Gräfrath

Central entwickelt sich nur langsam

Dieses Haus an der Schlagbaumer Straße hat vor gut einem Jahr der Betreiber einer Kampfkunstschule gekauft und es seitdem hergerichtet. Fotos: Christian Beier
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Dieses Haus an der Schlagbaumer Straße hat vor gut einem Jahr der Betreiber einer Kampfkunstschule gekauft und es seitdem hergerichtet.

An einigen Stellen gibt es städtebauliche Fortschritte. Hauptprobleme bleiben Ruinen und Brachen vor allem an der Focher Straße.

Von Andreas Tews

Viele Ideen hatten Wuppertaler Architektur-Studenten vor einem Jahr für den Central entwickelt. Unter anderem schlugen sie vor, im Bereich der Apotheke, die direkt an der Kreuzung Wuppertaler-/Focher-/Schlagbaumer Straße liegt, eine moderne Markthalle entstehen zu lassen. Getan hat sich in dieser Hinsicht bisher nichts. Nicht alle Ideen seien umsetzbar, erklärte Rathaussprecherin Sabine Rische auf Anfrage. Bei der Stadt suche man aber das Gespräch mit den Immobilieneigentümern. Auf deren Mitwirken komme es an.

Dieses Haus an der Focher Straße ist ein Stein des Anstoßes am Central. Es steht seit Jahren leer und verfällt immer mehr. Alle Versuche, hier etwas zu bewegen, sind in den vergangenen Jahren gescheitert.

Seit Jahren suchen Akteure des Stadtviertels rund um die vielbefahrene Straßenkreuzung, Stadtplaner und Politiker nach Lösungen für diverse Grundstücke, die von Leerständen und Verfall geprägt sind. Unter anderem befassten sich wiederholt die Politiker der Bezirksvertretung Gräfrath mit diesem Thema. Die Wuppertaler Studenten stellten ihre Ideen seinerzeit bei einer gut besuchten öffentlichen Veranstaltung vor.

Im Rathaus sieht man positive Signale

Bezirksbürgermeister Udo Vogtländer (SPD) sieht immerhin „zarte Pflänzchen“, die sich am Central neu entwickeln. Dazu zählt er – wie Rische - das frisch renovierte Haus an der Schlagbaumer Straße, in dem sich eine Kampfkunstschule niedergelassen hat. Zu den positiven Signalen zählt Rische auch, dass andere Gebäude, wie das des „Gündüz-Markets“, renoviert würden. Außerdem hob sie die neu gebauten Wohnhäuser des Bauvereins hervor und die Neuansiedlung eines Fachgeschäfts für Hundeernährung.

Vogtländer sieht die Hauptprobleme im Bereich der Focher Straße. Ihm ist dort unter anderem das leerstehende Grundstück ein Dorn im Auge, auf dem früher das Pina-Bausch-Geburtshaus stand. Auch über das verfallene Gebäude neben dem der Apotheke klagen laut Vogtländer Anwohner immer wieder. Es habe auch schon Beschwerden über Ratten gegeben. Der Stadtverwaltung seien aber die Hände gebunden, erklärte Vogtländer. Wenn die Eigentümer nicht handeln wollten, könne man nicht viel machen.

DER CENTRAL

STADTVIERTEL Central heißt das Quartier rund um die Kreuzung Schlagbaumer-/ Focher-/ Wuppertaler Straße. Leerstände bereiten seit Jahren Sorgen.

VERKÄUFE Vor allem direkt an der Kreuzung wurden in den vergangnen Jahren einige Häuser verkauft.

Was für den Central fehlt, ist aus Sicht des Bezirksbürgermeisters ein Gesamtkonzept. Dies und die Möglichkeit, doch Lösungen für die Ruinen und Brachen zu finden, will er in der Bezirksvertretung erneut thematisieren. Vogtländer kündigte an, dies für eine der nächsten Sitzungen auf die Tagesordnung zu setzen.

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