Veranstaltungen 2022

Dürpelfest, Marktfest und Zöppkesmarkt - So steht es um die Traditions-Veranstaltungen

Straßenfeste mit Livemusik. Wann Solinger wieder – wie hier beim Dürpelfest 2018 – groß feiern können, ist noch ungewiss. Archivfoto: up
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Straßenfeste mit Livemusik. Wann Solinger wieder – wie hier beim Dürpelfest 2018 – groß feiern können, ist noch ungewiss.

Veranstalter blicken auf das Jahr – wie es weitergeht, weiß noch keiner.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Bevor die vierte Infektionswelle im Herbst los rollte, hatten nahezu alle Veranstalter optimistisch damit gerechnet, dass 2022 nahezu „normal“ werden könnte. Nun aber setzen alle Organisatoren erneut zumindest kleine Fragezeichen hinter all die Feste im Solinger Jahreskalender, die früher so selbstverständlich durch den Frühling, Sommer und Herbst begleitet haben.

Gloria Göllmann, Geschäftsführerin der Ohligser Immobilien- und Standortgemeinschaft gibt sich– wie schon im letzten Jahr – vorsichtig optimistisch, was das bevorstehende Dürpelfest angeht. „Aber als verantwortliche Projektleiterin sehe ich persönlich solch ein Superspreader-Event mit knallvollen Bühnenshows und 25 Bierständen nicht, solange es derart viele Impfverweigerer gibt, und gehe davon aus, dass die OWG als Veranstalter diese Einschätzung teilt“, sagt sie. Eine Einlass-Regelung in der Ohligser City ergäbe, wegen der Kontrollen an sehr vielen Zugängen und den damit einhergehenden Umsatzeinbußen für die Mitwirkenden, keinen Sinn.

Folglich seien möglicherweise alternative kleinere Veranstaltungen sinnvoller, etwa Baustellen-Partys, die zugleich die Umgestaltung der Ohligser City bürgernah flankieren könnten. „Außerdem könnten wir bei kleineren kontrollierbaren Events nachhaltiges Feiern in ganz Solingen üben, indem wir auf ein einheitliches Mehrweg-System und Spülmobile setzen und so Sicherheit vermitteln. Das bedeutet zwar auch Mehrkosten, aber für mich wäre dies das richtige Signal und vermittelbar.“

Solingen: Dragan Denic entscheidet im März über das traditionelle Marktfest

Dragan Denic von der Gräfrather Arge als Veranstalter des traditionellen Marktfestes Anfang Mai hofft auf eine Entspannung der Infektionslage und die Durchführung des Festes. Die Arge finanziere sich ausschließlich vom Marktfest und seit zwei Jahren seien diese Einnahmen bekannterweise ausgeblieben. Die Nebenkosten – Miete, Strom oder Versicherungen – liefen natürlich weiter und die Rücklagen würden dahin schmelzen. „Wir haben im Vorstand beschlossen, dass die Pandemielage bis März verfolgt wird und wir dann die endgültige Entscheidung treffen wollen“, sagt er. Kontakte mit Bands seien unter Vorbehalt aufgenommen worden. „Der Wunsch, das Fest durchzuführen, ist da, egal in welcher Form, aber wir werden natürlich die Realität abwarten müssen“.

Falk Dornseifer als Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Brauchtums in Solingen verweist auf die anstehende Jahreshauptversammlung Ende Januar, wo unter anderem der Zöppkesmarkt auf der Tagesordnung steht. „Grundsätzlich gehen wir davon aus, das wir alle bis dahin Licht am Ende des Tunnels sehen“, sagt er. Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass Feste der jeweiligen Corona-Lage angepasst werden und finanziell umsetzbar sein müssen.

Der Brauchtumsverein ist Mitglied im Initiativkreis Solingen geworden, um Kräfte zu bündeln und gemeinsam an Zielen für Solingen zu arbeiten. Von daher sollten Veranstaltungen wie Echt.scharf., der Zöppkesmarkt, das Dürpelfest oder Weinfeste in einem stadtweiten Gesamtkonzept gedacht werden. Auch eine Fete am Denkmol könnte künftig wieder eine Rolle spielen.

Planungen zum Brückengeburtstag sind angelaufen

Waldemar Gluch, Vorsitzender des Initiativkreises plädiert dafür, erst einmal alle konkreteren Planungen für 2022 ruhen zu lassen. „Angesichts der sich gerade aufbauenden Omikron-Welle erscheint es mir unseriös, sich vor März überhaupt dazu zu äußern, was vielleicht wie stattfinden kann“, sagt er ehrlich. Schließlich wolle er keine Erwartungen wecken, die dann vielleicht doch wieder enttäuscht werden müssten.

„Die Planungen zum Brückengeburtstag sind angelaufen und es gibt erste Ideen zum Jubiläum der Bergischen Symphoniker“, sagt Stadtsprecherin Sabine Rische. Konkret sei aber noch nichts. „Wir hoffen natürlich sehr, dass Corona uns keinen Strich durch die Rechnung macht, da muss man einfach abwarten.“

Bislang sind diese Feste für das laufende Jahr 2022 geplant

Gräfrather Marktfest, 6. bis 8. Mai
Dürpelfest, 20. bis 22. Mai
Sommerparty, 12. bis 14. August
125. Geburtstag von Müngstener Brücke und 25 Jahre Bergischen Symphoniker: 26. bis 28. August
Zöppkesmarkt: 9. bis 11. September

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