Vorbereitungen für die Sanierung laufen

Düsseldorfer Straße: Stadt eröffnet Baubüro

Stadtentwicklerin Miriam Macdonald und Frank Werner Grauvogel (TBS) mit einer schematischen Darstellung der Düsseldorfer Straße (grau). Im Hintergrund – im Haus mit der Nummer 33 – soll noch in diesem Monat das Baubüro eröffnen.
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Stadtentwicklerin Miriam Macdonald und Frank Werner Grauvogel (TBS) mit einer schematischen Darstellung der Düsseldorfer Straße (grau). Im Hintergrund – im Haus mit der Nummer 33 – soll noch in diesem Monat das Baubüro eröffnen.

Geplante Arbeiten sollen vor Ort erklärt werden.

Von Björn Boch

Ohligs. Voraussichtlich im vierten Quartal starten die Arbeiten auf der Düsseldorfer Straße. Sie werden gut ein Jahr dauern und das Dürpelfest einschränken. Das werde in den Planungen soweit möglich berücksichtigt, betonen die Macher der Stadt, könne aber nur abgespeckt stattfinden (). Spätestens Ende 2023 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein – nicht zuletzt, weil die Förderperiode endet, berichten Miriam Macdonald, Abteilungsleiterin Stadtentwicklung, und Frank Werner Grauvogel, Abteilungsleiter Planen und Bauen bei den Technischen Betrieben Solingen (TBS).

Ende August eröffnet in der Düsseldorfer Straße 33 ein Baubüro. „Falls jemand Besonderheiten hat, eine Anlieferung etwa während der Bauarbeiten, kann er sich dort melden. Natürlich stehen wir auch für Fragen zur Verfügung“, sagt Grauvogel. Das Büro solle genutzt werden, um zu erklären: „Es gibt auf Baustellen viele technische Notwendigkeiten. Nur weil man ein paar Tage niemanden sieht, heißt das nicht, dass nicht gearbeitet wird.“

Stadtentwicklung: Ausschreibung zur Düsseldorfer Straße endet bald

Die Sanierung werde im „laufenden Betrieb“ durchgeführt, so dass die Erreichbarkeit der Geschäfte gesichert sei. „Natürlich wird es laut und staubig, das ist bei Bauarbeiten so. Aber wir halten die Einschränkungen so gut es geht in Grenzen“, sagt Macdonald. Für Eigentümer, Händler und Anwohner ist eine Informationsveranstaltung geplant. „Wir machen eine gut laufende Fußgängerzone rechtzeitig fit für die Zukunft“, betont die Stadtentwicklerin.

ST

Bei der Kommunikation hilft die Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG). „Wir nutzen das Stadtteilbüro als Basis für Veranstaltungen und als Raum für den Austausch mit Architekten und der Stadtentwicklungsplanung“, sagt ISG-Geschäftsführerin Gloria Göllmann. „Wir sind auch Partner für die Gestaltung des öffentlichen Raums, der atmosphärischen Beleuchtung und mit Patenschaften für das Hochbeet.“ Die Arbeiten im Detail:

Pflaster: Das hellere Pflaster auf der Düsseldorfer Straße, das gut zu reinigen sein soll, mache die Straße freundlicher und reduziere die Hitze in Solingens wärmstem Stadtteil.

Multifunktionsband: Auf einem Teil der Fläche werden Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen, für Feste werde die Fußgängerzone variabel bespielbar sein. Die Gestaltung trage neuen Brandschutzbestimmungen Rechnung und lenke Fußgänger besser. Dazu komme ein Blindenleitsystem und, wo möglich, Barrierefreiheit. Grauvogel: „Wir sind mit den Eigentümern in Kontakt, damit die Anschlüsse passen. Wir werden aber nicht jeden Höhenunterschied ausgleichen können.“

Versorgung: Viel erneuert werde in nicht sichtbaren Bereichen. Grauvogel: „Vor allem die unterirdische Infrastruktur ist teilweise sehr alt.“ Hier gibt es Ausschreibungen mit den Stadtwerken, die Zeit und Geld sparen sollen.

Bäume und Bewässerung:18 Rot-Eschen sollen mit dem Klima besser zurechtkommen als die bisherigen Bäume. Zudem investieren die TBS in ein Bewässerungssystem und damit in die ökologische Infrastruktur. Das sei auch ein Beitrag zum Schutz vor Starkregen. Wasser werde soweit möglich von Bäumen und Grünflächen aufgenommen.

Beleuchtung: Die Düsseldorfer Straße erhält ein smartes, steuerbares Lichtkonzept. Aktuell führten die TBS entsprechende Berechnungen durch. Grauvogel: „Das ist energiesparend – und etwas, mit dem nicht jede Kommune punkten kann.“

Baumfällungen

Bäume kühlen eine Stadt – ihr Fehlen wird schnell spürbar: „Leider wurden die alten Bäume wegen der Rücksichtnahme auf die Nistsaison bereits im Februar gefällt: Letztlich ein Jahr zu früh, da die Bauarbeiten in der Fußgängerzone jetzt doch nicht vor dem Herbst beginnen. Das hat die Aufenthaltsqualität für diesen Sommer nicht gerade verbessert“, erklärt Frauke Pohlmann für die Ohligser Händler der OWG.

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