Beratungsgespräche finden statt

Drogenberatung in Solingen per Telefon oder Videochat

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Kontaktladen Faxe hat freitags geöffnet.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Bernd Reinzhagen, geschäftsführender Vorstand des Vereins „Jugend- und Drogenberatung Anonym“, gibt sich zuversichtlich und positiv: Trotz der aktuellen Corona-Krise fänden regelmäßig Beratungsgespräche statt: „Allerdings nicht von Angesicht zu Angesicht, sondern entweder via Telefon oder Videochat“, berichtet er. „Nach kurzem Luftanhalten und Durchatmen – sowohl bei Ratsuchenden wie auch bei uns – hat sich dieser Weg recht schnell etabliert und auch gut bewährt.“

Natürlich sei das nicht optimal. „Aber in dieser Ausnahmephase geht das ganz gut.“ Sowohl die Stadt als auch der LVR als Kooperationspartner hätten schnell und zügig mitgespielt. Der Kontaktladen Faxe am Entenpfuhl, in dem regelmäßig ein Spritzentausch möglich ist, in dem geduscht und gewaschen werden kann und der für viele Kunden die offizielle Postanschrift ist, schließt derzeit nur freitags seine Tür auf.

Weitere Ausgabestelle des Projektes „Suppenküche to go“

„Wir schaffen personell nicht mehr. Viele unserer Mitarbeiter sind im Homeoffice und natürlich müssen wir während der Öffnungszeiten die Hygiene- und Distanzregeln streng beachten und umsetzen. Da haben wir eine hohe Verantwortung, auch gegenüber unserem Team.“

Die Kontaktstelle ganz zu schließen, sei kein Thema. Ab dieser Woche werde die Faxe weitere Ausgabestelle des Projektes „Suppenküche to go“, so dass hier montags und donnerstags Mahlzeiten zum Aufwärmen abgeholt werden können. Drei Gemeinden – die Evangelische Gemeinde Wald und die Katholischen Gemeinden St. Clemens und St. Sebastian – hatten gemeinsam einen mobilen Ersatz für die Suppenküchen ins Leben gerufen. Partner wie die Stadtverwaltung und die Bethe-Stiftung haben das ermöglicht.

Sorgen macht sich das rund zehnköpfige Drogenberatungsteam um die derzeit wenig in Erscheinung tretenden Abhängigen. „Die üblichen Treffpunkte sind verwaist, wir müssen jetzt erst einmal abwarten, wo sie untergeschlüpft sind“, sagt Reinzhagen. Auch das Prophylaxe-Programm sei derzeit durch die Schulschließungen zum Erliegen gekommen. Er persönlich sei gespannt und durchaus skeptisch, ob nach den Sommerferien alles wieder normal anlaufen könne. „Ich fürchte, wir haben noch lange nicht die Möglichkeiten, für unsere Aufklärung und Vorbeugung auf Schulen als Kooperationspartner zu setzen.“

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