Trauer

Dr. Uta D. Rose ist nach kurzer schwerer Krankheit gestorben

Am 11. Dezember verabschiedete sich Dr. Uta D. Rose von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Philosophie-Cafés. Archivfoto: Andreas Horn
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Am 11. Dezember verabschiedete sich Dr. Uta D. Rose von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Philosophie-Cafés.

Der Austausch mit anderen Menschen war ihr wichtig.

Von Susanne Koch

Solingen. Mit dem Thema „Die Meinung der Anderen oder wie hältst Du es mit dem Andersdenkenden“ verabschiedete sich Dr. Uta D. Rose am Samstag, 11. Dezember, von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Philosophie-Cafés, das VHS und Stadtbibliothek gemeinsam veranstalteten. Im Jahr 2000 hatte sie mit diesem Format angefangen und es seitdem erfolgreich fortgeführt. Jetzt etwas über zwei Monate später ist Dr. Uta D. Rose tot. Sie starb mit 76 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit am 15. Februar in der St. Lukas Klinik.

Dr. Uta D. Rose wurde in Düsseldorf geboren. Erste Erfolge errang sie als Jugendliche beim Leistungsschwimmen, mit ihrer Düsseldorfer Mannschaft holte sie in den späten 50er und frühen 60e Jahren sieben Deutsche Meisterschaften, einzeln errang sie eine Deutsche Vizemeisterschaft.

Die Disziplin und die Ausdauer, die sie für die Wettkämpfe brauchte, haben sie bis zu ihrem Tod nicht mehr verlassen. 1977 kam sie der Liebe wegen nach Solingen, heiratete. Ihr Sohn Benjamin wurde geboren.

Ihr zweites Leben begann sie mit etwa 50 Jahren. Sie studierte an der Gesamthochschule Wuppertal Philosophie, Pädagogik und Politikwissenschaften. 2004 erfolgte ihre Dissertation zum Thema „Die Komplexität politischen Handelns.“ Die Philosophin Hanna Arendt blieb ihr immer eine sehr wichtige Denkerin.

Ihre geistliche Heimat fand sie in der Gemeinde Dorp

Dr. Uta D. Rose philosophierte mit Kindern, sie lehrte als Dozentin zu diesem Thema an der Uni, bot philosophische Beratungen an, nahm an Kongressen teil, hielt Vorträge und schrieb überregionale Fach-texte. Für das Internationale Frauenzentrum Solingen führte sie Interviews mit Frauen aus drei Flüchtlingsgenerationen, die in dem Buch „Neue Heimat Solingen“ veröffentlicht wurden.

Und dabei blieb sie bescheiden, ehrlich und immer auf dem Boden, ihr war der Austausch und das Denken mit allen Menschen wichtig, ihr feiner Humor wurde gerne gemocht. Ihre geistliche Heimat fand sie in der Gemeinde Dorp bei Pfarrer Jo Römelt und im Evangelischen Kirchenkreis wurde sie eine der Apostelinnen, die Kirchenferne ansprechen sollten.

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