Natur, Verkehr und Handel

City 2030: Umbau leerer Erdgeschosse beginnt

Fassaden und Höfe sollen ab 2022 verschönert werden. In die Erdgeschosse soll beispielsweise Dienstleistung statt Handel. Nicht nur das geht die Stadt mit City 2030 an. Foto: Christian Beier
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Fassaden und Höfe sollen ab 2022 verschönert werden. In die Erdgeschosse soll beispielsweise Dienstleistung statt Handel. Nicht nur das geht die Stadt mit City 2030 an.

Rathaus will für die Stadtentwicklung weitere Förderanträge beim Land stellen

Von Philipp Müller

Solingen. Der Umbau der Innenstadt zu besserer Aufenthaltsqualität und mehr Wohnen nimmt in diesem Jahr weiter an Fahrt auf. So berichtet das Rathaus, dass die Umwidmung von leeren Ladenlokalen im Erdgeschoss starten wird. Dabei erhalten Eigentümer Zuschüsse für die Maßnahmen. Aber das Paket für 2022 sei viel größer, wie Stadtsprecher Thomas Kraft berichtet. Das sind einige Punkte:

Natur:

2022 steht das Erstellen des Konzeptes zur Stärkung des Stadtgrüns an. Es umfasst eine Analyse und Identifizierung von Flächen zur stärkeren Begrünung der Innenstadt. Das können Grün- und Freiflächen, Fassaden, Dachflächen und weitere Areale sein. Gleichzeitig läuft dazu auch das Hof- und Fassadenprogramm weiter.

Verkehr:

Die Erarbeitung eines Mobilitätskonzepts für die Innenstadt steht auch auf der Tagesordnung der politischen Gremien in diesem Jahr. Die Stadtentwicklung stellt dabei eine Analyse aller Verkehrsarten und Erarbeitung von Handlungsempfehlungen an den Anfang. Danach folgt die Festlegung einer Strategie, wie die Mobilität und der Verkehr in den nächsten Jahren in der Innenstadt gestaltet werden soll. Das dürfte zu Meinungsverschiedenheiten in der Politik sorgen. Auto-, Rad- und Busverkehr sollen gemeinsam betrachtet werden.

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Leerstände:

„Die Stadt Solingen kann durch Fördermittel des Landes nun auch die Umnutzung von aktuell ungenutzten Erdgeschoss-Flächen im Quartier Untere Hauptstraße in der Innenstadt unterstützen“, erklärt Stadtsprecher Thomas Kraft. Es geht dabei um leerstehende Ladenlokale und Flächen der Gastronomie ohne Wiedervermietungsperspektive. Die Kommune könne damit privaten Eigentümerinnen und Eigentümern in einem fünfjährigen Durchführungszeitraum zur Seite stehen.

Dazu baut die Stadt nach Rathausangaben gerade eine Anlaufstelle für Interessierte auf. Fortgesetzt wird, dass die Stadt Leerstände anmietet. Mit dem WIN-Fonds „Wagen.Nutzen.Investieren“ werden vergünstigte Mieten für neue Konzepte ermöglicht. Zuletzt gelang das für ein neues Café am Fronhof. Allerdings sei hier bedingt durch die Corona-Pandemie bei einigen potenziellen Mietern eine gewisse Zurückhaltung zu spüren, sagt Kraft.

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Plätze:

Unter Bürgerbeteiligung starten der Prozesse für die Umgestaltung des Fronhofs sowie die Vorbereitungen eines Wettbewerbs für die Aufwertung des Maltesergrundes.

Innenstadtmanagement:

Das Management vor Ort soll verstärkt werden. Es bleibt Ansprechpartner für den WIN-Fonds, das Hof- und Fassadenprogramm sowie den Verfügungsfonds für die Innenstadt. Aus ihm werden auch Veranstaltungen zur Belebung der City bezahlt. Geplant seien bereits jetzt Aktion zu diesen Themen: „Lichtmalerei und Illumination“, „Bewegung und Mobilität“ sowie „Bepflanzung und Begrünung“.

Finanzierung:

„Für die benannten Maßnahmen und Projekte liegen entweder bereits Bewilligungen des Landes aus 2021 vor oder sind entsprechende Förderanträge für 2022 gestellt“, berichtet Kraft.

Infos vor Ort

Ansprechpartner für die Bürgerschaft ist das Innenstadtmanagement. Es sitzt an der Linkgasse 12. Carolin Helmus und Simon Flick sind dort montags von 15 bis 18 Uhr, mittwochs, 10 bis 12 Uhr, und donnerstags von 9 bis 12 Uhr erreichbar.

info@city2030-solingen.de

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