, ganz oben auf der Agenda. Gut in diesem Zusammenhang: Die Dachkonstruktion befindet sich in einem sehr guten Zustand.

Politik dankt für Mut,Lebenshilfe hat investiert

„Wir hätten uns nicht träumen lassen, dass es so schlimm ist“, sprach der Vorsitzende des Ausschusses, Ernst Lauterjung (SPD), parteiübergreifend Dank für den Mut aus. Die Lebenshilfe selbst wies noch einmal auf die Transparenz und Kooperation der Übergabeverhandlungen hin, der Sanierungsstau sei aufgrund der fehlenden Profitabilität bekannt gewesen. Im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten habe man einen sechsstelligen Betrag investiert, so in die Brandmeldeanlage, Elektrik sowie die Sanierung der Sanitärräume und des Bistros.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Konzept soll Tumulte bei Imbiss-Eröffnung verhindern
Konzept soll Tumulte bei Imbiss-Eröffnung verhindern
Konzept soll Tumulte bei Imbiss-Eröffnung verhindern
Corona: Maskenpflicht wirft Fragen auf
Corona: Maskenpflicht wirft Fragen auf
Corona: Maskenpflicht wirft Fragen auf
Entscheidung zwischen Familie und Heim
Entscheidung zwischen Familie und Heim
Entscheidung zwischen Familie und Heim
Stimmung gegenüber Flüchtlingen aus der Ukraine kippt
Stimmung gegenüber Flüchtlingen aus der Ukraine kippt
Stimmung gegenüber Flüchtlingen aus der Ukraine kippt

Kommentare