Wahl

CDU: Diese Männer wollen in den Landtag

Carsten Becker (l.) und Sebastian Haug (hier bei Beckers Nominierung zum OB-Kandidaten 2020) treten gegeneinander an. Archivfoto: Christian Beier
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Carsten Becker (l.) und Sebastian Haug (hier bei Beckers Nominierung zum OB-Kandidaten 2020) treten gegeneinander an.

Carsten Becker tritt gegen Sebastian Haug an und Guido Rübsamen gegen eine Wuppertalerin

Von Andreas Tews

Solingen. Die Solinger CDU steht vor spannenden Wochen mit diversen wichtigen Personalentscheidungen. Am meisten elektrisiert die Christdemokraten die Wahl des Landtagskandidaten im Wahlkreis Solingen I. Dort tritt bei der Wahlkreisversammlung am Samstag, 27. November, nicht nur der Kreisvorsitzende der Partei, Sebastian Haug, an, sondern auch der Ohligser Ratsherr und frühere Oberbürgermeister-Kandidat Carsten Becker. Über den Ausgang mag kaum einer eine Prognose abgeben.

Wenige Tage später stellt sich Haug am 1. Dezember als Vorsitzender zur Wiederwahl – bisher ohne Gegenkandidaten. Wieder Tage danach kämpft das Solinger CDU-Vorstandsmitglied Guido Rübsamen um die Landtagskandidatur im Wahlkreis Wuppertal III/Solingen II. Er tritt dort am 3. Dezember gegen die Wuppertaler CDU-Ratsfrau Anja Vesper-Pottkamp an, um bei der Wahl im Mai den Landtagsabgeordneten Josef Neumann (SPD) herauszufordern.

Guido Rübsamen bewirbt sich im anderen Wahlkreis.

Dass sich im rein Solinger Wahlkreis (weite Teile von Solingen-Mitte sowie Ohligs, Aufderhöhe, Merscheid, Burg, Höhscheid und Wald) zwei Schwergewichte der Kreispartei gegenüberstehen, sei kein Zeichen für eine zerstrittene Partei. So bewerten es viele Christdemokraten. Auch die beiden Protagonisten Becker und Haug betonen auf Anfrage, dass dies kein Rückfall in alte Zeiten sei. Der Wahlkreis ist bei der CDU frei geworden, nachdem der frühere Landtagsabgeordnete Arne Moritz vor einem Jahr als Bürgermeister nach Lippstadt gegangen ist.

Über seine Kandidatur habe er Haug als Vorsitzenden telefonisch informiert und dabei erfahren, dass auch der im gleichen Wahlkreis antrete, erklärt Becker. Bei diesem Gespräch, so berichten beide, hätten sie jeweils ihre Beweggründe dargelegt.

Becker will in die Landespolitik seine berufliche Erfahrung im Finanzsektor einbringen. Verbessern will er vor allem die finanzielle Ausstattung der Städte. Wichtig sei auch, dafür zu sorgen, dass Zuschüsse des Landes nach Solingen fließen. In der Verkehrspolitik sei ein Verkehrskonzept wichtig, dass regional abgestimmt sei und für schnellere Verbindungen sorge.

Haug schildert als seinen Antrieb vor allem das Ziel, die Wiederwahl der CDU/FDP-Landesregierung im Mai zu unterstützen. Bei der inneren Sicherheit, der Justiz sowie bei der Finanz- und Wirtschaftspolitik habe die Koalition viel erreicht. Haug selbst will in Düsseldorf seine als Rechtsanwalt gesammelte berufliche Erfahrung sowie seine bestehenden Kontakte nutzen, „um Solingen gut zu vertreten“. Sein Steckenpferd sei die Kultur. Haug: „Hier kann ich einiges für Solingen erreichen.“

Der Sieger der Versammlung vom 27. November fordert im Mai als aussichtsreichster Gegenkandidat die Landtagsabgeordnete Marina Dobbert (SPD) heraus. Weitere Kandidaten im Wahlkreis Solingen I sind bisher Nina Brattig (FDP) und Max Mothes (Die Partei).

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