Sauerei auf Vereinsgelände

Dank Hundetoilette herrscht wieder Recht und Ordnung

Volker Hackländer mit dem Hundekot-Mülleimer, den der Western Club Rocky Mountains an seinem Vereinsheim in Obenpilghausen aufgestellt hat, um das Problem in den Griff zu bekommen. Foto: Christian Beier
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Volker Hackländer mit dem Hundekot-Mülleimer, den der Western Club Rocky Mountains an seinem Vereinsheim in Obenpilghausen aufgestellt hat, um das Problem in den Griff zu bekommen.

Das Vereinsgelände des Western Club Rocky Mountains wurde des öfteren zur Hundetoilette - Hundekoteimer ist der neue Sheriff.

Von Moritz jonas

Solingen. Die Entsorgung von Hundekot ist und bleibt für viele Leser ein brisantes Thema. Auch mit unserem letzten Artikel zu dieser Thematik, welcher den Missstand von fehlenden Entsorgungsmöglichkeiten für Hundekot innerhalb Solingens anprangerte, haben wir wieder einmal viel Aufsehen erregt. Es erreichten uns einige Einsendungen von Lesern. Eine davon war die von Sabine Hackländer.

Vor ein paar Jahren bezog der Verein Western Club Rocky Mountains, in dem sie Mitglied und ihr Mann Volker Hackländer erster Vorsitzender ist, sein Vereinsgeländer in Obenpilghausen. Schnell bemerkten sie, dass ihr Vereinsgelände des öfteren zur Hundetoilette umfunktioniert wurde. Das aber ohne die Exkremente im Anschluss zu beseitigen.

„Wir alle sind die Stadt und können auch selbst die Initiative ergreifen.“

Sabine Hackländer, Western Club Rocky Mountains

„Stellenweise konnten wir keine drei Schritte gehen, ohne in einen Haufen zu treten“, erzählt Sabine Hackländer. Die Auscheidungen seien auf vielfältigste Art und Weise auf dem Gelände hinterlassen worden. Die Tüten lagen vor dem Gartentor oder gleich vor der Türe. Hin und wieder seien die Beutel auch einfach ganz demonstrativ an den Gartenzaun geknotet worden oder sie wurden gleich zum Wurfgeschoss umfunktioniert und flogen über den Gartenzaun, erzählt Hackländer.

Da Schimpfen nicht half, habe man sich im Verein entschlossen, auf eigene Kosten einen Eimer für Hundekotbeutel aufzustellen. „Dieser Eimer wird regelmäßig von uns geleert und sein Inhalt in die Restmülltonne entsorgt“, erzählt Hackländer. Dass der Verein den Eimer dann eigenständig leeren müsse, sei überhaupt kein Problem.

Die Investition in den Eimer habe sich bereits nach kurzer Zeit ausgezahlt. Die Wege seien fast gänzlich vom Hundekot befreit geblieben. Außerdem würden sich die meisten Hundehalter sehr dankbar zeigen für die Möglichkeit, die Hinterlassenschaften ihres Hundes auf anständige Weise loswerden zu können.

In diesem Jahr hätten gleich drei Hundebesitzer, die regelmäßig dort entlang spazieren, unabhängig voneinander Müllsäcke für den Hundekot-Mülleimer gespendet. „Das ist eine super nette Geste, über die wir uns sehr gefreut haben, und zugleich ist es eine Win-win-Situation. Die Hundebesitzer sind glücklich. Und wir haben keine Exkremente an den Schuhen“, so Hackländer. Außerdem habe sie wenig Verständnis dafür, dass viele Hundebesitzer angegangen werden, wenn sie ihre Kottüten in privaten Restmülltonnen entsorgen wollen.

„Ich verstehe solche Leute nicht wirklich. Mir wäre es lieber, die Kacke liegt im Mülleimer als vor der Treppe“. Außerdem mache man es sich auch stellenweise sehr einfach, wenn man das Hundekot-Problem immer nur bemängeln würde und darauf wartet, dass die Stadt etwas dagegen unternimmt. „Wir alle sind die Stadt und können auch selbst die Initiative ergreifen“, merkt Hackländer an.

Sie persönlich hat einen ganz simplen Vorschlag zur Lösung der Problematik. Es könnten Aufkleber entworfen werden, die sich die Leute auf ihre Tonnen kleben könnten, um zu signalisieren, dass das Einwerfen der Beutel dort erlaubt sei. Dann wüssten die Hundehalter, wo sie ohne Ärger ihre Beutel entsorgen können. Und das Hundekotproblem wäre zumindest in den bewohnten Bereichen ein bisschen kleiner, schlägt Hackländer vor.

Aber auch an alle Hundehalter richtet Hackländer einen Appell: „Wenn ihr das nächste Mal mit eurem Vierbeiner Gassi geht, nehmt eine Tüte mit. Das ist eure Pflicht als Herrchen oder Frauchen. Und wenn gerade mal kein Eimer da ist, kann das Tütchen auch ein paar Meter getragen werden“, bittet Hackländer.

Bußgeld

Die Zahl der öffentlichen Abfallbehälter beläuft sich nach Angaben der Stadt auf etwa 900. Hinzu kämen etwa 800 auf Spielplätzen, in Parkanlagen und auf Sportplätzen. Wer seinen Beutel nicht entsorgt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 100 Euro rechnen.

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