Ehrung

Daniel Marks erhält den Bürgerpreis 2021

Preisträger Daniel Marks (vorne Mitte) war zur Preisverleihung mit seinen Kindern gekommen. Mit einem Sonderpreis zeichnete die Bürgerpreis-Jury die neunjährige Amelie Westebbe (Mitte links) aus. Die anderen Nominierten sowie (hinten von rechts) Sparkassen-Chef Stefan Grunwald, OB Tim Kurzbach und ST-Verleger Michael Boll sowie Radio-RSG-Chefredakteur Thorsten Kabitz (hinten links) gratulierten. Foto: Christian Beier
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Preisträger Daniel Marks (vorne Mitte) war zur Preisverleihung mit seinen Kindern gekommen. Mit einem Sonderpreis zeichnete die Bürgerpreis-Jury die neunjährige Amelie Westebbe (Mitte links) aus. Die anderen Nominierten sowie (hinten von rechts) Sparkassen-Chef Stefan Grunwald, OB Tim Kurzbach und ST-Verleger Michael Boll sowie Radio-RSG-Chefredakteur Thorsten Kabitz (hinten links) gratulierten.

Stadt-Sparkasse, Solinger Tageblatt und Radio RSG zeichnen ehrenamtliches Engagement aus.

Von Andreas Tews

Solingen hat einen neuen „Helden des Alltags“. Der Bürgerpreis 2021 geht an den 36-jährigen Informatiker Daniel Marks. Stefan Grunwald, Vorstandsvorsitzender der Stadt-Sparkasse überreichte den Preis gestern am frühen Abend. Marks unterstützt mit seiner Initiative „Hey, Alter!“ Kinder und Jugendliche aus bedürftigen Familien mit eigens dafür aufbereiteten Geräten. Zudem vergab die Bürgerpreis-Jury auch einen Sonderpreis. Den erhielt gestern die neunjährige Amelie Westebbe, die das Tierheim mit Spenden unterstützt.

Mit dem Bürgerpreis zeichnet die Stadt-Sparkasse zusammen mit den Medienpartnern Solinger Tageblatt (als Mit-Initiator) und Radio RSG Menschen aus, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich für die Allgemeinheit einsetzen. Der Preis wurde zum fünften Mal verliehen. Solinger können dafür jeweils potenzielle Preisträger benennen. Aus diesen Vorschlägen hat auch in diesem Jahr eine Jury die vier Nominierten ausgewählt. Aus diesem Kreis haben mehr als 2000 ST-Leser den Preisträger gewählt.

Daniel Marks’ ehrenamtliches Wirken zeichnet sich durch die Arbeit in der von ihm initiierten Aktion „Hey, Alter!“ aus. Dabei rüsten er und seine Mitstreiter gespendete Computer auf, die bei Firmen oder Privatleuten ausgemustert wurden. Die Rechner stellt die Initiative dann jungen Menschen aus bedürftigen Familien zur Verfügung. So haben Marks und seine Unterstützer – darunter die Firma Codecentric – bereits mehr als 250 Computer aufgerüstet und weitergegeben. Als neuer Träger des Bürgerpreises erhielt Marks für seine Initiative 1000 Euro Preisgeld.

Marks zeigte sich nach der Preisübergabe „überwältigt“. Er berichtete, dass seine Kinder ihn auf die Idee für die Initiative „Hey, Alter!“, gebracht hätten, als im Fernsehen ein Bericht über ein entsprechendes Projekt in Braunschweig lief. Im ST-Gespräch zeigte er außerdem großen Respekt vor den Leistungen der anderen Nominierten.

Diese drei – laut Grunwald weitere Sieger des Bürgerpreises – bekamen jeweils 500 Euro: Gabriela Fritz, die in Zeiten des Corona-Lockdowns die Facebook-Gruppe „Solinger Geschäfte in der Corona-Zeit unterstützen“ gegründet hatte, Bettina Heuschkel, die sich für den Karneval und den Sport bei der Tanzformation Schiwa und beim VfB einsetzt sowie Enver Perviz, die „gute Seele“ des Projekts „Sport um Mitternacht“ in der Fuhr.

Ein Sonderpreis geht an die neunjährige Amelie Westebbe

Die Sonderpreisträgerin Amelie Westebbe unterstützte das Tierheim zunächst mit Sachspenden. Dazu bastelte sie unter anderem Flyer selbst. Mittlerweile sammelt sie Geldspenden, um damit in Absprache mit der Einrichtung Futter für das Tierheim zu kaufen. Inzwischen hat sie auf diesem Weg mehr als 1000 Euro eingesammelt und erhält beim Geschäft „Fressnapf“ sogar einen Mengenrabatt. „Amelie kann Menschen überzeugen und Herzen bewegen“, lobte RSG-Chefredakteur Thorsten Kabitz als Moderator. Für ihre Aktion erhielt sie ein Sonderpreisgeld von 250 Euro.

„Jeder von euch hätte es verdient“, urteilte Oberbürgermeister Tim Kurzbach als Schirmherr. Alle Nominierten seien „wunderbare Beispiele“ dafür, dass es in der Stadt viele Menschen gebe, die anpacken.

„Wir sprechen viel über Zusammenhalt in der Gesellschaft“, sagte ST-Verleger Michael Boll bei seiner kurzen Ansprache. Mit Blick auf die Nominierten und die Preisträger fügte er hinzu: „Es ist schön zu sehen, dass sich Menschen mit so tollen Ideen einbringen.“

Preisträger

Der Solinger Bürgerpreis wurde zum fünften Mal verliehen. Ausgezeichnet wurden:

2018: Renate Butz, für ihren Einsatz für Kinder aus Tschernobyl.

2019: Dr. Christoph Zenses, der unter anderem in der Flüchtlingsarbeit aktiv ist.

2019: Andreas Griese, engagiert in der Behindertenarbeit.

2020: Uli Preuss, für den Einsatz in vielen sozialen Projekten.

2021: Daniel Marks.

Standpunkt: Bitte mehr davon!

Von Andreas Tews

andreas.tews@solinger-tageblatt.de

Selten ist der Bürgerpreis-Jury eine Entscheidung so schwergefallen wie in diesem Jahr. Nicht nur die vier Nominierten, sondern auch viele weitere Vorgeschlagene hätten den Solinger Bürgerpreis 2021 verdient. Dies soll aber die Verdienste des neuen Preisträgers Daniel Marks in keiner Weise schmälern. Der 36-Jährige ist ein Paradebeispiel dafür, dass ehrenamtlich Engagierte mit großem Einsatz viel in der Stadt bewegen können. Und wenn dies – wie in Marks’ Fall – auch noch der Bildung von Kindern und Jugendlichen zugutekommt, verstärkt dies den positiven Eindruck noch. Von daher haben Sie, die Leser des Solinger Tageblatts, eine gute Wahl getroffen und uns dabei geholfen, einen würdigen Träger des Solinger Bürgerpreises 2021 zu küren. Von dem Preis geht aber ein weiteres ermutigendes Signal aus. Die vielen – in vielen Fällen auch sehr starken – Vorschläge zeigen, dass die Bürger der Tradition dieser Stadt treu bleiben und sich in vielfältiger Weise ehrenamtlich engagieren. Bitte mehr davon! Wir freuen uns schon jetzt auf Ihre Vorschläge für die nächste Ausgabe des Solinger Bürgerpreises im kommenden Jahr.

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