Start nach den Osterferien

Der Ohligser Markt wird jetzt umgebaut

Frank Monheimius (v. l.), Miriam Macdonald, Gunhild Hübel, Andreas Budde, Tim Kurzbach und Frank Werner Grauvogel griffen zur Schaufel.
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Frank Monheimius (v. l.), Miriam Macdonald, Gunhild Hübel, Andreas Budde, Tim Kurzbach und Frank Werner Grauvogel griffen zur Schaufel.

Am Donnerstag erfolgte der Spatenstich am Ohligser Markt. Nun beginnt die umfassende Sanierung des Stadtkerns.

Von Philipp Müller

Solingen. Ein großer Sandhaufen am Marktplatz in Ohligs stand symbolisch für die anstehenden Arbeiten in der Ohligser Innenstadt für den Spatenstich bereit. Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) und Planungsdezernent Andreas Budde (parteilos) starteten am Donnerstag den Umbau des Marktplatzes. Bis ins Jahr 2023 wird dort die Solinger Firma Monheimius fast keinen Stein auf dem anderen lassen und rund 1,9 Millionen Euro verbauen.

Der Umbau des Marktplatzes ist Teil des gesamten Umbaus des fußläufigen Bereichs des Ohligser Stadtteilkerns. Ende vergangenen Jahres hatte die Stadt angekündigt, dass das Paket statt der veranschlagten Kosten von rund 4,7 Millionen Euro jetzt 5,9 Millionen Euro kosten werde. Für die 1,2 Millionen Euro Mehrkosten sollte ein weiterer Förderantrag bei der Bezirksregierung in Düsseldorf gestellt werden. Das sei mittlerweile auch erfolgt, berichtete Andreas Budde am Donnerstag.

Planungsdezernent Andreas Budde betonte die breite Bürgerbeteiligung an den Plänen zur Sanierung des Ohligser Stadtkerns.

Für die rund 25-prozentige Kostensteigerung hatte die Stadt Solingen Preissteigerungen bei den Baumaterialien angegeben. Um den Umbau auf dem Marktplatz beginnen zu können, war bereits der Wochenmarkt zum Hauptbahnhof umgezogen. Dann folgte ein Auffüllen einer alten Bunkeranlage unter dem Platz. „Die Umgestaltung ist eine zentrale Maßnahme im Rahmen des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzeptes Ohligs“, erklärte Stadtsprecherin Sabine Rische zum Hintergrund.

Die Arbeiten auf der Düsseldorfer Straße sollen im Anschluss an das Dürpelfest beginnen. Dazu wurden bereits 13 Bäume gefällt. Die Ohligser Immobilienstandortgemeinschaft (ISG) hatte gemeinsam mit den Technischen Betreiben (TBS) die Baumscheiben, in denen die Bäume standen, in den vergangenen Tagen bunt bepflanzt, um in der Übergangszeit der Arbeiten auf der Straße ein nettes und frühlingshaftes Bild zu gestalten.

Die Sanierungsschritte auf der Einkaufsstraße würden gerade ausgeschrieben, sagte Planungsdezernent Budde, die komplette Sanierung laufe damit wie geplant Zug um Zug.

„Heute starten wir die große Zukunftsbaustelle in Ohligs.“

Tim Kurzbach, Oberbürgermeister

Im Beisein vieler Vertreter aus dem Stadtteil, die sich für Ohligs engagieren, darunter Bezirksbürgermeisterin Gundi Hübel (SPD) und dem Vorsitzenden des Planungsausschusses, Carsten Becker (CDU), sprach OB Kurzbach aus, was viele Anwohner vom neuen Gesicht des Ohligser Kerns erwarten: „Heute starten wir die große Zukunftsbaustelle in Ohligs.“ Daran hätten viele Bürger mitgearbeitet, ergänzte Dezernent Budde. Er zählte die ISG und den Verein Ohligser Jongens auf, machte aber auch klar, wie tief die Bürger mitgenommen worden seien: „Mit Kindern haben wir die Spielgeräte ausgesucht, die auf der Düsseldorfer Straße aufgebaut werden.“

Frank Werner Grauvogel, Bauleiter der TBS, sprach von zehn Monaten Bauzeit nur für den Marktplatz, die weitere Zeit bis nach dem Sommer 2023 wird für die Umgestaltung der Düsseldorfer Straße verwandt. Geplant wurde vom Büro RMP Landschaftsarchitekten. Für dieses versprach Clas Scheele: „Der Marktplatz wird viel heller, damit er freundlich aussieht.“ Helles Pflaster habe auch den Vorteil, sich im Sommer nicht so stark aufzuheizen. Der Platz werde außerdem von allen Seiten aus barrierefrei zu erreichen sein. Und dort, wo der Sandhaufen für den Spatenstich gegenüber dem Eingang von Rewe lag, werde ein Wasserspiel aufgebaut werden.

Umbau

Mit dem Ohligser Marktplatz beginnt der gesamte Umbau der Innenstadt, der sich auch über die Düsseldorfer Straße erstreckt. Die Finanzierung stemmt die Stadt Solingen mit Fördermitteln vom Land. Auch Kondor Wessels, Bauherr des O-Quartiers, beteiligt sich daran. Über das Aussehen von Marktplatz und Fußgängerzone konnten die Bürger mitbestimmen. Die gesamte Bauzeit soll bis nach dem Sommer 2023 laufen.

Standpunkt

philipp.mueller@solinger-tageblatt.de

Kommentar von Philipp Müller

Der Start des Umbaus des Ohligser Marktplatzes ist ein Zeichen, dass die Dynamik im Stadtteil nicht abnimmt. Nebenan ist das O-Quartier auf der Zielgeraden. Am Marktplatz werden der neue Rewe und die Sparkassenfiliale gut angenommen. An der Ecke Grünstraße mit der Düsseldorfer Straße hat das Bürgerbüro seinen Betrieb aufgenommen. Und schon bald wollen die Ohligser mit ihren Gästen aus ganz Solingen und den Nachbarstädten das Dürpelfest feiern. Indes sind die Baumaßnahmen, die vom Marktplatz ein gutes Jahr lang bis zum Hauptbahnhof reichen werden, nur Teil dessen, was Ohligs jetzt braucht. Die neue Optik schafft die Rahmenbedingungen, damit sich der Handel im Stadtkern des westlichen Stadtteils stabil von der Coronazeit erholen kann und nicht weiter durch die gerade beginnende Phase hoher Inflation Schaden nimmt. Das macht Ohligs im Verbund mit der Werbegemeinschaft, der Immobilienstandortgesellschaft, dem Stadtteilbüro eigentlich gut. Das stärkt den Zusammenhalt im Quartier – wie das heute heißt – nachhaltig.

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