Sorgen um Entsorgung

Corona-Fälle treffen Müllabfuhr und Sperrgutabholung hart

Die Mülltonnen müssen ab Freitag bis auf Weiteres selbst an die Straße gebracht werden.
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Die Mülltonnen müssen ab Freitag bis auf Weiteres selbst an die Straße gebracht werden.

Die Technischen Betriebe suchen nach Lösungen.

Von Philipp Müller

Solingen. Geschafft sitzt am Donnerstag ein Mitarbeiter der Müllabfuhr in einem Hauseingang. Schon rund 30 Kilometer sei er seit dem Morgen gelaufen, berichtet er. Momentan werde viel mit Ersatzpersonal gearbeitet, erzählt er. Den Grund dafür erklärt die Stadt. „Bei der städtischen Müllabfuhr sind inzwischen sechs Corona-Fälle bekannt. Damit steigt auch die Anzahl der Quarantänen im Team“, berichtet Stadtsprecherin Sabine Rische. Die Technischen Betriebe arbeiteten an Lösungen. Das habe für die kommenden Tage folgende Konsequenzen:

Leerung: Bereits ab heute werde der Vollservice bei den grauen Müllbehältern bis auf Weiteres eingestellt, erklären die Entsorgungsbetriebe. Das hat diese Folgen: Die Solinger müssen ihre Mülltonnen selbst an die Straßenkante stellen und nach der Leerung wieder hereinziehen. Das betreffe auch die sogenannten Kellerleerungen.

Streikfolgen: „ Graue Tonnen, die am Mittwoch durch den Streik stehengeblieben sind, werden voraussichtlich nicht nachgeleert“, sagt Stadtsprecherin Rische. Dafür gelte diese Regelung: Überhänge können am nächsten regulären Leerungstag neben die Behälter gestellt werden. Sie werden mitgenommen, sofern die übliche Restmüllsammlung aufrecht erhalten werden kann. Gestern teilweise in Aufderhöhe nicht geleerte Mülltonnen wollen die Entsorgungsbetriebe voraussichtlich am Wochenanfang nachleeren.

Blaue, gelbe und braune Tonnen: Am Donnerstag nicht geleerte blaue und gelbe Tonnen werden heute von den Müllfahrzeugen angefahren. „ Die Leerung von braunen Biotonnen ist aktuell eingestellt. Eine Nachleerung findet derzeit nicht statt“, sagt Rische.

Sperrgut: Die Abfuhr von Sperrgut ist bis einschließlich Freitag, 23. Oktober, eingestellt. Wem bereits ein Termin zugesagt wurde, wird von den Technischen Betrieben kontaktiert. Alternativ könne Sperrgut auch selbst zum Müllheizkraftwerk oder dem Entsorgungszentrum Bärenloch zu den üblichen Öffnungszeiten gebracht werden. „Wenn das Anschreiben mit dem bestätigten Sperrmülltermin vorgelegt wird, kann dort gegen eine Pauschalzahlung von fünf Euro auch Sperrgut entsorgt werden“, erklärt die Stadtsprecherin.

In unserem Live-Blog finden Sie die neuesten Informationen zu Entwicklungen rund um das Coronavirus in Solingen.

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