Konzert

Dreifache Hommage an Giovanni Bottesinis

Junsu Chun kam auf Einladung des Veranstalters Frank Kistner nach Solingen. Foto: Michael Schütz
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Junsu Chun kam auf Einladung des Veranstalters Frank Kistner nach Solingen.

Konzerte im Salon 122 würdigen das Werk Giovanni Bottesinis.

Von Holger Hoeck

Solingen. In wenigen Wochen jährt sich der 200. Geburtstag des italienischen Komponisten, Dirigenten, Pädagogen und begnadeten Kontrabassisten Giovanni Bottesini. Und wie Kollegen auf der ganzen Welt luden auch die Berufsmusiker Frank Kistner und Junsu Chun zu Konzerten zu seinen Ehren. In drei jeweils rund einstündigen Darbietungen präsentierten sie Werke Bottesinis auf ihren viersaitigen Streichinstrumenten im Höhscheider Salon 122.

„Giovanni Bottesini war nicht nur ein herausragender Komponist zahlreicher Opern, der es zudem als Pädagoge zum Leiter des Konservatoriums von Parma brachte. Manchem ist auch sein Name als Dirigent, insbesondere der Uraufführung von ‚Aida‘ seines Freundes Giuseppe Verdi an Heiligabend 1871 in Kairo, geläufig. Die meisten Musiker kennen ihn jedoch als genialen Kontrabass-Virtuosen, dessen Werke bis heute von zahlreichen Solisten gespielt werden“, erläuterte Kistner. Der ist seit 1995 stellvertretender Solo-Kontrabassist der Dortmunder Philharmoniker und begegnete dort vor vier Jahren erstmals seinem südkoreanischen Kollegen Chun.

Danach bewiesen beide ihre Fähigkeiten und ließen bei der Präsentation von Bottesinis „Gran Duetto Nr. 1“ ihre Bögen professionell über die Instrumente gleiten, um diesen mal ruhigere, dann wieder schwungvollere Klänge zu entlocken und sie schließlich harmonisch zusammenzuführen.

Musikern war die Freude an ihrem gemeinsamen Projekt anzumerken

Bei kurzen Blickkontakten und freundlichem Lächeln war den Musikern anzumerken, dass sie selber großen Spaß während ihres ersten gemeinsamen Projekts verspürten. „Wir verstehen uns sehr gut und wollten unbedingt mal etwas zusammen machen. Es ist schön, dass dies so wunderbar geklappt hat“, freute sich Kistner, der ebenfalls als Dozent an der Musikschule Solingen tätig ist.

Um auch diesmal dem Konzept des von Kistner 2012 realisierten Konzepts des „Höhscheider Salons“ gerecht zu werden, Musik und Literatur miteinander zu verbinden, rezitierte er in den Spielpausen aus der tragikomischen Geschichte „Die beiden Violinen“ des italienischen Schriftstellers Riccardo Bacchelli.

Der Höhscheider Salon, Neuenhofer Straße 122, öffnet wieder am 21. November, 16 und 18 Uhr, mit der Veranstaltung „Beethoven trifft Hölderlin“.
hoescheider-salon@web.de

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