Aufführung im Februar

Das Spina-Theater probt für ein neues Stück

Die Regisseure Paul Wilmink und Aline Annessy (hinten) bei der Probe mit (vorne von links) Wieland Blank, Thang Ngyen, Tabea Stenzel und Amalia Peniuc.Foto: Christian Beier
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Die Regisseure Paul Wilmink und Aline Annessy (hinten) bei der Probe mit (vorne von links) Wieland Blank, Thang Ngyen, Tabea Stenzel und Amalia Peniuc.Foto: Christian Beier

Nach der Corona-Pause startet das junge Ensemble wieder durch.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Ambitioniert finden Paul Wilmink und Aline Annessy es durchaus, dass der Aufführungstermin für das neue Stück des Spinatheaters auf Februar festgelegt wurde. Viel Zeit bis dahin sei das nicht, sagt Paul pragmatisch. Aber sie sind spürbar motiviert, voller Energie und freuen sich, dass sie seit August zweimal die Woche mit dem neu zusammen gecasteten Ensemble proben dürfen. Schließlich sei durch die Pandemie zwischendurch nichts mehr möglich gewesen.

Die beiden bilden gemeinsam mit Fynn Cham das Leitungstrio der sich nun neu formierten Gruppe. „Wir sind bis auf einen im Ensemble die einzigen, die schon länger dabei sind, sagt Aline, die mit dem Begriff „Leitung“ nicht recht glücklich ist, „denn wir Drei organisieren und managen zwar das, was die Neulinge nicht wissen können. Aber inhaltlich und künstlerisch sind wir mit ihnen auf einer Augenhöhe.“

Für das neue Projekt „Was wir wollen“ geht das Spina-theater nämlich erstmalig einen neuen Weg, nämlich den, alles im Kollektiv zu stemmen. Der Titel sei doppelschichtig, weil er auch die neue Selbstfindung als Ensemble thematisiert. Zwar habe es zuvor auch viel in Absprache und Abstimmung mit dem Spieler-Team gegeben, „aber dennoch hatten Regisseure die Hüte auf und haben final vorgegeben. Das ist nun anders.“

Diese neue Ausrichtung hänge nicht mit Corona zusammen. „Schon mit dem letzten Stück, „Hunger“, war klar, dass Jan Schmitz und Christoph Stec ultimativ aus der Verantwortung aussteigen werden, berufliche und private Veränderungen nach all den vielen Jahren haben beide einen Punkt hinter „Spina“ setzen lassen.

Stimmbildung und Choreografie runden das ganze Stück ab

Natürlich stünden beide noch im Hintergrund für Nachfragen und Hilfestellung zur Verfügung. „Aber wir müssen und wollen uns nun als Kollektiv freischwimmen.“ Schon immer sei es ja so gewesen, dass für ein neues Projekt gezielt neue Interessenten gesucht wurden.

„Unser Casting dafür ist ein Probenwochenende, bei dem sich gut zeigt, ob es passt“, erläutert Aline Annessy. „Manche stellen fest, dass sie doch eher irgendwo mitspielen wollen, wo die Rollen von vorneherein festgelegt sind, und stehen nicht so sehr auf Improvisation und unsere Weise der Kreativität.“

Das nun agierende zehnköpfige Team im Alter von 16 bis 26 harmoniere wunderbar und sei auch schon gut in die Arbeit miteinander eingestiegen. „Seit August proben wir zweimal die Woche, streng und konsequent unter Einhaltung der 3-G- Regel.“

Irgendwann im Laufe der nächsten Woche werde dann alles nochmals intensiviert. „Dann kommt gezielte Stimmbildung und schließlich auch Choreografie“ dazu, um am Ende etwas „Rundes“ abzuliefern – vom Bühnenbild ganz zu schweigen, das natürlich auch in Eigenregie entstehe. „Das entwickelt sich nach und nach, so wie alles während der Probenzeit.“

Der Gedanke daran, endlich wieder auf der Studiobühne des Pina-Bausch-Saals stehen zu können, sei schon toll, sagt Paul Wilmink. „Mit den dortigen Profis in der Licht- und Tontechnik zu arbeiten, macht viel Freude. Die wissen, was uns wichtig ist und haben sich schon gut auf unser Profil eingestellt.“ spinatheater.de

Das Ensemble

Das Spinatheater steht seit nahezu 20 Jahren für innovatives, kritisches Jugendtheater in Solingen und Umgebung. In den Theaterproduktionen treffen sich verschiedene Aspekte darstellender Kunst. Bruchstücke moderner Performance, Improvisations-, Bewegungs- und Tanztheater verbinden sich zu einer einzigartigen Theaterform.

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