Blick in die Sterne

Das Galileum öffnet und bietet viel Programm

Seit dem 5. Juli 2019 hat sich das Galileum einen Namen als modernes Planetarium gemacht. Bisher kamen rund 30 000 Besucher. Nach sieben Monaten Zwangsschließung durch Corona öffnet sich ab morgen wieder der Blick in den Sternenhimmel – dies digital und analog. Foto:
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Seit dem 5. Juli 2019 hat sich das Galileum einen Namen als modernes Planetarium gemacht. Bisher kamen rund 30 000 Besucher. Nach sieben Monaten Zwangsschließung durch Corona öffnet sich ab Freitag wieder der Blick in den Sternenhimmel – dies digital und analog.

Den Blick in die Sterne gibt es jetzt auch mit Pop-Musik.

Von Philipp Müller

Solingen. Sieben Monate war das Galileum in Ohligs geschlossen. Ab Freitag soll das Leuchtturm-Projekt an der Hansastraße wieder hell blinken. Denn die im ehemaligen Gasometer untergebrachte Sternwarte nebst Planetarium öffnet dann. Doch es funkeln nicht nur die Sterne. Die Walter-Horn-Gesellschaft hat zur Wiedereröffnung auch ein umfangreiches Programm aufgelegt, um die ganze Technik des Hauses im Sinne der Besuchenden nutzen zu können.

Zum Start gibt es gleich eine Show, die Musik und den Blick in die Sterne verbindet. Dabei werden die Gäste den Mond bereisen, Marskrater erkunden oder eine rasante Achterbahnfahrt durch das Sonnensystem unternehmen. Die Musikshow „Sounds of the Universe“ im Galileum wird von bekannten Titeln der Popmusik begleitet.

Das Team des Galileums um Schatzmeister Dr. Frank Lungenstraß verspricht noch mehr: Von lehrreichen Planetariumshows wie „Sieben Tage im Juli. Die Geschichte der Apollo 11“ über die unterhaltsame Musikshow bis hin zu Kinderprogrammen wie „Wie der Große Bär an den Himmel kam“ sei im Galileum Solingen für jeden etwas dabei.

Die Walter-Horn-Gesellschaft ist sich sicher, damit wieder bei den Interessenten punkten zu können. Denn seit der Eröffnung im Jahr 2019 sei das Galileum Solingen ein Besuchermagnet, teilt der Verein mit. Dr. Lungenstraß berichtet: „Mehr als 30 000 Menschen haben das Planetarium und die Sternwarte, die sich im Solinger Stadtwerke-Park befinden, besucht.“

Bis es zum Erfolg kommen konnte, war ein jahrelanger Weg gegangen worden. Die Gesellschaft war dabei stets zuversichtlich, ihren Traum vom Galileum eines Tages erfüllen zu können. Denn alles war nicht „von der Stange“ zu erhalten und kostspielig. Vor der Eröffnung am 5. Juli 2019 wurden mit den Gesamtkosten für den Bau und die Technik des Galileums mehr als 8,5 Millionen Euro aufgewendet. Der Verein erklärt dazu: „Der Großteil davon, nämlich mehr als fünf Millionen Euro, wurde durch Städtebauförderungsmittel des Landes NRW finanziert. Rund drei Millionen Euro hat die Walter-Horn-Gesellschaft aus Spenden und Einnahmen aus Sponsoring-Maßnahmen finanziert beziehungsweise werden aus dem laufenden Betrag aufgebracht.“

„Die Walter-Horn- Gesellschaft feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen.“

Dr. Frank Lungenstraß, Galileum

Seit der ersten Öffnung vermittelt das Planetarium ein breites Spektrum an natur- und geowissenschaftlichen sowie klimatologischen, philosophischen und künstlerischen Themen. So fänden neben den Planetariumshows auch regelmäßig Konzerte, Vorträge, Kurse sowie Veranstaltungen für Schulen, Kindergärten, Firmen oder Seniorenheime statt. „Die Walter-Horn-Gesellschaft feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen“, erklärt Dr. Lungenstraß. Noch einige Infos zur anstehenden Show:

Sounds of the Universe: Eine Produktion des Planetarium Cottbus unter Verwendung von Bild- und Videomaterial der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der Europäischen Südsternwarte ESO. Die Reise durchs All wird von Interpreten begleitet wie Katie Melua, Alannah Miles, Phil Collins oder Elton John, aber auch Apocalyptica.

Tickets und Infos: 15 Euro zahlen Vollzahler, ermäßigter Eintritt kostet 10 Euro, die Familienkarte kostet 40 Euro für zwei Erwachsen und zwei Kinder. Eintrittskarten unter:

https://galileum.ticketfritz.de/

Eine Programmübersicht und Infos zum Galileum finden sich unter:

https://galileum-solingen.de/

Sonnenfinsternis beginnt am Donnerstag um 11.23 Uhr

Dunkel wird es am Donnerstag bei einer Sonnenfinsternis nicht. Denn der Mond verdeckt nicht ganz die Kraftquelle im Zentrum unseres Sonnensystems. Um 11.23 Uhr schiebt sich der Mond teilweise zwischen die Sonne und die Erde. Um 12.25 Uhr wird der Höhepunkt der diesjährigen Sonnenfinsternis erreicht sein. Zu diesem Zeitpunkt sind 14 Prozent der Sonnenoberfläche vom Mond bedeckt, die somit aussieht wie angeknabbert oder als habe der Mond in einen Keks gebissen. Das Ende des Spektakels ist für 13.30 Uhr errechnet worden. Das Ganze nennt sich eine „partielle Sonnenfinsternis“. Wer sie komplett sehen will, der muss sich am Donnerstag weiter im Norden aufhalten, denn erst in Skandinavien wird dann alles als ringförmige Sonnenfinsternis zu beobachten sein. Dann wird der Mond von einem sogenannten Feuerring umgeben sein. In Deutschland wird das erst wieder im September 2081 zu erleben.

Schutz: Für Donnerstag braucht man eine Sonnenfinsternisbrille – gibt es beim Optiker – für die sichere Beobachtung, sonst gibt es Augenschäden.

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