Motto: „We are back“

Chöre kehren fulminant zurück

Am Samstagabend fand das erste der traditionellen Herbstkonzerte von Unisono und den Young Voices in der Evangelischen Kirche Ketzberg statt. Foto: Andreas Horn
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Am Samstagabend fand das erste der traditionellen Herbstkonzerte von Unisono und den Young Voices in der Evangelischen Kirche Ketzberg statt.

Corona-Zahlen trüben ein wenig die Stimmung beim Auftritt von Unisono und Young Voices.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Berührende Klänge, ein gut abgestimmter Stilmix, sensible Stimmen, Präzision in Ausdruck und beim Handwerk des Singens – eigentlich war alles so wie immer am Samstagabend beim ersten der traditionellen Herbstkonzerte von Unisono und den Young Voices.

Besonders stark spürbar war allerdings die Freude der Protagonisten, „endlich wieder vor Publikum singen zu dürfen“, wie mehrfach in Moderationen betont wurde.

Die Freude lag ganz offensichtlich gleichermaßen beim Publikum: Endlich wieder zuhören und zuschauen dürfen, wie Elisabeth Szakács ihre Chöre mit ihrem mitreißenden Charisma präsentiert. Die Tickets im Vorverkauf waren bereits nach knapp 30 Minuten vergriffen gewesen.

Gänsehaut gab es gleich zu Beginn mit „Halleluja, Salvation and Glory“, gesungen von beiden Ensembles und Sascha Küll als Solist. Damit schon in Gospel-Stimmung, lösten Stücke wie „Goin’ up Yonder“, a cappella von den „Voices“ dargeboten, oder „The lion sleeps tonight“ von Unisono mit Steffie Kalter als Solo-Stimme große Freude beim Auditorium aus. Abwechselnd füllten die beiden Chöre knappe anderthalb Stunden die Altarstufen mit gesungener Lebensfreude.

Alle hoffen, dass die Dezember-Auftritte stattfinden

Mit temperamentvoller und sicherer Hand geleitet von Elisabeth Szakács, wurden sie einmal mehr von ihrer Hausband unterstützt. Dazu gesellte sich bemerkenswerte Licht- und Ton-Technik. Beides sei trotz der coronabedingten schmalen Vereinskasse des tragenden Vereins „W4ir Stimmen für Ketzberg“ durch „großzügiges Sponsoren-Geld möglich gewesen“, betonte die Vorsitzende Sabine Rische in ihrer Begrüßung.

Trotz der Wiedersehensfreude war alles aber doch nicht ganz so wie immer. Bei aller ehrlichen Begeisterung auf beiden Seiten und der Dankbarkeit des Publikums, „wirklich und wahrhaftig ein echtes Konzert“ genießen zu können, lag eine Spur von Beklemmung im Ketzberger Kirchenraum: Das Wissen um die seit Tagen in die Höhe schießenden Infektionszahlen hatte sich mit ins Konzert geschlichen und schwebte mit – unsichtbar und dennoch fühlbar.

„We are back“ hatten die Chöre als glückseliges Motto für ihre Auftritte gewählt und wohl jeder im Raum hoffte inständig – bei Stücken wie „Imagine“ der „Voices“ , „Inspired“ von Unisono oder dem offiziellen Finale „ A Joyful noise“ –, dass die angekündigten Dezember-Auftritte tatsächlich stattfinden können.

Statt des traditionellen Auszugs mit persönlichem Abschiednehmen vom Publikum durch ein Spalier winkten die Sänger und Sängerinnen ihren Gästen zu – voller Dankbarkeit für einen in mehrfacher Hinsicht berührenden Abend voller musikalischer und emotionaler Kostbarkeiten.

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