Pandemie

Kitas kehren am 7. Juni zurück in den Regelbetrieb

Ab Montag sollen die Kindertagesstätten wieder in den Vollbetrieb gehen.
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Ab Montag sollen die Kindertagesstätten wieder in den Vollbetrieb gehen.

Gewerkschaften mahnen weiterhin zur Vorsicht

Von Kristin Dowe

Solingen. Eltern, die mit Job und Kinderbetreuung während der Pandemie doppelt belastet waren, können ab dem 7. Juni aufatmen, denn dann sollen nach den Plänen von NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) die Kitas wieder in den Vollbetrieb gehen. Dieser sieht die voll gebuchte Stundenzahl und keine Gruppentrennung mehr vor. Solinger Gewerkschaftsvertreter mahnen zwar weiter zur Vorsicht, begrüßen aber prinzipiell die allmähliche Rückkehr in die Normalität.

Auf der einen Seite sei es für die Kinder und deren Familien eine Erleichterung, wenn „eine gute Portion Leichtigkeit in ihr Leben zurückkehrt“, sagt Jens Merten vom Verband Bildung und Erziehung (VBE) Solingen. Gleichzeitig blieben das Risiko einer Corona-Infektion und das Problem des Personalmangels in den Einrichtungen weiter bestehen. Somit sei der Wiedereinstieg in den Regelbetrieb aufseiten des VBE begleitet von Vorsicht und Vorfreude. „Erzieherinnen und Erzieher wollen für die Kinder da sein, aber die Gesundheit aller Beteiligten darf nicht außer Acht gelassen werden, wenn alle im Regelbetrieb auf engstem Raum zusammenkommen“, so Merten.

Solingen: GEW lobt Ausweitung der Lollitests

Auch Dirk Bortmann von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Solingen sieht den Gesundheitsschutz für alle Beteiligten als Grundvoraussetzung für den Regelbetrieb: „Die Wiedereröffnung der Kitas im Vollbetrieb erhöht noch einmal das Risiko der Ansteckung sowohl für die Kinder als auch für die Erzieherinnen und Erzieher. Hier kann ein kontinuierlicher Betrieb nur gewährleistet werden, wenn alle organisatorischen und individuellen Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle der Sars-CoV-2-Übertragung eingesetzt werden.“ Gleichzeitig lobt Bortmann die Stadt für die Ausweitung der Lollitests. Das Land solle flächendeckend auf das in Solingen bewährte Instrument setzen und den Kommunen die Kosten dafür erstatten. Auch die Impfquote unter den Beschäftigten entwickle sich erfreulich, viele würden nun schon zum zweiten Mal geimpft.

Doch trotz des Erfolgsmodells seien nicht alle Eltern bereit, ihr Kind an den Lollitests teilnehmen zu lassen, weiß Nicole van Beusichem von der Kita Grashüpfer. „Da gibt es teilweise noch Gegenwehr.“ Auch werde die Angst vor einer Corona-Infektion erst mal weiter den Alltag begleiten. „Ein einziger Fall reicht aus, um die Kita schließen zu müssen.“ Im Umgang mit den Kindern verzichte das Personal aus pädagogischen Gründen auf Masken. „Ein Kind muss die Mimik des anderen sehen können, um zu kommunizieren. Van Beusichem versichert: „Ich freue mich auf die Öffnung. Auch wenn es noch offene Fragen gibt.“

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