Innenstadt

Chöre und Tänzer machen Fronhof zum Kultur-Hotspot

Die Köpfe hinter der Veranstaltung (v. l.): Philipp Müller, Petra Krötzsch, Waldemar Gluch, Miriam Macdonald, Christine Paes und Andreas Imgrund. Vorne sitzt Vanessa Chwalek.
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Die Köpfe hinter der Veranstaltung (v. l.): Philipp Müller, Petra Krötzsch, Waldemar Gluch, Miriam Macdonald, Christine Paes und Andreas Imgrund. Vorne sitzt Vanessa Chwalek.

„Mitte singt“ und „Mitte tanzt“: Die Solinger Innenstadt wird am 24. September zu einem regelrechten Hexenkessel.

Von Kristin Dowe

Solingen. Im Kulturressort, für das ST-Redakteur Philipp Müller zuständig ist, erlebt er oft mit, wie viele Chöre in der Klingenstadt Nachwuchsprobleme plagen und wie sehr die Corona-Pandemie diesem Kulturzweig zugesetzt hat. „Damit war die Idee geboren, mit einem Chortreffen einmal zu zeigen, wie vielfältig die Chorlandschaft in Solingen ist“, erklärt Müller, der auch im Initiativkreis Solingen aktiv ist. Bei dessen Vorsitzenden Waldemar Gluch (CDU) stieß er mit der Idee sofort auf offene Ohren. Mit Unterstützung der Stadt geht die Veranstaltung mit dem Titel „Mensch, auf dem Fronhof ist was los!“, am Samstag, 24. September, auf dem Fronhof über die Bühne.

Dabei werden zwei Events miteinander vereint: Zunächst werden mit „Mitte singt“ von 10 bis 18 Uhr 13 Chöre aus Solingen und Wuppertal auf dem Fronhof ein prall gefülltes Programm liefern – ab 18.30 Uhr werden unter dem Motto „Mitte tanzt“ die Tanzwütigen in der Innenstadt das Ruder übernehmen. Wenn die Veranstaltung ein Erfolg wird, könnte sie einmal im Jahr als feste Institution etabliert werden und „von Stadtteil zu Stadtteil wandern“, so die Überlegung.

Bei den Chören verspricht Andreas Imgrund, Vorsitzender des Bergischen Chorverbandes Solingen-Wuppertal, ein abwechslungsreiches Repertoire für alle Generationen. Das Chorfestival habe vor allem auch das Ziel, Menschen mit Spaß am Singen auf den Geschmack zu bringen, in einem Chor mitzuwirken. „Leute, die irgendwann mal in ihrer Jugend gesungen haben, kommen meistens später zurück.“ Im Berufsleben trete das Engagement bei vielen aus Zeitgründen in den Hintergrund – umso mehr gelte es, das Interesse wieder zu wecken.

Mit dabei sind unter anderem Chöre aus der Kirchengemeinde Dorp, der Chorakademie Bergisch Land, der Shanty-Chor, der Güterhallen-Chor um Anni Dewenter sowie zwei Polizeichöre. Mit „4 Voices“ und den „Hatzfelder Chören“ reisen Sängerinnen und Sänger aus Wuppertal an. Außerdem vertreten ist die Chorgemeinschaft Aufderhöhe und der Rockchor 60 Plus. Das Chorfestival werden die Bergischen Symphoniker am frühen Abend mit klassischen Stücken beschließen.

Danach wird es aber keineswegs leise, denn dann drehen die Tänzerinnen und Tänzer bei „Mitte tanzt“ erst so richtig auf: Ob Kindertanz mit Flashmob, Hip-Hop, ein Street-Dance-Battle oder griechische und türkische Volkstänze – für jeden Geschmack dürfte etwas dabei sein. An den Tanzaktionen könnten die Besucher sich gerne aktiv beteiligen, betont Eventmanagerin Petra Krötzsch, die den Tanzteil federführend organisiert. „Es soll uns niemand einschlafen!“ Das dürfte bei einem „Moonwalk-Crashkurs“ als Hommage an Michael Jackson auch schwer möglich sein. Die Tanzcrew des Michael Jackson Tribute-Artists Sascha Pazdera wird passend dazu Choreographien des King of Pop auf die Fläche zaubern. Die Moderation übernimmt die Solinger Sängerin Luisa Scrabic.

Events sollen als Teil des ISEKdie Innenstadt beleben

Tatkräftig unterstützt wird „Mitte tanzt“ von Vanessa Chwalek und ihrer Tanzschule Xperience. „Ich habe in den vergangenen Jahren selbst erlebt, dass die Innenstadt nicht mehr so lebendig war. Und ich möchte einen Beitrag dazu leisten, das zu ändern“, sagt sie entschlossen.

Bei beiden Veranstaltungen ist auch die Stadt mit im Boot – so sollen „Mitte singt“ und „Mitte tanzt“ im Rahmen des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts (ISEK) City 2030 zeigen, wie vielfältig und bunt die Zukunft von Mitte aussehen könnte. ()

Hintergrund

Stadtentwicklung: Bei der Veranstaltung wird ein großes Luftbild des Fronhofs ausgelegt – die Solinger können ihre Gestaltungsideen dort interaktiv teilen. Außerdem wird der Fronhof für den Abend stimmungsvoll mit Licht in Szene gesetzt.

Projekt: Parallel wird in Ladenlokalen auf der Hauptstraße ein Projekt von Studierenden der Bergischen Universität unter dem Titel „Beyond Shopping“ zur Entwicklung der Innenstädte vorgestellt. Das ganze Programm unter:

initiativkreis-solingen.de

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