Beratung über Ersatzpflanzungen

An der Burger Landstraße werden wieder Bäume gefällt

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Mit auffälligen Plakaten brachten Baumschutzaktivisten an der Burger Landstraße ihren Protest gegen die Fällungen zum Ausdruck.

Landesbetrieb Straßen NRW und Stadt Solingen beraten im Frühjahr über Ersatzpflanzungen.

Von Philipp Müller

Solingen. An der Burger Landstraße setzt der Landesbetrieb Straßen NRW ab Montag die im März unterbrochenen Baumfällarbeiten fort. „Dabei werden zehn erkrankte und nicht mehr ausreichend standsichere Bäume entnommen“, erklärt Behördensprecherin Tanja Lübbersmann. Die Bäume entlang der Straße seien bei der jährlichen Baumkontrolle durch einen Baumkontrolleur „als abgängig“ festgestellt worden.

Eine gemeinsame Baumbeschau vor Ort mit Vertretern der Unteren Naturschutzbehörde und der Stadtwerke Solingen hätte zu diesem Ergebnis geführt. Das Rathaus teilt dazu mit: „Der Termin vor Ort fand Ende Oktober statt. Die Entscheidung des Landesbetriebs, die Bäume aus Gründen der Verkehrssicherung zu entfernen, wurde von der Stadt fachlich nicht beanstandet.“

Zugleich beginnt von Krahenhöhe aus bis nach Unterburg eine Kronenpflege an den flächigen Baumbeständen. Dabei sei das Ziel, das Totholz aus den Kronen der Bäume zu entnehmen, um die Verkehrssicherheit zu wahren. „Gleichzeitig wird das Lichtraumprofil in voller Höhe wiederhergestellt und die Oberleitungen der O-Buslinie freigeschnitten, um Schäden zu vermeiden“, erklärt Lübbersmann.

Diesmal sei die Stadt – im Gegensatz zum Frühjahr – rechtzeitig informiert und eingebunden gewesen, berichtet Rathaussprecherin Sabine Rische. Zu klären sei jetzt, wann es zu den Ersatzpflanzungen komme. Grundsätzlich habe Straßen NRW dafür fünf Jahre Zeit. Solange soll es nach Angaben des Landesbetriebs nicht dauern. „Im Frühjahr kommenden Jahres wird sich der Landesbetrieb mit der Stadt zusammensetzen und einen Plan zur Nachpflanzung besprechen“, erklärt Tanja Lübbersmann für Straßen NRW.

Solingen: Weitere Fällarbeiten gibt es entlang der Stromtrasse

Das werde allerdings eine umfangreiche Aktion, betont Stadtsprecherin Sabine Rische: „Zunächst einmal müssen die Baumstandorte ausgefräst, Stümpfe und Wurzeln sorgfältig entfernt werden. Ziel ist es aber vor allem, dort nachhaltige Baumstandorte zu schaffen. Das setzt voraus, dass die schwierige Situation vor Ort genau berücksichtigt wird.“

Damit ist es in Sachen Gehölzpflege noch nicht getan. Auch wenn der genau Termin noch nicht feststehe, müsse entlang der großen Stromtrasse, die von Müngsten aus wieder stadtauswärts führt, Bäume beschnitten werden, erklärt Dr. Andreas Preuß. Er ist der Sprecher der Firma Amprion. Sie betreibt die Überlandleitung. „Grundsätzlich nimmt Amprion häufigere, weniger intensive ökologische Einschnitte vor, bei denen langsam wachsende Baumarten gegenüber schnellwüchsigen gefördert werden.“ Dies sei mit der Stadt abgestimmt.

Mit Plakaten protestierten Baumschützer zuletzt gegen die Aktion an der Burger Landstraße.

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