Menschen helfen

Ehrenamtler brauchen Verstärkung

Die Organisatoren des Wohlfühlmorgens freuen sich auf weitere Mitstreiter.
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Die Organisatoren des Wohlfühlmorgens freuen sich auf weitere Mitstreiter.

Die Krisenzeiten machen sich bemerkbar. Immer mehr bedürftige Menschen nutzen das Angebot von Kirche und Maltesern.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Seit Jahren ist das niederschwellige Angebot der katholischen Kirchengemeinde St. Sebastian in Kooperation mit den Maltesern ein Erfolgsmodell. Aber wegen Corona ist die Zahl der ehrenamtlichen Helfer kleiner geworden, die Zahl bedürftiger Menschen, die einmal im Monat des Angebot des „Wohlfühlmorgens“ nutzen, dagegen größer.

Dazu auch: Zahl der bedürftigen Kinder in Solingen wächst

„Die Krisenzeit macht sich bemerkbar“, sagt dazu Bettina Heuschkel von der Pressestelle des Malteser Hilfsdienstes. „Zu uns geflüchtete Menschen aus Kriegsgebieten oder in Armut abgerutschte Bürger gibt es mehr denn je. Zu uns kommen Jung und Alt, auch ganze Familien.“ Aber nicht nur finanzielle Not führt zu Bedürftigkeit, auch Vereinsamung ist ein zunehmendes Thema in der Gesellschaft.

Helfer gesucht

Ein Grund für das Team des Wohlfühlmorgens, sich nachdrücklich nach dauerhafter Verstärkung umzuschauen. „Wir suchen hilfsbereite Menschen ab 18, die uns vor Ort unterstützen“, sagt Heuschkel und betont, dass es keine Altersgrenze nach oben gebe und auch, dass Helfer mit eigenem Migrationshintergrund ausdrücklich willkommen sind. Offen, zugewandt, sensibel, empathisch, kontaktfreudig und zupackend sollte man sein, besondere Kenntnisse seien nicht nötig.

Es gibt Schulungen, zum Beispiel für Interessenten einen Erste-Hilfe-Kurs oder ein verstärkendes Sozialkompetenz-Coaching in Betreuungshelfer-Lehrgängen. Bei einem ersten Gespräch werde gemeinsam ausgelotet, an welcher Stelle der Teamarbeit der- oder diejenige am besten aufgehoben sei.

Zu uns kommen Jung und Alt, auch ganze Familien.

Bettina Heuschkel, Pressestelel des Malteser HIlfsdienstes

Nicht nur ein leckeres und reichhaltiges Frühstück wird am letzten Samstag des Monats für die Gäste des Wohlfühlmorgens hergerichtet. In entspannter Atmosphäre gibt es sogar gelegentlich Livemusik und die Möglichkeit, sich vom Friseur die Haare schneiden zu lassen. Auch eine professionelle Fußpflege wird angeboten. Ärzte kommen, um bei medizinischen Problemen zu helfen, und für Hilfe im Umgang mit Behörden, wie zum Beispiel dem Ausfüllen von Antragsformularen, ist auch gesorgt.

Pfarrer Meinrad Funke als Seelsorger versucht, regelmäßig als Ansprechpartner da zu sein und hat ein offenes Ohr für Sorgen oder Kümmernisse. Aber auch das gesamte Team des Wohlfühlmorgens ist gerne zu Gesprächen bereit und freut sich über den Austausch. „Wir lassen niemanden mit seinen Ängsten allein“, steht als Motto über dem Konzept des Angebots.

Wer mag, kann in der nahe gelegenen Kleiderkammer in Ruhe nach passender Ausstattung schauen.

„Schon wenn wir an dem jeweiligen Samstagmorgen die Türe aufschließen, blicken wir in viele erwartungsvolle Gesichter“, berichtet Wolfgang Guenther vom Malteser-Hilfsdienst. Der Wohlfühlmorgen finanziert sich durch Spenden. „Um den ansteigenden Zulauf bewältigen zu können, benötigen wir Unterstützung in Form von Sach- und Geldspenden für Lebensmittel und Hygieneartikel“, sagt Bettina Heuschkel.

Termin: Der nächste Wohlfühlmorgen findet statt am Samstag, 29. Oktober, von 8.30 bis 11 Uhr im katholischen Pfarrheim an der Hackhauser Straße 16 in Ohligs.

Kontakt: Tel. (02 12) 2 06 39 71, E-Mail: tbd.solingen@malteser.org

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