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Das sind die verkaufsoffenen Sonntage 2023

Die Ohligser Einzelhändler, hier ein Foto von „Ohligs verwöhnt“ im September 2022 auf der Düsseldorfer Straße, beteiligen sich an vier von acht verkaufsoffenen Sonntagen in diesem Jahr.
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Die Ohligser Einzelhändler, hier ein Foto von „Ohligs verwöhnt“ im September 2022 auf der Düsseldorfer Straße, beteiligen sich an vier von acht verkaufsoffenen Sonntagen in diesem Jahr.

Acht Termine in drei Stadtteilen – Verdi lehnt Sonntagsöffnung grundsätzlich ab – Runder Tisch findet nicht mehr statt.

Von Björn Boch

Solingen. In der Klingenstadt wird es 2023 acht verkaufsoffene Sonntage geben. Der Solinger Arbeitgeberverband und die Bergische Industrie- und Handelskammer (IHK) begrüßen diese Veranstaltungen in Stellungnahmen ausdrücklich. Die Evangelische Kirche betont, keine Einwände zu haben, verbunden mit dem Wunsch, dass „auch in Zukunft die Zahl von acht Terminen nicht überschritten wird“. Grund sei der Sonntag als geschützter Ruhetag. Die Gewerkschaft Verdi teilt mit: „Verkaufsoffene Sonntage werden von uns aus grundsätzlichen Erwägungen heraus abgelehnt.“

Den Beschluss hatte der Rat der Stadt – mehrheitlich bei Gegenstimmen der Fraktion Linke/Die Partei – noch im alten Jahr gefasst. Vorab waren gemäß Ladenöffnungsgesetz Institutionen, Verbände und öffentliche Träger gehört worden. Die Stadtverwaltung will „möglichst eine Verständigung über die durchzuführenden Termine“ erreichen, heißt es in einer Vorlage.

Von der Tradition eines „Runden Tisches“ sei in diesem Jahr allerdings abgesehen worden. Zwar habe es auf Anfrage eine positive Resonanz gegeben. „Allerdings unter der Prämisse, dass eine ergebnisoffene Diskussion hierzu stattfinden sollte.“ Eine Interessensgemeinschaft – gemeint ist offenbar Verdi – „ließ allerdings vorab durchblicken, dass sie verkaufsoffene Sonntage generell ablehne und nicht bereit sei, hierüber etwaige Kompromisse zu schließen“.

Zum Frühlingserwachen am 2. April in Ohligs: Seit vielen Jahren findet in Ohligs zu Frühlingsbeginn ein Büchermarkt an einem Sonntag statt. Dazu gibt es „Angebot für die ganze Familie“ sowie einen interaktiven Kunstmarkt auf Grün- und Forststraße.

Zu Echt.Scharf.Solingen am 13. August in Mitte: Die Sommerparty Echt.Scharf.Solingen und das Winzerfest sind ein fester Bestandteil der Innenstadt. Bis zu 40 000 Besucher auch von außerhalb Solingens strömen in die City.

Zum Verwöhnsonntag am 3. September in Ohligs: Ein Musikprogramm gibt es das ganze Wochenende Anfang September, dazu ist Kulinarisches geboten. Es finden eine Auto-Test-Aktion sowie der interaktive Kunstmarkt statt.

Zum Brückenfest am 29. Oktober in Ohligs und Mitte: Ursprünglich 1997 ins Leben gerufen, um das Großereignis der Dampflokfahrten über die Müngstener Brücke mit Rahmenprogramm zu versehen, werde der Name des Festes inzwischen „eher so verstanden, dass versucht wird, die Interessen und Bedürfnisse der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen zu verbinden“. In Ohligs sind „Brücken der Menschlichkeit: Refugees Welcome“ und „Brücken zwischen Generationen“ geplant, etwa mit Rikscha-Fahrten. Außerdem gibt es eine Modenschau und einen Büchermarkt. In Mitte soll es einen Erlebnis-Sonntag unter dem Motto „Mensch, miteinander, mittendrin“ geben – mit Spielangeboten und einem Streetfood-Festival. Dieser verkaufsoffene Sonntag war 2022 in Mitte ausgefallen, weil Food-Truck-Festival und Marktbeschicker aufgrund der Sparkassen-Baustelle nicht nebeneinander Platz fanden.

Zum Weihnachtsdürpel am 3. Dezember in Ohligs: Neben bewährtem Programm könnte es zu einer räumlichen Änderung kommen. Die Ohligser wollen den Weihnachtsdürpel von der Wittenbergstraße auf den Ohligser Marktplatz verlegen. Das war schon 2022 angedacht, klappte aber nicht, da die Arbeiten am Markt noch laufen.

Zum Weihnachtsdorf am 10. Dezember in Wald: Der einzige verkaufsoffene Sonntag in Wald findet zum Weihnachtsdorf rund um Rundling und Schlauch statt.

Zum Wochenend-Weihnachtsmarkt am 17. Dezember in Mitte: Auch der Weihnachtsmarkt hat das Motto „Mensch, miteinander, mittendrin“. 2022 gelang ein Erfolg mit dem „Weihnachtsdorf der guten Taten“.

Regeln

Gesetz: Verkaufsoffene Sonntage zu Festen oder Märkten sind nur zulässig, wenn die Veranstaltung mehr Menschen anzieht als die Öffnung der Geschäfte. Diese ist nur Begleitprogramm.

Andere Gründe: Laut Gesetz sind verkaufsoffene Sonntage auch erlaubt für „Erhalt, Stärkung oder Entwicklung“ eines vielfältigen stationären Einzelhandelsangebots sowie zur Belebung der Stadtteilzentren.

Häufigkeit: Laut Ladenöffnungsgesetz NRW ist das an höchstens acht, nicht unmittelbar aufeinanderfolgenden Sonntagen pro Jahr möglich.

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