Impfangebot wird geprüft

Corona im Rückzug, Grippewelle steigt

Derzeit finden noch wöchentlich 250 bis 300 Impfungen im ehemaligen P&C-Gebäude statt. Ende des Jahres läuft die Landesförderung für das Impfzentrum aber aus.
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Derzeit finden noch wöchentlich 250 bis 300 Impfungen im ehemaligen P&C-Gebäude statt. Ende des Jahres läuft die Landesförderung für das Impfzentrum aber aus.

Die Stadt prüft, ein festes Impfangebot auch über das Jahresende hinaus zu machen.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Die Themen Corona und Impfen sind gefühlt der nächsten Krise mit den Schwerpunkten Inflation und Energie gewichen. Das spiegelt sich auch in der Impfbereitschaft der Solinger wider. Die ist, so die Auskunft der Stadt, deutlich zurückgegangen. „Trotzdem werden derzeit aber im Impfzentrum wöchentlich noch 250 bis 300 Personen geimpft“, erklärt Stadtsprecher Daniel Hadrys. Neben dem Angebot im ehemaligen P&C-Gebäude gebe es auch weiterhin mobile Impfaktionen, etwa im Börkhauser Feld oder auf den Wochen- und Weihnachtsmärkten. „Zudem werden Personen, die nicht mobil sind, auch vom Impfteam zu Hause geimpft“, so Hadrys.

Der große Teil der Impfungen findet derzeit in den Arztpraxen statt. „Nach unseren Befragungen sind das etwa 90 Prozent aller Impfungen“, erklärte Dr. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein, bei einem Pressegespräch.

Knapp 60 Prozent aller Corona-Impfungen im KV-Bezirk sind derzeit Viertimpfungen (2. Booster), etwa fünf Prozent der Patienten erhalten noch die Drittimpfung (1. Booster). Ein Viertel, vorwiegend Menschen mit Vorerkrankungen, die bereits frühzeitig geimpft worden waren, erhalten jetzt schon die fünfte Impfung. „Auch im Impfzentrum verabreichen wir fast ausschließlich Dritt- und Viertimpfungen“, bestätigt Daniel Hadrys. Vereinzelt gebe es aber immer noch Menschen, die erst ihre Erst- oder Zweitimpfung erhalten.

Deshalb möchte die Stadt das Impfangebot auch weiterhin so einfach wie möglich anbieten. Die Finanzierung des Landes für das Impfzentrum endet am 31. Dezember. „Die Stadt prüft nun die Möglichkeit, neben der Regelversorgung durch Hausärzte und Apotheken ihr bisheriges Impfangebot auch über das Jahresende hinaus aufrechtzuerhalten“, so Hadrys.

Fast alle Impfungen mit Vakzin für Omikron-Variante

Mittlerweile werden in Solingen nahezu alle Auffrischungsimpfungen mit den neuen an die Omikronvariante angepassten Impfstoffen von Biontech oder Moderna durchgeführt. Auch in den Praxen betrage der Anteil dieser Impfstoffe mittlerweile 73 Prozent, so die KV-Auskunft. Nach wie vor empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) die vierte Impfung für alle Personen ab 60 Jahren sowie Menschen mit Vorerkrankungen und Beschäftigte in Gesundheitsberufen. Nach ärztlichem Ermessen können jedoch auch jüngere Personen geimpft werden.

Insgesamt sei die Zahl der Corona-Infektionen rückläufig, bestätigt die KV. In Solingen lag die Inzidenz gestern bei 257, in der Vorwoche waren es noch über 300. „Auffällig ist aber die Zunahme der Grippefälle“, so der KV-Vorsitzende. „Die Gesundheitsämter meldeten in NRW für die vergangene Woche 500 labordiagnostisch bestätigte Influenza-Fälle“, so Dr. Bergmann. Im Vergleich zur Vorwoche hätten sich die Fälle verdoppelt. Auch die Zahl der Menschen, die an Atemwegserkrankungen leiden, liege, so die niedergelassenen Ärzte, im oberen Bereich der Vor-Corona-Jahre.

Impfzentrum

Öffnung: Das Impfzentrum im ehemaligen P&C-Gebäude hat noch bis 31. 12. mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Infos: Infos gibt es unter Tel: 290-23 00

Impfaktionen: Weitere Impfaktionen des mobilen Impfteams werden von der Stadt rechtzeitig angekündigt.

Alle aktuellen Nachrichten über die Corona-Lage in Solingen finden Sie in unserem laufend aktualisierten Coronavirus-Blog.

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