Eröffnung

Die Strohner Brücke ist freigegeben

Endlich können Wanderer und Fahrradfahrer die Strohner Brücke wieder benutzen.
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Endlich können Wanderer und Fahrradfahrer die Strohner Brücke wieder benutzen.

Für rund 2 Millionen Euro entstand ein Ersatz für die alte Wupperüberquerung.

Von Philipp Müller

Solingen. Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) und Baudezernent Andreas Budde (parteilos) durchschnitten gestern das berühmte Band und gaben die neue Strohner Brücke frei. Als das in den Stadtfarben Blau und Gelb gehaltene Stück Stoff fiel, erklärt Kurzbach: „Hiermit erklären wir die neue Brücke für eröffnet.“ Nutzen können sie Fußgänger und Radfahrer. Am Ende kostete das Bauwerk in Messerform rund 2 Millionen Euro, davon trug die Stadt Solingen 700.000 Euro. Darin gehen knapp 100.000 Euro aus einer Spende der Solinger Bürger auf, für die das Solinger Tageblatt 2018 geworben hatte. Den Rest trug das Land NRW.

Alles zur Strohner Brücke

Andreas Budde (links) und Tim Kurzbach gaben die Brücke frei.

Der Neubau war notwendig geworden, weil die alte Brücke im Juli 2016 wegen Baufälligkeit gesperrt werden musste. Sie war im Eigentum der Stadtwerke Solingen, die sich zunächst außerstande sahen, eine Ersatzbrücke zu bauen. Aber den Abriss der alten Anlage übernahm der Energieversorger. Die Stadt Solingen hob 2016 die hohe Bedeutung eines Neubaus für Kurz- und Erholungstouristen hervor.

Architektin Tanja Groß-Haug entwarf das Bauwerk.

Entstanden ist eine Brücke mit viel Stahl – dem Werkstoff für Messer. Edelstahlgeländer geben Sicherheit und die geschwungenen Bögen setzen das Bauwerk von Brücken „von der Stange“ ab. Zufrieden zeigte sich Architektin Tanja Groß-Haug, die den Entwurf erstellt hatte

Die ST-Leser hatten ihre Idee einer Brücke in Messerform ausgewählt. Auf der neuen Brücke erklärte sie die Idee. So sehe die Brücke von der Seite betrachtet wie ein Messer aus. Steht man auf der Brücke, ist der Boden der Brücke ebenfalls wie eine Klinge gestaltet. Dadurch ergibt sich Richtung Unterburg eine Ausbuchtung. In sie kommen im Frühjahr 2023 Sitzgelegenheiten. Groß-Haug lobte die Technischen Betriebe Solingen (TBS) als Bauherr. Alle kleinen und großen Änderungen an den Planungen seien auf Augenhöhe umgesetzt worden.

Bau aus Stahl spannt sich in Strohn am Tierheim über die Wupper.

Im Tierheim zeigte sich eine Mitarbeiterin von der Öffnung erleichtert. Jetzt gehe es wieder schnell ins Tal des Betramsmühler Bachs, das sei für die Hunde wichtig. Das Tierheim und sein Imbiss hatten lange unter der Sperrung der Brücke wegen ausbleibender Wanderer gelitten.

Auch der Boden des Bauwerks hat Messerform.

Bei der Eröffnung lobte OB Kurzbach das Team hinter der Brücke: „Das haben Sie gut hinbekommen.“ Er betonte, dass es nicht ganz einfach gewesen sei, die Brücke in einem Naturschutzgebiet zu errichten. Einer aus diesem Team ist TBS-Bauleiter Stephan Mayr. Dass die Brücke am Ende zwei statt einer Million Euro kostet, wunderte ihn nicht.

Die ersten Planungen hätten noch viele Kostenstellen nicht berücksichtigen können. Daher wolle er nicht von einer Verdopplung der Kosten sprechen. Erst in der konkreten Umsetzung der Pläne würde sich der wahre Aufwand zeigen. Aber häufige Lieferengpässe und gestiegene Materialkosten hätten schon mit zu den aktuellen Kosten beigetragen.

Im Frühjahr folgen die Stelen mit Solinger Spendernamen

Im Frühjahr soll es noch ein Fest zur Eröffnung der Strohner Brücke geben.

Eigentlich sei das alles nur ein Pre-Opening, sagte Kurzbach, man habe die Brücke jetzt schnell freigeben wollen. Für das Frühjahr kündigte er noch ein eigenes Fest an. Dann sollen auch die Stelen stehen. Auf ihnen werden die Spenderinnen und Spender aus der Solinger Bürgerschaft mit ihrem Namen, der in Messerklingen eingraviert ist, gewürdigt. Und die Brücke verliert auch ein Stück ihres jetzigen, teils scheckigen Aussehens, sagte Stephan Mayr. Der optische Mangel des Korrosionsschutzes werde bei wärmeren Temperaturen nachgebessert.

Tourismus

Die Brücke schließt jetzt wieder Lücken im Radtourismus- und Wanderwegenetz. So sind nun Glüder und Unterburg schneller miteinander verbunden. Die Stadt wirbt mit dem „Wanderparadies Solingen“.

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