Geplanter Neubau der Fußgänger- und Fahrradbrücke

Die Arbeiten an der Strohner Brücke beginnen

Ein Neubau soll die alte Brücke bei Strohn ersetzen.
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Ein Neubau soll die alte Brücke bei Strohn ersetzen.

Nächste Woche starten nach Rathaus-Angaben die Vorarbeiten zum Neubau der Brücke Strohn.

Solingen. Zunächst wird die Baustelle eingerichtet. Ab Oktober werden die alten Widerlager abgebaut, anschließend neue Widerlager und Pfeiler gebaut. Diese sollen vor der Hochwassersaison fertig sein. Im neuen Jahr werde der Brücken-Überbau hergestellt. -ate-

Unser Artikel vom 9. Juni 2021

Strohner Brücke wird noch einmal teurer

Neubau bei Glüder könnte im Sommer beginnen – wenn die Politik den Zusatzkosten zustimmt.

Von Andreas Tews

Die alte Brücke bei Strohn wurde abgerissen.

Solingen. Zum geplanten Neubau der Fußgänger- und Fahrradbrücke bei Strohn gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Die Ausschreibung könnte Ende Juni abgeschlossen werden und damit der Bau in den kommenden Wochen beginnen. Die schlechte ist allerdings: Der Bau würde rund 2 Millionen Euro kosten – doppelt soviel wie 2018 ursprünglich angenommen und um 522 000 Euro mehr als im städtischen Etat für 2021 eingeplant. Damit gebaut werden kann, müsste der Stadtrat am 24. Juni dem finanziellen Mehraufwand zustimmen.

Solingen: Bürger spendeten fast 100.000 Euro

Die frühere Wupperbrücke, auf der früher der Klingenpfad bei Strohn die Wupper querte, war marode und wurde vor gut sechs Jahren zunächst gesperrt und später abgerissen. Seitdem ist der Wanderweg an dieser Stelle unterbrochen. Ein schneller Neubau war seinerzeit aus Kostengründen nicht in Sicht. Daraufhin startete das Solinger Tageblatt zusammen mit dem Verschönerungsverein Solingen einen Spendenaufruf. Die Solinger spendeten daraufhin 97 555 Euro. Diese Summe übergab die Geschäftsführung des Verlags B. Boll an Vertreter des Rathauses. Die Spenden der Solinger fließen in den städtischen Eigenanteil ein. Nach den neuesten Berechnungen beträgt dieser Eigenanteil 677 000 Euro. Vor drei Jahren wurde er noch auf 316 000 Euro geschätzt, im Haushalt 2021 sind 403 000 Euro eingeplant.

Vor allem die Brückenbaukosten sind gestiegen

Bei den neuerlichen Mehrausgaben kommt der Stadt noch zugute, dass darin auch gestiegene Abrisskosten enthalten sind, die von den Stadtwerken übernommen werden. Zudem geht man im Rathaus von einer um rund 5000 Euro höheren Förderung durch das Land NRW (jetzt 735 000 Euro) aus.

Gestiegen sind vor allem die Kosten für den eigentlichen Brückenbau – und zwar um 381 000 Euro gegenüber der Planung von 2018. Dies führt Stadtdirektor Hartmut Hoferichter vor allem auf die allgemein in der Baubranche gestiegenen Preise zurück. Auch schlagen die Begleitumstände zu Buche, die bei einer Baustelle in einem Gebiet zu beachten seien, das unter besonderem Naturschutz stehe.

Auch bei den Planungskosten sei die Summe gegenüber 2018 um 340 000 Euro gestiegen, geht aus einer gestern veröffentlichten Vorlage für die Politik hervor. Hinzu kommen außer den Mehrkosten beim Abriss der alten Brücke weitere Mehrausgaben in kleinerem Umfang.

Ein „Abspecken“ brächte Einsparungen von 150.000 Euro

Wegen der deutlichen Verteuerung hat die Stadtverwaltung noch einmal geprüft, ob das Bauwerk auch weniger aufwendig erstellt werden könnte – unter anderem, ob auf die architektonisch anspruchsvolle Messerform der Brücke verzichtet werden sollte. Dies hätte laut Stadtverwaltung aber „nur“ eine Ersparnis von weniger als 150 000 Euro gebracht. Zudem hätte die Stadtverwaltung in einem solchen Fall nach eigener Einschätzung die Spenden zurückzahlen müssen. Gleiches müsste auch geschehen, wenn man ganz auf den Neubau verzichten würde.

Jetzt muss die Politik entscheiden

Das Rathaus schlägt der Politik jetzt vor, die Mehrkosten zu genehmigen. Findet sich im Rat eine Mehrheit, könnte der Auftrag laut Hoferichter sofort vergeben werden.

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