Coronavirus

Dürpelfest ist abgesagt – Zöppkesmarkt noch ungewiss

Erneut muss das Dürpelfest in Ohligs wegen der Pandemie abgesagt werden.
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Erneut muss das Dürpelfest in Ohligs wegen der Pandemie abgesagt werden.

Brauchtumsverein sucht Gespräch mit allen Veranstaltern.

Solingen. 100 000 Menschen zu einem Dürpelfest einzuladen, das könne man nicht, wenn Kontaktbeschränkungen allerorten diskutiert werden. Von daher war es für Gloria Göllmann, Geschäftsführerin der Immobilien- und Standortgemeinschaft Solingen-Ohligs, schon länger klar, dass nach der ersten Absage 2020 auch in diesem Jahr kein Dürpelfest, das vom 14. bis 16. Mai geplant war, stattfinden kann. Deshalb habe der Vorstand der Ohligser Werbegemeinschaft (OWG) das Fest jetzt abgesagt.

„Angesichts der aktuellen Situation sehe ich erst im Sommer Veranstaltungen mit Besuchern“, so Gloria Göllmann. In Ohligs sei man aber sehr spontan und flexibel. „Wenn etwas möglich ist, können wir innerhalb von einer Woche auch Dinge auf die Beine stellen.“ Derzeit blicke sie auf den nächsten Stichtag am 19. April, an dem die Ministerpräsidentenrunde über das weitere Vorgehen entscheiden will. „Wenn dann die Außengastronomie beispielsweise wieder erlaubt wird, kann ich mir auch vorstellen, eine kleine Bühne aufzustellen“, so Göllmann.

„Für einen Trödelmarkt sind die Regeln noch nicht klar.“

Falk Dornseifer Zöppkesmarkt-Veranstalter

Falk Dornseifer, Vorsitzender des Vereins zur Förderung des traditionellen Solinger Brauchtums, hat mit Blick auf den von ihm organisierten Zöppkesmarkt noch etwas mehr Zeit. Das größte Solinger Volksfest in der Innenstadt ist traditionell für das zweite September-Wochenende geplant. Auch der Zöppkesmarkt musste 2020 ausfallen.

„Wir werden jetzt noch Ostern abwarten, dann aber im April auf jeden Fall das Gespräch mit allen Veranstaltern der großen Feste suchen“, erklärt Falk Dornseifer auch mit Blick auf die Sommerparty im August. Mit Waldemar Gluch, dem Vorsitzenden des Initiativkreises Solingen, stehe er bereits im Gespräch. „Wenn wir nicht alle an einen Tisch holen dürfen, werden wir notfalls per Videokonferenz miteinander sprechen.“

Derzeit sieht er auch im Sommer noch kein Volksfest als Massenveranstaltung. „Ein See-You-Konzert mit tausenden Zuschauern kann ich mir derzeit noch nicht vorstellen.“ Aber ein Trödelmarkt sei beispielsweise denkbar. „Aber auch da sind die Regeln noch gar nicht klar. Muss der beispielsweise eingezäunt sein? Das geht in der Innenstadt ja nicht.“

Der Zöppkesmarkt-Verein überlegt derzeit aber auch in andere Richtungen. So könne aus der bisherigen Rechtsform des Vereins, der derzeit eine Unternehmergesellschaft (UG) ist, ein Inklusionsunternehmen werden, das dann Veranstaltungen plant und Hygienekonzepte erarbeitet. „Dafür gibt es Fördermittel, und es könnten auch Menschen mit Behinderung beschäftigt werden“, so Dornseifer.

In unserem Live-Blog finden Sie alle Informationen rund um das Coronavirus in Solingen. Der Blog wird laufend aktualisiert.

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