2026 könnte sie fertig sein

Planung bis 2024: Ein langer Weg zur Arena Bergisch Land

13 Schritte umfasst der Fahrplan, um statt Klingenhalle eine Arena Bergisch Land am gleichen Standort zu errichten. Drei Jahre wird das geplant, zum Ende hin wird parallel neues Baurecht geschaffen, nochmals anderthalb Jahre wird gebaut. Mitte 2026 könnte alles fertig sein. Foto: Christian Beier
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13 Schritte umfasst der Fahrplan, um statt Klingenhalle eine Arena Bergisch Land am gleichen Standort zu errichten. Drei Jahre wird das geplant, zum Ende hin wird parallel neues Baurecht geschaffen, nochmals anderthalb Jahre wird gebaut. Mitte 2026 könnte alles fertig sein.

Stimmt der Stadtrat am 16. Dezember zu, sind 13 Schritte zur Planung notwendig.

Von Philipp Müller

Solingen. Mit dem Entwurf für einen Grundsatzbeschluss werben Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) und die Rathausspitze am 16. Dezember im Stadtrat für die Planung für eine Arena Bergisch Land. Sie soll dann unter Federführung der Stadtentwicklungsgesellschaft für den Standort Weyersberg bis zur Reife für einen Bauantrag entwickelt werden. Im Grundsatzbeschluss ist dazu von 13 Stufen die Rede, die den Fahrplan beschreiben.

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Was sehen die 13 Planungsstufen genau vor?

Schritt eins ist der Startschuss durch den Rat. Ist der erfolgt, bekommt die Stadtentwicklungsgesellschaft zugleich den Auftrag, die Planungen zu starten. Das umfasst zunächst die Punkte „Erarbeitung Gesamtprojektskizze“ und darauf aufbauenden ersten Zeitplan sowie Kosten- und Finanzierungsplan unter Berücksichtigung von Fördermitteln sowie die Einrichtung von Projektgesellschaften. Diese neuen Firmen sind so zu konstruieren, dass sie Fördermittel für den späteren Bau beantragen können. Zugleich wird nicht ausgeschlossen, dass sich die Stadt Partner für die Realisierung damit ins Boot holt.

Wen hat die Stadt für Fördermittel im Blick?

Genannt werden ab Schritt 4 der Planung, Land, Bund und EU. Gefördert werden kann die Sport- und Veranstaltungsstätte selbst, aber auch energetische Maßnahmen und neue Zuwegungen zum Gelände. Nach der Gründung der Gesellschaften startet das Vergabe- und Wettbewerbsverfahren für den Bau, die nötigen Gutachten und begleitenden Maßnahmen wie die Lösung von Verkehrsfragen. Parallel wird die Struktur der Finanzierung über Kredite geplant. Ebenfalls muss die Frage angesprochen werden, wo Ersatzsportplätze für das Fußballfeld und den Bolzplatz entstehen, auf denen die Arena stehen soll.

Wie sollen das Umfeld der Arena, das Parken und die Umsetzung der Bauphase geplant werden?

Die Stadt möchte in Schritt 9 ein Mobilitätskonzept für die Arena erstellen. Gespräche mit der Bahn sind geplant, an der Bahnlinie der S 7 am Baseballfeld soll eine Haltestelle eingerichtet werden, die bei Veranstaltungen in der Arena genutzt werden kann. Das hatte Stadtdirektor Hartmut Hoferichter (parteilos) diese Woche bei der Vorstellung der Pläne angekündigt. Zugleich muss das Konzept, wie die geplanten 420 Parkplätze an- und abgefahren werden können, auch mit dem Verkehrskonzept für die gesamte Innenstadt abgesprochen werden.

Im gleichen Atemzug wird auch die Phase der folgenden Schritte beginnen: Die „Erstellung eines Parkraum- und Bewirtschaftungskonzeptes zur Unterbringung der notwendigen Stellplätze der Arena Bergisch Land“ braucht es zwingend. Dabei sollen Entscheidungen über den Bau, die Finanzierung und den Betrieb des Parkraums getroffen werden. Das berührt auch zwei weitere Schritte der Planung, die dann auch anlaufen werden: Gutachten zu Lärmschutz, Klimaschutz, Artenschutz und Baumschutz müssen erstellt werden und solche zum Baugrund selbst und möglichen Altlasten. Ebenfalls muss der Abriss der alten Klingenhalle vorbereitet werden.

Wann kann die Arena öffnen?

Die Planung wird etwa drei Jahre bis Ende 2024 dauern. Dazu zählt parallel zum Ende die Phase, mit einem Bebauungsplan Baurecht zu schaffen. Der von der Stadt beauftragte Gutachter geht von einer Bauzeit von anderthalb Jahren aus – je nach Ausstattung der Halle. Ungefähr Mitte 2026 könnte die Arena stehen. Sie wird am Ende mit rund 50 Millionen Euro zusammen mit den Planungskosten finanziert werden müssen. 5000 Handballfans wird sie fassen oder 8000 Konzertbesucher.

Grund für den Bau

Das Rathaus erklärt, eine Sanierung der Klingenhalle würde 20 Millionen Euro kosten. Der anschließende Betrieb werde teurer als der einer neuen Arena. Die Gutachter der Stadt gehen davon aus, dass nach vier bis fünf Jahren Arenabetrieb dieser Spareffekt im Haushalt der Stadt sichtbar wird.

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