Veranstaltung

Der Zöppkesmarkt 2022 findet statt – aber ohne Riesenrad

Falk Dornseifer und Gerd Brems auf dem „Dreirad“, mit dem sie oft auf dem Zöppkesmarkt unterwegs sind.
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Falk Dornseifer und Gerd Brems auf dem „Dreirad“, mit dem sie oft auf dem Zöppkesmarkt unterwegs sind.

Eine Alternative für das Riesenrad auf dem Zöppkesmarkt ist aber geplant. Allerdings gibt es zur Zeit noch weitere Probleme.

Von Björn Boch

Solingen. Der Zöppkesmarkt 2022 – der von Freitag, 9., bis Sonntag, 11. September stattfindet – muss in diesem Jahr ohne Riesenrad auskommen. Das erklärte Falk Dornseifer vom Brauchtumsverein am Freitag im ST-Gespräch. Die Baukräne für den Sparkassen-Neubau verhinderten ein Riesenrad am bisherigen Standort. Andere Ausweichflächen seien aus technischen Gründen nicht machbar oder für den Betreiber nicht geeignet gewesen. Stattdessen solle es eine kleinere Attraktion geben, etwa ein Kettenkarussell.

Schwierigkeiten gab es auch rund um die Anmeldungen. Die Seite zoeppi.de sei von einem Hackerangriff betroffen gewesen, lange sei man zum Beispiel nicht an E-Mails gekommen. Die Macher um Dornseifer und Gerd Brems sahen sich daher veranlasst, zur Sicherheit auf der Homepage zu betonen: „2022 gibt es einen Zöppkesmarkt.“

Traditionell beginne nun, wenige Wochen vor dem Markt, die heiße Phase. „Wir sind mit den Vereinen und den Spaßgruppen in Kontakt, fast alle machen wieder mit und wollen ihren traditionellen Standplatz haben“, freut sich Dornseifer. Mitte August wollen er und Brehms das Zöppkesmarkt-Plakat vorstellen und weitere Details zum Programm bekanntgeben. Dann folgten weitere Informationen etwa zur Zöppkesmarkt-Lotterie oder zur Auszeichnung für den originellsten Stand.

Der Zöppkesmarkt 2022 wird auch der erste ohne „Miss Zöpfchen“ sein.

Es sei ein Markt „in etwa in dem Umfang wie 2019“ geplant, man werde aber angesichts der Pandemie Rückzugsräume schaffen. „Es soll nicht überall so eng sein.“ Gesetzt ist der Kindertrödel rund um die Stadtkirche, Getränke- und Imbissbuden würden insgesamt wohl etwas mehr Raum einnehmen. „Aber wir wollen den Charakter des Zöppkesmarkts erhalten. Es soll keine Kopie des Dürpels werden.“

Da der klassische Trödel allerdings immer weiter zurückgehe, werde man sich nach dem Markt „zusammensetzen, um das eine oder andere neu zu denken“, sagt Dornseifer. Online-Kleinanzeigen wirkten sich auf Dauer auf das Trödelgeschäft aus.

Zu den geplanten Neuerungen gehört auch, dass die Unternehmergesellschaft (UG), die den Markt veranstaltet, zu einem gemeinnützigen und inklusiven Unternehmen werden soll, „mit dem wir Menschen mit Behinderung Arbeit und eine Aufgabe geben wollen“, erklärte Gerd Brems. Dieses gemeinnützige Unternehmen solle auch anderen Vereinen Hilfestellung leisten und etwa bei Sicherheitskonzepten beraten.

Wer sich für den Zöppkesmarkt anmelden will, kann das telefonisch unter (02 12) 520 88 521 tun oder per E-Mail: dornseifer@zoeppi.de

Standpunkt von Björn Boch: Spannender Neustart

bjoern.boch@solinger-tageblatt.de

Corona hat viele Pläne durchkreuzt. Dass es zwei Jahre lang keinen Zöppkesmarkt in Solingen gab, zählt sicher zu den prominentesten Einschnitten beim fröhlichen Teil des Lebens in der Stadt. Es ist daher gut, dass die Veranstalter klar sagen: Es gibt ihn wieder, den „Zöppi“.

Viel Arbeit machte die Großveranstaltung immer schon, in diesem Jahr dürfte es besonders herausfordernd werden. Wenn es dann gestemmt ist, dürfen wir gespannt sein, wie der Brauchtumsverein auf die – auch selbst benannten – Veränderungen in der Gesellschaft reagiert. Und wie sich der Markt in den kommenden Jahren entwickelt.

Trotz unausweichlicher Veränderungen hat der Zöppi einen Markenkern, das Trödeln. Falk Dornseifer hatte sich vor gut zehn Jahren gemeinsam mit dem heutigen OB Tim Kurzbach um die Ausrichtung beworben, um genau das zu retten. Dem früheren Veranstalter hatte Dornseifer damals „modernes Raubrittertum“ vorgeworfen. Eine Kommerzialisierung dürfte also nicht zu befürchten sein.

Unsere erste Meldung vom 5. August, 15.30 Uhr

Solingen. Der Zöppkesmarkt 2022 muss ohne Riesenrad auskommen. Das erklärte Falk Dornseifer vom Brauchtumsverein am Freitag im ST-Gespräch. Die Baukräne für den Sparkassen-Neubau verhinderten ein Riesenrad am bisherigen Standort. Andere Ausweichflächen seien aus technischen Gründen nicht machbar oder für den Betreiber nicht geeignet gewesen. Stattdessen solle es einen kleinere Attraktion geben, etwa ein Kettenkarussell.

Schwierigkeiten gab es auch rund um die Anmeldungen. Die Seite zoeppi.de sei von einem Hackerangriff betroffen gewesen, lange sei man zum Beispiel nicht an E-Mails gekommen. Die Macher um Dornseifer und Gerd Brems sahen sich daher veranlasst, auf der Homepage zu betonen: „2022 gibt es einen Zöppkesmarkt.“

Traditionell beginne nun, wenige Wochen vor dem Markt, die heiße Phase. „Wir sind mit den Vereinen und den Spaßgruppen in Kontakt, fast alle machen wieder mit und wollen ihren alten Standplatz wiederhaben“, freut sich Dornseifer. Mitte August wollen er und Brehms das Zöppkesmarktplakat vorstellen und weitere Details bekanntgeben.

Es werde ein Markt „in etwa in dem Umfang wie 2019“ sein, man werde aber angesichts der Pandemie auch Rückzugsräume schaffen. „Es soll nicht überall so eng sein.“ Gesetzt ist der Kindertrödel rund um die Stadtkirche, Getränke- und Imbissbuden würden wohl mehr Raum einnehmen. „Aber wir wollen und werden den Charakter des Zöppkesmarkts erhalten.“

Anmeldungen sind möglich unter 0212 – 520 88 521 oder dornseifer@zoeppi.de. bjb

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