Feiertag

Gäste genießen im Biergarten die Sonne

Gut gefüllt waren die Tische an den Biergärten am Bergischen Hof in Aufderhöhe.
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Gut gefüllt waren die Tische an den Biergärten am Bergischen Hof in Aufderhöhe.

Trotz der Hygiene- und Abstandsregeln hielt es viele nicht mehr zu Hause.

Von Anna Lauterjung

Solingen. Das bisher schönste Wetter des Jahres und die zum Teil gelockerten Vorschriften zogen viele Solinger am Vatertag in die Biergärten. So lag auch am Walder Stadtsaal ein Anflug von Normalität in der Luft – von neuer Normalität.

Familien und Freunde saßen hier an den komplett belegten Tischen, redeten und genossen das eine oder andere Bier in der Abendsonne. In den letzten Wochen hätten seine Gäste es vermisst, draußen zu sitzen und sich mit anderen Menschen bei einem Bier zu unterhalten, sagt Andreas Heibach, Inhaber des Biergartens. Für die Besucher draußen vor dem Walder Stadtsaal sei das ein Stück Lebensqualität. Trotz der vollen Tische ist dieser Feiertag für Heibach und sein Team anders als in den vergangenen Jahren. „Es ist viel ruhiger“, erzählt der Inhaber. Allerdings würden seine Gäste viel Disziplin beim Einhalten der Regeln beweisen. Heibach weis, dass keiner seiner Stammkunden einen Sommer ohne Biergarten wollen würde. So trugen sich die Gäste diszipliniert mit ihren Kontaktdaten auf bereitliegende Zettel ein und setzten sich auf dem Weg zur Toilette eine Maske auf.

...und vor dem Walder Stadtsaal.

Im Biergarten des Bergischen Hofes in Aufderhöhe ging am Vatertag nichts mehr ohne eine Reservierung. Inhaber Dimitrios Petsas erwartete 200 Gäste. Um die Auflagen für den Betrieb eines Biergartens zu erfüllen und gleichzeitig mehr Tische für seine Gäste anbieten zu können, mussten die Lounge und die Grünfläche weichen. So standen 140 der sonst 160 Sitzplätze zur Verfügung.

„Wir haben ungefähr 50 Prozent weniger Umsatz gemacht als sonst.“
Berita Schwarz, Birkenweiher

Auch der Biergarten am Birkenweiher in der Südstadt sei zum Vatertag gut besucht gewesen, berichtet Berita Schwarz, Inhaberin der Gaststätte Birkenweiher. Teilweise hätte ihr Team sogar potenzielle Besucher wieder wegschicken müssen. „Trotzdem haben wir ungefähr 50 Prozent weniger Umsatz gemacht als sonst an so einem schönen Tag“, sagt Schwarz. Grund dafür seien die Auflagen, die mit dem Betrieb eines Biergartens oder einer Gaststätte in Verbindung stehen. Durch das immer noch geltende Kontaktverbot saßen an Tischen, an denen sonst bis zu zehn Gäste zusammen trinken, nur zwei oder drei Personen. Auch die größeren Vätergruppen, die sonst mit dem Feiertag in Verbindung gebracht werden, blieben aus. Hauptsächlich Pärchen und Familien kehrten am Birkenweiher ein.

Für alle Solinger Biergärten gilt in Zeiten der Corona-Regeln: Um einen Tisch zu ergattern und Wartezeiten zu vermeiden, sollte rechtzeitig reserviert werden. Außerdem muss eine Maske beim Weg zum Klo und in manchen Fällen bis hin zum Tisch aufgesetzt werden.

Auch für die Gastronomen seien die Auflagen mit einem deutlichen Mehraufwand verbunden, betont Schwarz vom Birkenweiher.

So wurde zum Beispiel im Biergarten am Walder Stadtsaal eine industrielle Spülmaschine in den Bierwagen eingebaut und am Birkenweiher müssen die Reservierungen organisiert werden.

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