Nachfolger von Hartmut Hoferichter tritt am 15. Januar seinen Dienst an

Neuer Dezernent Andreas Budde: Das sind seine Zukunftsthemen für Solingen

Eine Woche nach seiner Wahl durch den Stadtrat stellte sich Andreas Budde gestern den Solinger Pressevertretern vor. Auf ihn warten viele richtungweisende Aufgaben. Foto: Christian Beier
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Eine Woche nach seiner Wahl durch den Stadtrat stellte sich Andreas Budde gestern den Solinger Pressevertretern vor. Auf ihn warten viele richtungweisende Aufgaben.

Andreas Budde, künftiger Planungs- und Umweltdezernent, stellt sich als Teamplayer vor.

Von Andreas Tews

Solingen. Bei vielen Zukunftsthemen sieht der künftige Planungsdezernent Andreas Budde die Stadt Solingen im Vergleich zu anderen Kommunen „ganz vorne an der Spitze“. Dies sei einer der Gründe gewesen, warum er sich in der Klingenstadt beworben habe. Ein anderer sei die Herausforderung, ein „breit angelegtes Ressort“ zu übernehmen, in dem er die Stadtentwicklung, die Nachhaltigkeit, die Verkehrswende und den Klimaschutz weiter voranbringen könne. Dies sei ein gutes Instrumentarium, um etwas zu bewegen.

Dass der Stadtrat den 50-Jährigen einstimmig zum künftigen Beigeordneten für Stadtplanung, Bauen Umwelt und Verkehr gewählt hat, sei ein Vertrauensbeweis und werde Budde zu Beginn den nötigen Rückhalt geben, zeigte sich der Noch-Amtsinhaber Hartmut Hoferichter bei der offiziellen Vorstellung seines Nachfolgers erfreut. Ihm selbst sei es wichtig gewesen, in seiner am 31. Dezember endenden Amtszeit die Entwicklung der Stadt- und Stadtteilzentren auf den Weg zu bringen. In Solingen sei aktuell extrem viel zu gestalten, erklärte auch Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD). Budde trete als Nachfolger Hoferichters zwar in „große Fußstapfen“. Dieser Veränderung werde man sich bei der Stadt aber mit Freude und Zuversicht stellen. Veränderung mache Solingen stark. Der Planungsdezernent soll neue Impulse setzen.

Budde sieht sich für die neuen Aufgaben gut gewappnet

Durch seine bisherige Tätigkeit als Technischer Beigeordneter im Kreis Viersen sieht sich Budde für die neuen Aufgaben gut gewappnet. Auch dort ist er unter anderem für die Themen Umwelt, Bauaufsicht und Abfallentsorgung zuständig. Darüber hinaus berate der Kreis die Städte und Gemeinden bei Themen der Bauleitplanung. Ideen bringt er nach eigenen Angaben auch zum Glasfaserausbau mit. Hier sei der Kreis Viersen „gut auf dem Weg“. Nicht zu unterschätzen seien, so ergänzte OB Kurzbach, auch die Erfahrungen Buddes mit der Bürgerbeteiligung. Die spiele in seinem künftigen Arbeitsbereich eine wichtige Rolle.

„Solingen ist bei den Zukunftsthemen ganz vorne an der Spitze.“

Andreas Budde, künftiger Planungsdezernent

Zu seiner Arbeitsweise befragt, erklärte der gebürtige Moerser, dass er im Team arbeite. Er könne nicht bei jedem Thema mit jedem Detail vertraut sein. Er sieht sich dafür verantwortlich, dass die Richtung und der große Rahmen stimme. Wenn er es für nötig halte, steige er aber tief in eine Materie ein. Er wolle eigene Ideen in die Fachthemen einbringen, lege dabei aber wert darauf, die Akteure vor Ort einzubinden. Dazu will sich der im Süden Düsseldorfs wohnende Budde in Solingen „vernetzen“, wie es ihm auch am Niederrhein gelungen sei.

Zu Solinger Themen zeigt sich Budde gut informiert, obwohl er bisher wenige direkte Kontakte zur Klingenstadt hatte. Diese waren – über die Metropolregion Rheinland und kommunalen Gesellschaften – beruflicher, aber auch privater Natur. Mit seiner Familie habe er in der Vergangenheit zum Beispiel Ausflüge ins Tal der Wupper zwischen Müngsten und Burg oder in den Gräfrather Tierpark Fauna unternommen, erklärt der verheiratete Vater dreier Kinder. Überhaupt sei die Familie Budde gerne an der frischen Luft und sportlich unterwegs. Dies wolle er – so es die Zeit zulässt – auch beibehalten.

Hintergrund

Dienstantritt: Andreas Budde (50) ist seit 2009 Technischer Dezernent des Kreises Viersen. Sein Amt Beigeordneter der Stadt Solingen für Planung, Bauen, Verkehr und Umwelt tritt er am 15. Januar 2022 an.

Vorgänger: Er wird in dieser Funktion Nachfolger von Hartmut Hoferichter, der Ende 2021 in den Ruhestand geht.

Stadtdirektor: Wer nach Hoferichter Stadtdirektor und damit Vertreter des Oberbürgermeisters wird, ist noch nicht klar.

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