Pandemie

Corona: Viele offene Fragen zur 3-Euro-Regel für Bürgertests

Die Nachfrage nach Tests, hier am Gründer- und Technologiezentrum, wird sinken, wenn diese kostenpflichtig sind.
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Die Nachfrage nach Tests, hier am Gründer- und Technologiezentrum, wird sinken, wenn diese kostenpflichtig sind.

Erste Anbieter haben Pläne, wie es ab dem 1. Juli mit den Bürgertests weitergehen soll.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Ab Freitag sollen Bürgertests in den Corona-Testzentren nicht mehr für jeden kostenlos sein. Wie genau die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach vorgeschlagenen 3 Euro pro Test dann aber erhoben werden sollen, dazu warteten die Betreiber der Solinger Testzentren und auch die Stadt am Mittwoch noch auf konkrete Informationen.

„Es gibt zur Zeit noch keine Verordnung, die das Verfahren nach dem 30. Juni regelt“, erklärt Stadtsprecherin Stefanie Mergehenn. „Wir nehmen den Minister aber beim Wort, der dies verbindlich zugesichert hat.“ Das Gesundheitsamt erreichten gerade vermehrt Anfragen von Praxen und anderen Institutionen, die aufgrund dessen ebenfalls nicht verbindlich beantwortet werden könnten. „Wir gehen davon aus, dass die guten und eingespielten Solinger Strukturen und Netzwerke sehr kurzfristig pragmatische Wege finden werden, wenn die Regelungen von Land und Bund bekannt sind.“

Auf die wartet auch Alexander Klein noch. Er ist Geschäftsführer der Pm-2-Am-Testzentren, die in Solingen fünf Teststationen haben – in der Alten Maschinenhalle, im Walder Stadtsaal, am Klinikum, am Theater und an der Wittenbergstraße in Ohligs. „Wir warten auch noch auf die genauen Vorgaben“, erklärt er.

Testzentren in Solingen wollen ihr Angebot erhalten

Weiter kostenlos sei der Test auf jeden Fall für Kinder bis fünf Jahren und Schwangere im ersten Trimester. Auch Besucher von Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie Menschen mit Corona-Symptomen stehen auf der Freistellungsliste, die von den Gesundheitsministern von Bund und Ländern vergangene Woche beschlossen wurde.

„Wir haben aber auch die Information, dass Krankenhausbesucher auch die 3 Euro zahlen sollen, da herrscht noch viel Unsicherheit“, so Alexander Klein. Auch darüber, wie diese Sonderregelung an den Teststationen kontrolliert werden kann. „Das könnten wir nur abfragen und uns die Richtigkeit der Aussage per Unterschrift bestätigen lassen.“ Darauf habe man sich bislang auch verlassen müssen, wenn etwa ein kostenloser PCR-Test nach positivem Selbsttest gewünscht wurde.

Coronavirus: Das sind die Schnelltest-Zentren in Solingen

Aktuell plane man bei Pm 2 Am, die Schnelltests über den 30. Juni hinaus kostenlos anzubieten. „Die nicht erhobenen 3 Euro würden wir dann selbst tragen“, setzt der Unternehmer darauf, dass die Solinger das Angebot weiter nutzen. „Wenn man weniger testet, findet man noch weniger Fälle“, befürchtet man auch bei der Stadt. Die Sieben-Tage-Inzidenz bilde dann nicht mehr das reale Infektionsgeschehen ab und valide Aussagen zur Fallzahlentwicklung seien kaum noch möglich.

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