Feiern im eigenen Zuhause

Darum liegen Hauspartys im Trend

Das Künstlerpaar Peter Enke und Jane Eveland bauen ihr Haus zur Party-Location aus. Sie wollen zeigen, wie Musik in Privaträume kommen und Gäste unterhalten kann.
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Das Künstlerpaar Peter Enke und Jane Eveland bauen ihr Haus zur Party-Location aus. Sie wollen zeigen, wie Musik in Privaträume kommen und Gäste unterhalten kann.

Der Solinger Veranstalter PEM Entertainment macht das eigene Wohnzimmer zur Bühne.

Von Julia Wodara

Solingen. Ein aufwendiges Catering von Andreas Buchholz, Auftritte von Kenneth King, Jane Eveland und DJane Kiki No – doch das in keiner großen Eventhalle, sondern auf den wenigen Quadratmetern eines Wohnzimmers. Der Solinger Veranstalter PEM Entertainment inszeniert eine Hausparty, um seiner Kundschaft später per Video zu zeigen, das auch ihr Wohnzimmer bald so aussehen könnte.

Peter Enke, Musiker, Musikproduzent und der Kopf von PEM Entertainment, ist normalerweise bekannt aus größer skalierten Formaten wie der Comedyshow Nightwash. Der Weg in die Privaträume ist jedoch auch ein schon länger bekanntes und angebotenes Konzept. Jetzt erfährt es allerdings neue Aufmerksamkeit.

„Die Nachfrage nach Hauspartys ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Die Leute wollen das“, meint Enke. „Deshalb machen wir das Ganze.“

Das steigende Interesse kollidierte mit Zeiten des Lockdowns und schwindenden Veranstaltungsmöglichkeiten: „Das Format ist schon da gewesen – aber jetzt wird das ein bisschen verstärkt; da ist jetzt ein Markt. Die Pandemie hat wahrscheinlich dazu beigetragen“, meint auch Jane Eveland. Die Menschen hätten unter diesen Umständen vielleicht eine neue Wertschätzung für ihr Zuhause erlernt, das man gerne mit dem Show-Angebot unterstütze. Eveland und Enke haben sich ihren Namen auch durch Events für Firmen gemacht.

„Ich werde jetzt ein bisschen mehr die jungen Leute nach vorne stellen.“

Peter Enke, Musikproduzent

Weniger romantisch ist heute aber der ökonomische Gesichtspunkt des Trends: „Man kann auch mit einer großen Liveband spielen – aber das ist immer weniger geworden“, erklärt Enke. „Das Geschäft geht schon seit Jahren kaputt.“ Hausveranstaltungen haben dagegen vor allem den Vorteil eines flexibleren Budgets. Denn die Kunden und Kundinnen entscheiden auf einer breiten Skala selbst über Catering und Ausstattung, und auch über die musikalischen Auftritte.

„Man hat einen engen Pool von Musikern, mit denen man immer arbeitet“, sagt Enke. „Heute wird alles zusammengestellt – je nachdem, wie der Kunde das haben möchte.“ Er selbst hält sich dabei aber im Hintergrund auf: „Ich habe jahrelang selbst als Musiker mitgemacht – ich werde jetzt ein bisschen mehr die jungen Leute nach vorne stellen.“
Mehr Infos unter:

www.pem-solingen.de

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