Grundsteinlegung an der Eintrachtstraße

Effiziente TBS helfen, Gebühren zu sparen

Frank Knoche (von links), Wolfgang Schulte und Martin Wegner legten den Grundstein für den TBS-Neubau.
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Frank Knoche (von links), Wolfgang Schulte und Martin Wegner legten den Grundstein für den TBS-Neubau.

An der Eintrachtstraße wurde der Grundstein für den neuen Verwaltungssitz der Technischen Betriebe gelegt. Schon Ende 2023 soll das Gebäude fertiggestellt sein.

Von Philipp Müller

Solingen. Frank Knoche, grüner Vorsitzender des Zentralen Betriebsausschusses des Rats der Stadt, lobte, dass an der Eintrachtstraße nun ein modernes, umweltfreundliches Gebäude entstehen werde. Anlass war die Grundsteinlegung für den neuen Verwaltungsbau der Technischen Betriebe der Stadt Solingen (TBS). Es soll Ende 2023 fertiggestellt sein.

Diese Konzentration der Arbeitsplätze an einem Ort spare auf Dauer Geld, ist sich der Technische Betriebsleiter der TBS, Martin Wegner, sicher. Mit Effekt: Denn je wirtschaftlicher die TBS arbeiten, desto geringer können in der Folge auch die Gebühren ausfallen oder stabil bleiben, die die Solinger für die Leistungen der TBS zahlen müssen.

Solingen: Abfallberatung der TBS soll an neuen Standort ziehen

Die Solinger sollen den Neubau auch als Anlaufstelle für die Abfallberatung der TBS nutzen können. Der Kaufmännische Betriebsleiter der TBS, Ralf Weeke (SPD), und Martin Wegner stellten das zumindest als Plan in Aussicht, wenn die Politik zustimmen sollte.

Dem Neubau war eine monatelange Debatte vorausgegangen. Anwohner fürchteten zusätzlichen Verkehr. Umweltschützer beklagten, dem TBS-Bau müssten zu viele Bäume weichen. Am Ende setzten sich alle zusammen und loteten einen Kompromiss aus. Das habe sogar bis eine Stunde vor Beginn der entscheidenden Sitzung des Zentralen Betriebsausschusses angehalten, verdeutlichte Frank Knoche in seiner Rückschau nochmals vor den Vertretern der Politik, der Verwaltung und der TBS an der Baustelle.

Ralf Weeke berichtete am Rande, der Bau werde etwa für 120 Mitarbeitende der TBS ausgerichtet sein. Der überwiegende Teil betrifft die Müllwerker, die täglich den Müll abholen und verarbeiten. Sie erhalten im Bau ihre Spinde und Umzugsmöglichkeiten. Der Rest verteilt sich auf Verwaltungsarbeitsplätze rund um das Thema Müll und das nahe Müllheizkraftwerk.

Frank Knoche bedauerte, dass nicht schon im ersten Schritt eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes eingerichtet wird. Doch dabei soll es nicht bleiben, erklärte Martin Wegner. Der Technische Betriebsleiter der TBS sprach von Gesprächen mit der Genossenschaft Bürgerenergie, die dort eine Anlage errichten könnte. Will sie das nicht, werden die TBS der Politik vorschlagen, das selbst in die Hand zu nehmen. „Im Gebäude werden schon alle Leitungen eingebaut werden, die die Umsetzung einer Photovoltaikanlage leicht möglich machen“, betonte Wegner.

Wie der Neubau in der Dimension aussehen wird, erläuterte bei der Grundsteinlegung Wolfgang Schulte von der den Bau ausführenden Firma Hubert Mees. Seit sechs Wochen liege die Baugenehmigung vor, nun startete die Arbeit für den Rohbau auf einer Fläche von 875 Quadratmetern. 2500 Quadratmeter Grünfläche mit Baumbestand wird es geben – um diesen Posten war bis zuletzt gerungen worden.

Für die Mitarbeiterschaft werden zudem Parkplätze angelegt. Sie sind zum Teil mit Ladeinfrastruktur für E-Autos ausgestattet. Doch die Nutzung bleibe den Dienstfahrzeugen vorbehalten, sagte Ralf Weeke. Auch dieser Weg soll Geld einsparen, denn im nahen Müllheizkraftwerk wird Strom produziert, der am neuen Verwaltungsstandort der TBS eingesetzt wird.

Zugleich boten in ihren Reden Martin Wegner von den TBS und Frank Knoche für die Politik auch einen Ausblick in die Zukunft. Wegner erklärte, das Gebäude könne zu einem späteren Zeitpunkt, bestehe der Bedarf, leicht um ein Geschoss erhöht werden. Frank Knoche hoffte vor den Gästen der Grundsteinlegung darauf, bald auch einen Grundstein für eine Anlage legen zu können, die grünen Wasserstoff am Müllheizkraftwerk produzieren soll.

Abfallberatung

Die Technischen Betriebe Solingen (TBS) sind nicht nur Dienstleister in Sachen Müll, indem sie ihn entsorgen. Bürgerinnen und Bürger können sich in Sachen Müll, egal ob Fragen zur Trennung, Vermeidung oder zu Sondermüll bestehen, beraten lassen: Die TBS haben das umfassend zusammengefasst:

https://t1p.de/prs09

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