Stadtgrün

City verwandelt sich in eine grüne Oase

Die Stelzenläufer sorgten in imposanten Kostümen für Aufsehen – der Technische Beigeordnete Andreas Budde begleitete die Veranstaltung in der Innenstadt.
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Die Stelzenläufer sorgten in imposanten Kostümen für Aufsehen – der Technische Beigeordnete Andreas Budde begleitete die Veranstaltung in der Innenstadt.

Bei „Mitte blüht auf“ drehte sich am Samstag auf dem Fronhof alles um das Thema Garten, Pflanzen und Kräuter.

Von Holger Hoeck

Solingen. Viele Bürger und Bürgerinnen haben vermutlich ihre eigenen Vorstellungen, wie die Solinger Innenstadt wieder an Attraktivität zulegen könnte. Wie dies beispielsweise mit mehr Grün im öffentlichen Raum gelingen könnte, davon vermittelte die Veranstaltung „Mitte blüht auf“, am Samstag auf dem Fronhof einen Eindruck. So wurden unter anderem auf der Kirchgasse und der Oberen Hauptstraße Pflanzkübel aufgestellt und bepflanzt.

Die farbenfroh blühenden Pflanzen verbreiteten frühlingshafte Stimmung in der Innenstadt.

„Die Veranstaltung wird im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts, kurz ISEK, ´City 2030´ durchgeführt. Dieses sieht unter anderem vor, dass die Stadt grüner werden soll. In diesem Zuge stellen wir insgesamt 30 Hochbeete in der Innenstadt auf, deren Bepflanzung die Lebenshilfe, unser Kooperationspartner, übernimmt“, erklärt Katrin Ohme von der Solinger Stadtentwicklungsplanung.

Die Holzkästen, die bienenfreundliche Blumen und Stauden erhalten, sind Teil des Projekts „Umdenken“, an dem die Technischen Betriebe Solingen, die Solinger Wirtschaftsförderung und das Sägewerk des Burgers Uwe Stricker mitwirken.

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Pflanzendoktor gab Tipps zum Umgang mit Schädlingen

Während der städtische Technische Beigeordnete Andreas Budde mit Kindern und Mitarbeitern der Kindertagesstätte Klingenbande einem Hochbeet aktiv Leben einhauchte, nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, auf dem Fronhof mit Fachleuten ins Gespräch kommen zu können. Gärtner und Blumenfachmann Markus Krisam fungierte dabei als Pflanzendoktor und konnte Ratsuchenden mit Tipps zur Pflege ihrer Balkon- und Gartenlieblinge weiterhelfen.

Bei bestem Wetter konnten die Besucherinnen und Besucher auf dem Fronhof einen Kaffee genießen.

„Die meisten Leute kommen, wenn sie Pilze, Läuse, Raupen oder Schnecken in ihren Pflanzen registrieren. Ich empfehle, vorwiegend auf Hausmittel zurückzugreifen. Läuse können etwa mit einer Brennesseljauche, Spinnmilben mit Rapsöl bekämpft werden. Dazu gibt man 250 Milliliter Öl auf einen Liter Wasser und besprüht damit die betroffenen Pflanzen“, erläutert Krisam.

Nebenan hatte Dagmar Schmidt, Fachkraft für Kräuterheilkunde, einige Töpfe mit Kräutern vor sich aufgestellt und informierte über deren Wirkung zur Linderung von Krankheiten. „Klassische Kräuter, die bei Erkältungen helfen, sind Salbei, Thymian und Pfefferminze. Bei Magen-Darm-Infekten empfehle ich Kamille“, riet die Expertin. Wer eine Leberentgiftung plant, solle sich dagegen Löwenzahnwurzeln zulegen.

Neben einer Pflanzentauschbörse, die von Helfern des Botanischen Gartens betreut wurde, und einer floralen Fotobox für attraktive Selfies lockte das Angebot, Postkarten im Rahmen einer Kreativwerkstatt unter der Leitung der Gräfrather Grafikdesignerin Jennifer Horn mit Schönschrift oder Zeichenkunst dank blumiger Motive attraktiv zu gestalten. Auch die Stadtentwicklungsplanung und das Innenstadtmanagement als Veranstalter, die von Mitgliedern und dem Vorstand des Werbe- und Interessenrings (W.I.R.) unterstützt wurden, luden Gäste an einen eigenen Stand ein.

An Flipcharts konnten diese ihre Ideen zur Neugestaltung des Platzes sowie Vorschläge zur Steigerung der Aufenthaltsqualität am Fronhof niederschreiben. Wasserspiele, eine Sonnenuhr, ein öffentliches WC, schöne Sitzmöglichkeiten, ein Trinkbrunnen sowie die Forderung nach mehr Radabstellflächen oder Mülleimern waren nur einige Anregungen der Bürgerinnen und Bürger, die die städtischen Mitarbeiter von dem Austausch mitnahmen.

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Hintergrund

Hochbeete: Von den geplanten 30 Hochbeeten wurden bereits im Vorfeld der Veranstaltung 15 Holzkästen aufgestellt; 15 weitere werden in den nächsten zwei Wochen folgen.

Herstellung: Bei der Herstellung der Hochbeete wurde ausschließlich getrocknetes Holz von geschädigten Solinger Fichten verwendet, die von Borkenkäfern. „Mit der Aktion wollen wir nicht nur zu einer Attraktivierung von Solingen-Mitte beitragen, sondern gleichzeitig deutlich machen, dass wir für die nahe Zukunft weitere Maßnahmen planen, die einen positiven Einfluss auf das Mikroklima und die Lebensqualität in der Innenstadt haben“, so Andreas Budde.

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