ÖPNV in Solingen

Ab Montag: Busse fahren bis Ferienende seltener

Ab dem heutigen Montag müssen sich Nutzer des ÖPNV auf weniger Fahrten einstellen.
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Ab Montag müssen sich Nutzer des ÖPNV auf weniger Fahrten einstellen.

Zu viele Fahrer sind krank: Stadtwerke führen jetzt doch Sommerfahrplan ein. Eigentlich sollte es in Corona-Zeiten mehr Platz geben.

Solingen. Ab Montag, 25. Juli, und bis voraussichtlich zum Ende der Sommerferien reduziert der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke seinen Takt auf den O-Bus-Linien (wir berichteten). Auf den Linien 681 bis 683 wird montags bis freitags dann im 15-Minuten-Takt gefahren, an den Wochenenden fahren die O-Buslinien 681 bis 684 dann im 20-Minuten-Takt.

Die SWS hatten die Änderungen mit Blick auf „krankheitsbedingte Personalengpässe in mittlerweile allen Unternehmensbereichen“ bekanntgegeben.

Durch den Einsatz von Verwaltungs- und Werkstattpersonal sowie Mitarbeitern in den beiden Kunden-Centern hätten Fahrtenausfälle bislang kompensiert werden können. Doch neben der aktuellen Urlaubszeit zeige sich durch eine Krankheitswelle von Tag zu Tag eine immer angespanntere Personalsituation.

„Es ist nicht klar, warum die Krankheitsfälle gerade so einschlagen. Der überwiegende Teil sind Coronafälle, aber es gibt auch andere Ursachen“, so Stadtwerke-Sprecherin Silke Rampe im Gespräch mit dem ST. Dazu komme, dass die Personalreserven in der Urlaubszeit relativ knapp seien.

Bevor es daher zu ungeplanten Ausfällen komme, habe sich der Verkehrsbetrieb für eine geringere Taktung entschieden. „So bedienen wir weiter alle Linien und die Kunden haben Zeiten, auf die sie sich einstellen können, um Fahrten verlässlich zu planen“, so Rampe.

Vor einigen Wochen hatten die Stadtwerke in der Nachbarstadt Remscheid mit ähnlichen Engpässen beim Personal zu kämpfen. Dort ging man einen anderen Weg und meldete kurzfristig, wenn Fahrten ausfallen mussten.

Änderungen entsprechen dem Sommerfahrplan

Die veränderte Taktung entspreche dem in Solingen eigentlich bekannten Sommerfahrplan in den Ferien. 2021 verzichteten die SWS auf diese Reduzierung, um mehr Platz in den Bussen in Coronazeiten zu bieten. Das war auch für dieses Jahr geplant, ist nun aber nicht mehr zu machen.

Infos in der elektronischen Fahrplanauskunft und im Internet

„Fahrplanaushänge an den Haltestellen können leider nicht erfolgen“, erklärt Silke Rampe. Im Internet aber seien die Pläne der vier O-Buslinien abrufbar, auch in der elektronischen Fahrplanauskunft seien die geänderten Zeiten ab dem 25. Juli eingestellt.

Rampe ergänzt: „Sollte es zu weiteren kurzfristigen Krankmeldungen kommen, wird darauf geachtet, ein Angebot in allen Stadtgebieten zu gewährleisten. Die ausfallenden Touren werden so gewählt, dass möglichst wenige Fahrgäste betroffen sind. Alle Frühfahrten und die Fahrten der Nacht-Express-Linien finden statt.“

Das Infomobil sei derzeit nicht unterwegs, das Kunden-Center Ohligs bleibe samstags geschlossen.

Mehr Fahrten, sobald wieder mehr Personal an Bord ist

Die SWS hoffen, Engpässe nach Ferienende vermeiden zu können: „Sobald sich der Krankenstand entspannt, soll der reduzierte Takt wieder erhöht und der bekannte Fahrplan angeboten werden.“

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